
IG LIZ
Interessengemeinschaft Leben im
Zentrum Heppenheim
Pressespiegel
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Inhalt:
2015
2014
2013
2012
2011
2010
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Der Pressespiegel enthält Artikel zum Thema
innerstädtische Bundesstraßen der IG
LIZ. Artikel, die vor der Gründung der IG LIZ im November
2009 erschienen sind und auf Pressemitteilungen von Mitgliedern
der IG LIZ zurückgehen, sind nur teilweise erfasst, da nicht alle
auf elektronischen Wege abrufbar waren. Diese werden nach und nach
ergänzt.
Der Aktuellste steht
hierbei oben.
Alle anderen Artikel zum Engagement der aus der IG LIZ hervorgegangenen
Wählergemeinschaft WG LIZ sind auf dem Pressespiegel www.liz-wghp.de einzusehen.
Bemerkungen:
Es wurden ausschließlich selbst verfasste oder auf Grundlage
von eigenen Pressemitteilungen oder Aktivitäten beruhende
Artikel aufgenommen. Leserbriefe und Eigenberichte wurden in
den teils gekürzten oder geringfügig
geänderten veröffentlichten Versionen eingestellt.
Überschriften stammen prinzipiell von den Presse-Redaktionen.
Die Kürzel unter den einzelnen Berichten entsprechen folgenden Redakteuren:
ai - Bernd Sterzelmaier (Starkenburger Echo vormals
Südhessische Post)
du - ? (Weinheimer Nachrichten)
cris - Dr. Christian Knatz (Starkenburger Echo)
e - Eigenbericht (Starkenburger Echo redaktionell bearbeitet/verändert)
fk -
Fritz Kuhn (Starkenburger Echo vormals
Südhessische Post)
fs -
Frank Scholl (Starkenburger Echo vormals Südhessische Post)
hr - Hans-Peter Rietmüller (Weinheimer Nachrichten)
jr - Jürgen Reinhard
(Starkenburger Echo vormals Südhessische Post)
mam - Marion Menrath (Starkenburger Echo)
rid - Astrid Wagner (Starkenburger Echo)
schu - Kerstin Schumacher (Starkenburger Echo)
zg - zugesendet (Bergsträßer Anzeiger)
Zurück zu: www.liz-hp.de
Zur Berichterstattung des Starkenburger Echos
Die Lokalredaktion des Starkenburger Echos hat für sich
entschieden,
Pressemitteilungen der IG LIZ, der WG LIZ und Leserbriefe von Peter
Janßen insgesamt als Pressemitteilungen der Fraktion LIZ.LINKE bzw. seit der Kommunalwahl am 6. März 2016 der Fraktion WG LIZ zu
behandeln. Diese Vorgehensweise wurde offensichtlich gewählt
um, soweit eine Veröffentlichung überhaupt stattfindet, nach
Gutdünken Übersendetes bis zu 70% zu kürzen oder
inhaltlich zu
verändern.
Aufgrund etlicher fragwürdiger, unserer Meinung nach gegen den
Pressecodex verstoßender Presseberichterstattung, haben wir uns
in Bezug auf die Berichterstattung zu den beleidigenden
Äußerungen von Bürgermeister Burelbach (s. 2014
Beleidigung d.BGM) entschieden, den Presserat einzuschalten.
(Dieses Eigenkontrollorgan von
Verlegern und Journalisten holt auf Grundlage von Beschwerden
Stellungnahmen bei den Beschuldigten ein, und entscheidet, ohne diese
den Beschwerdeführern zur Stellungnahme zu übersenden.
Verlegern und Journalisten steht somit offen, wahrheitsgemäß
zu antworten oder nicht.)
Mit Beschluß vom
9.9.2014 hat der Presserat in der Angelegenheit Ulrike
Janßen./.Darmstädter Echo die Vorsitzendenentscheidung
getroffen, daß die Beschwerde begründet ist, im Sinne der
Beschwerdeordnung wegen falscher Sachdarstellungen.
Der Verzicht einer Maßnahme
wurde offensichtlich aufgrund der Behauptung des
Darmstädter Echos auf eine 'einvernehmliche Nachberichterstattung'
erreicht, die es aber nicht gab - im Gegenteil. Änderungen in
der Berichterstattung sind seitdem nicht feststellbar(17.6.2016). |
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Starkenburger Echo
31. Oktober 2015
jr
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Starkenburger Echo
10. Oktober 2015
jr
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Ja zum Parkhaus
STADTPARLAMENT Mehrheit akzeptiert Pläne für Kreiskrankenhaus
HEPPENHEIM. Das Stadtparlament hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mehrere
Beschlüsse gefasst, durch die bereits angeschobene Projekte fortgeführt
werden können– darunter die geplante Sanierung der Siegfriedstraße und
ein Parkhaus für das Kreiskrankenhaus.
Die dritte Änderung des Bebauungslans „Am Gänsweiher und Die großen
Weidäcker“ sowie ein zugehöriger Satzungsbeschluss sind am
Donnerstagabend im Stadtparlament mit großer Mehrheit verabschiedet
worden. Bei den nicht jedem geläufigen Gemarkungen geht es um Areale am
Kreiskrankenhaus, genauer um eine Nutzungsänderung sowie um den Bau
eines großdimensionierten Parkhauses, mit dem die seit Jahren
bestehenden Parkprobleme gelöst werden sollen. Dringlich wird die
Investition nicht zuletzt deshalb, weil am Krankenhaus ein Ärztezentrum
geplant ist, das weitere Patienten und damit Verkehr anziehen wird. Bei
der Nutzungsänderung geht es um das Schwesternwohnheim, das
übergangsweise für Verwaltungszwecke des Kreiskrankenhauses gebraucht
wird.
Bedenken waren in den zurückliegenden Monaten vor allem wegen der
Dimension des Parkhauses geäußert worden, das eine Höhe von 14 Metern
haben und einen erheblichen Teil der jetzt ebenerdigen Parkfläche
einnehmen soll. Ulrike Janßen (Fraktionsvorsitzende LIZ.Linke), die mit
ihrem Fraktionskollegen Bruno Schwarz gegen die Vorlagen stimmte,
kritisierte unter anderem aber auch die aus ihrer Sicht fehlende
Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr: Die Pläne würden
„einem modernen Krankenhaus nicht gerecht“. Jürgen Semmler
(Fraktionsvorsitzender CDU) wies diese Kritik zurück und warf Janßen
seinerseits vor, „gegen die Stadt, gegen das Gesundheitszentrum und
damit die Patienten“ zu votieren. Was Schwarz seinerseits zu der
Bemerkung veranlasste, dass Semmler hier bereits in den Wahlkampfmodus
geschaltet habe (im März 2016 stehen die Kommunalwahlen an).
Nächster Schritt für Sanierung der B 460
Mit großer Mehrheit gebilligt wurde am Donnerstag auch das
Planfeststellungsverfahren für die Sanierung der B 460 (Siegfriedstraße)
durch die Heppenheimer Vorstadt. Auch hier kam Kritik von LIZ.Linke.
Janßen sieht aufgrund der vorliegenden Pläne erhebliche Nachteile auf
die Anlieger zukommen, die 50 Prozent der Sanierungskosten zu tragen
hätten und dafür mit mehr Lärm und Abgasen belohnt würden. Ein Antrag
von LIZ.Linke, der vom Rest des Parlaments zurückgewiesen wurde,
forderte einen Rückzug der Stadt aus der Sanierungsfinanzierung, soweit
es um Gehwege und Stellplätze geht, und ganz generell den Verzicht auf
die grundhafte Erneuerung der Bundesstraße sowie auf die ebenfalls
geplante Sanierung der Stadtbach-Verdolung, wenn nicht vorher der
Durchgangsverkehr ausgelagert würde.
Semmler hielt dem entgegen, dass die im Planfeststellungsverfahren
erhobenen Forderungen der Stadt – wie zusätzliche
Querungshilfen, Radspuren, Tempo 30 – die Verkehrsbedingungen
deutlich verbessern würden und in Summe für einen
„ordentlichen Verkehrsablauf“ sorgen würden. Dem
folgten SPD und Freie Wähler, die Grünen enthielten sich der
Stimme, weil, wie Fraktionschef Peter Müller sagte, die Pläne
"auch Gutes" enthielten, die Grundausrichtung - ein besserer
Verkehrsfluss, der aus Grünensicht auch mehr Verkehr provoziert -
aber Grünen Vorstellungen widerspräche.
Eine weitere Entscheidung der Parlamentarier betraf die Aufstellung
eines Lärmaktionsplans, der von allen Fraktionen gebilligt wurde,
und von Jürgen Semmler als "starkes Signal" an die Behörde
bewertet wurde, dass sich Parlament und Magistrat für den Schutz
der Anwohner stark befahrener Straßen vor Lärm- und
Abgasemissionen einsetzten. Beschlossen wurden auch neue
Gebührenordnungen für Museum und Stadtbücherei; das
Verlangen der SPD nach einem Mietpreisspiegel wurde von allen anderen
Fraktionen zurückgewiesen. |
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Starkenburger Echo
10. Oktober 2015
jr
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Blitzer am Friedhof
HEPPENHEIM. Die neue Errungenschaft am Rand der Landesstraße
3120, die in diesem Abschnitt Erbacher Tal heißt, dürfte Heppenheimer
wie Durchreisende gleichermaßen begeistern: Ein sogenannter Blitzer
sorgt jetzt dafür, dass Raser über den Griff ins Portemonnaie
diszipliniert werden. In Höhe des städtischen Friedhofes überwacht die
Radaranlage den Verkehr zur und von der Juhöhe, eine der am stärksten befahrenen Straßen der
Kreisstadt. Die Strecke, die sich durch starke Steigung (in Richtung
Juhöhe) wie starkes Gefälle (in Richtung Heppenheim) auszeichnet, dürfte
so manchen Euro in die Stadtkasse spülen. Der neue Blitzer wird aber
hoffentlich auch ein Mehr an Sicherheit für Besucher des Friedhofes
bringen, die oft genug die Straße überqueren müssen.
Nicht genutzt werden kann die Anlage zur Verkehrszählung. Hierfür, so
Bürgermeister Rainer Burelbach im Stadtparlament, ist sie nicht
ausgerüstet.
Die neue Radaranlage in Höhe des städtischen Friedhofes im Erbacher Tal von Heppenheim. FOTO: KARL-HEINZ-KÖPPNER
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Starkenburger Echo
6. Oktober 2015
mam
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Großprojekt lässt weiter auf sich warten
VERKEHR Die Stadt gibt erneute Stellungnahme zur Sanierung der B 460 ab / 6,5 Millionen Euro Kosten
HEPPENHEIM. Seit Jahren ist die Sanierung der Siegfriedstraße (B 460) geplant.
Weil parallel die desolate Verdolung des Stadtbachs erneuert werden
muss, ist das ein Großprojekt mit 6,5 Millionen Euro Kosten.
Ursprünglich war der Beginn für 2012 geplant, dann 2015, jetzt wird es
wohl frühestens 2019 losgehen. Nun beschäftigte sich der Hauptausschuss
erneut mit dem Projekt.
33 detaillierte Punkte umfasst die Einwendung der Stadtverwaltung im
Planfeststellungsverfahren B 460; acht weitere Punkte kommen von den
Stadtwerken. Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss
stimmte dem am Dienstag mit acht Stimmen von Koalition und SPD zu, bei
einer Nein-Stimme (LIZ.Linke) und einer Enthaltung (GLH).
Zuvor war ein Antrag der LIZ.Linke, dass die Stadt sich mit Ausnahme
der Kosten für den ÖPNV nicht finanziell an Sanierung und Umgestaltung
von Gehwegen und Parkplätzen beteiligen soll, mit neun gegen eine Stimme
abgelehnt worden. Zudem sollte die Stadt auf Wunsch der LIZ.Linke der
vollständigen Kanalisierung des Stadtbachs widersprechen.
Endgültig entscheidet nun die Stadtverordnetenversammlung am
Donnerstag (8.) über die Einwendungen der Stadt in dem Verfahren.
Wie Hessen Mobil auf ECHO-Anfrage mitteilte, wurde eine zweite
Offenlegung der Pläne aufgrund von Planänderungen erforderlich. Nach
ausführlichen Baugrundgutachten habe die Planung der Stadtbachverdolung
angepasst werden müssen. Nach der Offenlage in Juni und Juli würden nun
als nächstes die eingegangenen Einwendungen bearbeitet. Über die Dauer
des Planfeststellungsverfahrens könne keine genaue Aussage gemacht
werden. Wie Sprecher Jochen Vogel erläuterte, entscheidet das
Regierungspräsidium Darmstadt darüber, ob ein Erörterungstermin nötig
werde. Den Planfeststellungsbeschluss erlasse dann das Ministerium.
Hessen Mobil: Keine Aussage zu Baubeginn
Erst wenn Baurecht vorliegt, könne das Projekt in das Bauprogramm
aufgenommen werden. Über einen möglichen Baubeginn könne daher bisher
keine Aussage getroffen werden. In einer Magistratsvorlage ist von
frühestens 2019 die Rede.
Der Stadtbach werde auf einer Länge von 1000 Metern in einem
Verdolungssystem unter der Bundesstraße 460 geführt, erläutert Hessen
Mobil weiter. Umfangreiche Untersuchungen des Verdolungssystems hätten
ergeben, dass sich der Zustand der Bauwerke „in statischer Hinsicht als
äußerst bedenklich darstellt und somit eine grundhafte Erneuerung
unumgänglich ist“.
Bei der Sanierung sei auch eine Neuaufteilung des
Straßenquerschnittes der Siegfriedstraße geplant, um einen
„gestalterisch ansprechenden Straßenraum“ zu schaffen, der „auch den
technischen Anforderungen und Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer
genügt“. Durch eine stärkere Trennung der einzelnen Verkehrsteilnehmer
durch die Bereitstellung separater Verkehrsflächen für Kraftfahrzeuge,
Radfahrer und Fußgänger solle die Sicherheit speziell der
nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer erhöht werden, schreibt Hessen
Mobil weiter.
Für die Umsetzung des Projekts setzt Hessen Mobil eine Bauzeit von
etwa drei Jahren an. Derzeit sei geplant, die Verkehrsführung während
der Bauzeit über halbseitige Sperrung mit Baustellenampel zu regeln.
Auf Anregung von Gabriele Kurz-Ensinger (SPD) soll Bürgermeister
Rainer Burelbach (CDU) hier noch einmal nachfassen. Nach Auffassung der
Stadt würden sich die Bauzeit und damit auch die Baukosten bei einer
möglichen Vollsperrung enorm reduzieren. Natürlich müsse eine Regelung
für Anwohner und Rettungsdienste gefunden werden.
Die erste Reaktion bei Hessen Mobil, ob es möglich ist, diese
wichtige Durchgangsstraße zu sperren, klang auf ECHO-Anfrage jedoch sehr
skeptisch.
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Starkenburger Echo
26. September 2015
jr
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Neuer Blitzer für das Erbacher Tal
BAUAUSSCHUSS Bürgermeister Burelbach berichtet aus dem Magistrat
HEPPENHEIM. ...
Fahrer, die sich ab der kommenden Woche auf den Weg zur Juhöhe
machen oder von hier in Richtung Heppenheim rollen, müssen
vorsichtiger sein, wenn sie nicht zur Kasse gebeten, werden wollen: Wie
Bürgermsier Rainer Burelbach in seinem Magistratsbericht am
Dienstagabend im Bauausschuss (BUS) mitteilte, wird in den
nächsten Tagen eine stationäre Radaranlage installiert.
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Starkenburger Echo
26. September 2015
jr
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Der nächste Schritt hin zur Sanierung
SIEGFRIEDSTRASSE Bauausschuss billigt Entwurf für Planfeststellung
HEPPENHEIM. Im Planfeststellungsverfahren zur Sanierung der Siegfriedstraße (B 460)
in Heppenheim hat der Bauausschuss einem Entwurf der Verwaltung mit
großer Mehrheit zugestimmt.
Auch wenn Ulrike Janßen (LIZ.Linke) im Bau-, Umwelt- und
Stadtentwicklungsausschuss von einer "rechtsfehlerhaften Planung"
sprach, die Interessen der Anwohner, aber auch die von Radfahrern oder
Fußgängern ignoriert und "das letzte Grün verschwinden" sah, haben die
anderen Mitglieder einen Entwurf des Magistrats zum
Planfeststellungsverfahren zur Sanierung der B 460 zugestimmt.
Zuvor hatten sie einen Antrag
der SPD vor allem durch Enthaltung gebilligt (drei Ja-Stimmen der SPD,
sechs Enthaltungen, zweimal Nein), der vor Ein- und Ausfahrten eine
durchgehende Pflasterung ohne Aufpflasterungen, aber mit farblichen
Markierungen vorsieht. Jean-Bernd Neumann (SPD) nannte diese
Herangehensweise sinnvoller, auch weil hierdurch Geld gespart werden
könnte. Jürgen Semmler (CDU) sah diesen Vorteil nicht unbedingt, hatte
aber auch keine grundlegenden Einwände gegen den Wunsch der SPD.
Die seit Jahren geplante
Erneuerung der viel befahrenen und entsprechend geschädigten
Hauptverkehrsachse in und aus dem Odenwald hat sich immer wieder
verzögert. In der Vorlage des Magistrats ist nun auch davon die Rede,
dass mit der Sanierung "frühestens im Jahr 2019" begonnen werden kann.
Erschwert wird das Ganze dadurch, dass auch die Verdolung des
Stadtbaches dringend sanierungsbedürftig ist und zeitgleich erfolgen
soll.
Burelbach: Viele verschiedene Interessen
Bürgermeister Rainer Burelbach
sprach im Ausschuss von einer Fülle unterschiedlichster Interessen, die
hier unter einen Hut gebracht werden müssen - wie die von Kraftfahrern,
Radlern, Fußgängern, Anliegern und Geschäftsleuten. Die Verwaltung sei
jedoch bemüht, so Burelbach, Kompromisse im Sinne aller Betroffenen zu
finden. So werde es zwar weniger Stellplätze (und
Parkraumbewirtschaftung), dafür aber auch eine ganze Reihe von
Verbesserungen beispielsweise für Fußgänger oder Radfahrer geben. Und
die weitere Bemühung, Tempo 30 für die Siegfriedstraße durchzusetzen. |
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Starkenburger Echo
25. September 2015
jr
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Erstmal soll Tempo 30 rein
LÄRMAKTIONSPLAN Stadt erhebt Widerspruch gegen Entwurf des Regierungspräsidiums für Heppenheim

Ein Kreisverkehr würde aus Sicht der
Stadt die Lärm- und Abgasbelastungen an der Kreuzung
B460/Weiherhausstraße in Heppenheim reduzieren. Deshalb soll
diese Forderung ebenso wie die nach einer Ortsumfahrung und Tempo 30
Bestandteil des neuen Lärmaktionsplans werden. FOTO: KARL-HEINZ KÖPPNER
HEPPENHEIM. Die Stadt erhebt Widerspruch gegen den Entwurf des Lärmaktionsplans,
den das Regierungspräsidium Darmstadt vorgelegt hat. Einer der Gründe
ist die Forderung, Tempo 30 auf der innerstädtischen Strecke der B 460
wenigstens in den Nachtstunden einzuführen.
Bis zum 27. September hätte die Stadt eigentlich ihre Stellungnahme
zum Lärmaktionsplan für den Regierungsbezirk Darmstadt vorlegen müssen,
auf Antrag aber einen Aufschub bis zum 16. Oktober erhalten. Die Lage
ist komplex in Heppenheim, weil sich hier zwei extrem frequentierte
Bundesstraßen kreuzen: die B 3 und die B 460. Und weil beide Straßen
durch Wohnbereiche führen, in denen die Anwohner seit Jahr und Tag unter
Lärm und Abgasen zu leiden haben. Weshalb seit Jahren für Tempo 30
wenigstens in den Nachtstunden gekämpft und die Forderung nach einer
Ortsumfahrung erhoben wird.
Beides aber lässt auf sich warten, auch wenn die Ortsumfahrung
inzwischen in der Vorschlagsliste des Landesregierung für den
Bundesverkehrswegeplan enthalten ist, und deshalb ist es durchaus von
Bedeutung, ob diese Forderungen im Lärmaktionsplan enthalten sind. Denn
der dient auch dazu, Konfliktgebiete zu ermitteln und Prioritäten für
den vordringlichen Handlungsbedarf festzusetzen, wie es im
Beschlussvorschlag des Magistrats heißt, der am Dienstagabend im Bau-,
Umwelt- und Stadtentwickungsausschuss diskutiert und bei einer
Gegenstimme der Grünen-Stadtverordneten Christina Graubner-Reinhardt
gebilligt wurde. Für die Grünen bedeutet die Forderung nach einer
Ortsumfahrung, dass Lärm und Abgase nur verlagert würden.
Ortsumfahrung soll Bestandteil werden
Im Widerspruch der Stadt ist deshalb die Forderung an den RP
enthalten, sich im Rahmen der Lärmaktionsplanung für die Ortsumfahrung
der B 3 einzusetzen. Außerdem soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung für
den innerörtlichen Abschnitt der B 460 (Lorscher
Straße/Lehrstraße/Siegfriedstraße) in den Plan aufgenommen werden, da
die Menschen hier nicht nur unter Lärm und Abgasen, sondern auch unter
den durch Schwerlastverkehr verursachten Erschütterungen zu leiden
haben. Langfristig, auch das soll im Plan vermerkt werden, will man in
der Kreisstadt aber auch für diese Straße eine Ortsumfahrung. Weitere
Lärmreduzierungen verspricht man sich im Rathaus von Kreisverkehren: Die
sollen an der Kreuzung B 3/Erbacher Tal und Metzendorfstraße sowie an
der Kreuzung B 460/Weiherhausstraße und Uhlandstraße entstehen und
deshalb ebenfalls in den Aktionsplan aufgenommen werden.
Nicht einverstanden ist man in der Verwaltung auch mit der Art der
Ermittlung der Verkehrs- und Lärmbelastung. So wird moniert, dass „im
Gegensatz zur B 38 die Zählstellendichte auf der B 3 deutlich geringer
ausfällt.“ Dies sei „im Hinblick auf eine mögliche Herabstufung der
Bundesstraße äußerst kritisch anzusehen. Erst wenn eine Ortsumfahrung B 3
verwirklicht wird, wäre eine Abstufung der Bundesstraße im
überregionalen Straßennetz sinnvoll.“
Im Ausschuss wurde deutlich, dass die Stadtverordneten, abgesehen von
den Grünen, hinter den Forderungen der Verwaltung stehen. Auseinander
gehen die Meinungen bei den Möglichkeiten, zügig Tempo 30 für die B 460
zu verwirklichen. Hier sah Jean-Bernd Neumann (SPD) den Landrat in der
Pflicht. Der, so Neumann, unterstützt von Ulrike Janßen (LIZ.Linke),
habe durchaus die Handhabe, innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen
auf einer Bundesstraße durchzusetzen. Und dies nicht nur, um Gefahren
abzuwehren, sondern auch dann, wenn „nur“ Lärm und Abgase Anwohner
gefährdeten.
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Starkenburger Echo
12. Februar 2015
schu
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Schutz für Fußgänger und Radfahrer
VERKEHR Zebrastreifen an der Schneidmühle, Radweg von Fischweiher nach Kirschhausen
HEPPENHEIM. Im Verlauf der Siegfriedstraße könnten zwei Gefahrenpunkte für Radfahrer
und Fußgänger demnächst entschärft werden. Entsprechende Anträge hat
der Haupt-, Finanz und Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstag
angenommen.
Bei
der Siegfriedstraße handelt es sich um eine der meist befahrenen
Straßen Heppenheims, die vor allem von Ost-West-Pendlern genutzt wird -
pro Tag bedeutet dies mehrere Tausend Fahrzeuge, darunter Schwerverkehr.
Einem – einstimmig angenommenen – Antrag der Fraktion
LIZ.Linke zufolge soll der Magistrat in Abstimmung mit der
Verkehrsbehörde Hessen Mobil prüfen, ob in Höhe der Straße
„Schneidmühle“ ein Zebrastreifen eingerichtet werden kann.
Die „Schneidmühle" mündet in eine Kurve der Siegfriedstraße und ist „insbesonderer
für Kinder schlecht einsehbar", heißt es in dem Antrag. Die
Einschätzung, wie schnell ein Fahrzeug unterwegs ist, sei schwer
möglich.
Um nahe gelegene Haltestellen des ÖPNV gefahrlos zu
erreichen und ein nachbarschaftliches Miteinander zu gewährleisten, sei
ein Füßgängerweg unerlässlich; zumal sich gerade dort viele junge
Familien ansiedeln.
Ein weiterer
Antrag der Fraktion Liz.Linke verlangt zu prüfen, ob die Errichtung von
Geh- und Radwegen zwischen Fischweiher und Kirschhausen notwendig ist.
Aufgrund
der dichten Wohnbebauung gebe es viele Fußgänger entlang der
Siegfriedstraße, die durch Wanderer und Touristen weiter erhöht werde. „Eine
getrennte Führung von Radfahrern und Fußgängern ist daher notwendig",
heißt es weiter. Da der Platz auf der Straße begrenzt sei, könnte auf
einem Mittelstreifen verzichtet werden und gegebenenfalls Tempo 30
angeordnet werden. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. |
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Bergsträßer Anzeiger
6. Februar 2015
mam
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MAGISTRAT SOLL PRÜFEN:
Überweg und Radweg an der B 460
HEPPENHEIM. Der Bauausschuss hat am Dienstag zwei Aufträge, die die Bundesstraße 460
betreffen, an den Magistrat gestellt. Der Magistrat soll in Abstimmung
mit Hessen Mobil prüfen, ob auf der Siegfriedstraße in Höhe der Straße
"An der Schneidmühle" ein Zebrastreifen oder eine Ampel möglich ist. Zur
Begründung führte Ulrike Janßen (LIZ.Linke) die besonders für Kinder
schlechte Übersichtlichkeit der vielbefahrenen Siegfriedstraße in dieser
Kurve an.
Ebenfalls geprüft werden soll,
ob entlang der B 460 östlich der Stadtbach-Verdolung über Fischweiher
bis Kirschhausen ein Fahrrad- und Fußweg angelegt werden kann. Als
Begründung wird die hohe Verkehrsfrequenz mit 16 500 Fahrzeugen täglich
angeführt.
Jürgen Semmler (CDU)
formulierte beide Anträge der LIZ.Linke in Hessen-Mobil-Deutsch um, dem
dann - bei einer Enthaltung beim Thema Radweg - alle Ausschussmitglieder
zustimmten. |
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Unsere Pressemitteilung vom
9. Oktober 2014
An Redaktion übersendet, jedoch nicht veröffentlicht.
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Neuer Fußgängerüberweg über Ludwigstraße (B3)
Die neue Fußgängerampel über die Ludwigstrasse (B3) in Höhe von
Karl-Marx-Straße/Werlestraße, die auf einen Antrag der LIZ.LINKE-Fraktion vom
17.9.2011 zurückgeht, ist inzwischen in Betrieb genommen. Sie stellt einen
weiteren sicheren Übergang über die viel befahrene B3 für Anwohner,
Innenstadtbesucher und Nutzer öffentlicher Einrichtungen wie Haus der Kirche,
Stadtbücherei, Schwimmbad und Bahnhof dar. Der Überweg bietet sich auch für
Nutzer des Heppenheimer Radwegenetzes an, da von der Stadt empfohlene
Radtouren diese Kreuzung queren. Es bleibt zu hoffen, daß die Ampelschaltung auf
Dauer so eingerichtet bleibt, daß das derzeit schnelle Fußgängergrün weiterhin
gewährt wird. Zu hoffen bleibt auch, daß auf Dauer eine Entlastung der
Innenstadt vom Durchgangsverkehr erfolgt, so daß solche Hilfsmaßnahmen
entbehrlich sind.
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Unsere Pressemitteilung vom
6. September 2014
An Redaktion übersendet, jedoch nicht veröffentlicht.
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Zum Pressebericht des Starkenburger Echo vom 6.9.2014 "Brücke über die A5 wird
neu gebaut."
Nicht nur die Autobahnanschlußstelle, die Brücke über die
A5, sondern auch die mitten durch Heppenheims Zentrum führende Bundesstraße 460
wurde in den 1960er Jahren auf den damals vorausgesagten Steigerungen des
Verkehrs bemessen. Und auch für diese Straße (B460) gilt, daß die heutigen
Belastungen damals nicht berücksichtigt wurden. Trotzdem geht die Erweiterung
von Logistikfirmen und deren Neuansiedlung unter Bürgermeister Burelbach und
Koalitionsmehrheit munter weiter. Während dessen schlummert der Entwurf des
Verkehrsentwicklungsplans in Bgm. Burelbachs Schreibtischschublade weiter. Zu
leiden unter den Verkehrsimmissionen aus Feinstaub, Abgasen und Lärm haben die
Straßenanwohner und die Innenstadt, das Zentrum Heppenheims.
Ein Engagement,
das Ortsumgehungen und den zweiten Autobahnanschluß an der im Bau befindlichen
Autobahnbrücke voranbringt, ist unter Bgm. Burelbach nicht wirklich sichtbar.
Dies, obwohl dieser zweite Autobahnanschluß L3398/A5 nun notwendiger wird denn
je, da er auch als Ersatz während der Brückenneuerstellung B460/A5 herangezogen
werden könnte. Dann wären ortsansässige Firmen von Umwegen verschont und die
Umleitungsstreckenanwohner und die Innenstadt vor zusätzlichen Lärm und Abgas.
Es bleibt abzuwarten, ob die politische Mehrheit Heppenheims durch den nun
veröffentlichten Brückenzustand in Sachen zweiter Autobahnanschlußstelle
verstärkt tätig wird und sich auch für Ortsumgehungen besser einsetzt. |
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Bergsträßer Anzeiger
5. April 2014
mam
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Autobahn:
Mehrheit
plädiert aus Kostengründen für eine zweite
Zufahrt an
der Bürgermeister-Metzendorf-Straße
Für
A5-Anschluss an Landesstraße 3398
HEPPENHEIM.
Die
Stadtverordneten wollen einen zweiten Autobahnanschluss im
Süden,
der die Innenstadt entlasten soll. Keine Einmütigkeit gab es
über die beste Variante. Am Ende stimmten 21 Stadtverordnete
von
CDU, FWHPINI und FDP sowie LIZ.Linke für einen Anschluss in
Höhe der Landesstraße 3398 nach Hüttenfeld,
mit einer
Anknüpfung an die Kreisverbindungsstraße K 4229 bei
Laudenbach. Dies ist nun die Vorzugsvariante, die die Stadt weiter
verfolgt. Die 16 Vertreter von SPD und GLH stimmten dagegen. Die
Befürworter erhoffen sich von dieser Variante (Planfall 6) die
besten Chancen für eine Realisierung, weil sie das beste
Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweise, wie Jürgen Semmler
(CDU)
betonte. Für den Autobahnanschluss an der L 3398
könne
nämlich die Brücke über die A 5 genutzt
werden, die
dieses Jahr für 2,2 Millionen Euro neu gebaut wird.
Von der L 3398 (Bürgermeister-Metzendorf-Straße)
soll eine
Trasse zwischen Segelflugplatz und Kreiskrankenhaus/Vitos in Richtung
Süden führen und in der Nähe der
Landesgrenze eine
Verknüpfung an die Kreisverbindungsstraße (K 4229)
von
Weinheim bis Laudenbach im Rhein-Neckar-Kreis schaffen. Damit
würden signifikante überregionale
Verkehrsverlagerungen
erreicht, mit denen die Innenstadt von Heppenheim und die bestehenden
Anschlussstellen in Heppenheim und Hemsbach stark entlastet
würden, heißt es in der Vorlage. Die Variante sei
auch
ökologisch vertretbar und verbrauche relativ geringe
Flächen,
sagte Semmler.
Die Berechnungen der Ingenieurgesellschaft Habermehl und Follmann gehen
von einem Anstieg der Verkehrsbelastung in Heppenheim von derzeit 21
700 Fahrzeugen am Tag auf 27 700 Fahrzeuge im Jahr 2025 aus. Mit dem
zweiten Autobahnanschluss an der L 3398 würde die B 460
(Lorscher
Straße) um 5050 Fahrzeuge am Tag, die B 3 um 4600 Fahrzeuge
täglich entlastet.
Die SPD sprach sich dagegen für die teurere Variante (Variante
3a)
eines Autobahnanschlusses in Höhe der Landesgrenze zu
Baden-Württemberg aus, von der sie eine noch stärkere
Entlastung erwartet. Jean Bernd Neumann (SPD) hatte zu Beginn
vergeblich versucht, den Punkt von der Tagesordnung absetzen zu lassen,
weil noch viele Dinge zu klären seien. Noch fehlten etwa
offizielle Stellungnahmen von Kreiskrankenhaus und Vitos-Klinik.
Die
Innenstadt soll durch den zweiten Anschluss vom
Verkehr entlastet
werden
Für die GLH machte Peter Müller deutlich, dass seine
Fraktion
am liebsten gar keinen zusätzlichen Autobahnanschluss
hätte.
Keiner derAnwesenden werde den Tag erleben, dass der Anschluss
eröffnet werde, orakelte Müller. Neumann erinnerte an
kontroverse Diskussionen in der Vergangenheit, als es um eine B 3 West
gegangen sei, die von Hemsbach bis Bensheim parallel zur A 5
führen sollte und dabei Tongruben und Erlache durchschnitten
hätte. Jetzt komme diese Trasse zurück. Der Knoten an
der
Bürgermeister-Metzendorf-Straße werde mit 6000 bis
7000
Fahrzeugen zusätzlich pro Tag belastet. Bei den Kosten
müssten auch die nötigen
Lärmschutzwände für
die Kliniken mitberücksichtigt werden. Um die Chancen auf
Realisierung zu steigern, müssten möglichst viele mit
ins
Boot genommen werden, forderte Neumann: „Wir müssen
mit
Laudenbach auch formal gemeinsame Beschlüsse
fassen.“ Auch
die Metropolregion solle diesen mittragen.
Ulrike Janßen (LIZ.Linke) verwies darauf, dass Laudenbach
sich
bereits für einen Anschluss an der L 3398 ausgesprochen habe
und
jetzt auf Heppenheim warte. Es sei genug Zeit für Beratungen
gewesen. Jahrelang sei nichts für Anwohnerschutz und
Verkehrsentlastung getan worden.
Burelbach mahnt,
nicht zu warten
„Das Zeitfenster ist nicht ewig offen“, mahnte
Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU). Eine Chance auf
Verwirklichung sehe er nur, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis
stimme. Finanz-Staatssekretär Michael Meister (CDU) habe
zugesagt,
das Vorhaben zu unterstützen. Es habe bereits
Gespräche mit
dem Laudenbacher Bürgermeister und dem Landrat des
Rhein-Neckar-Kreises gegeben. Burelbach appellierte an die
Stadtverordneten, jetzt „in die Pötte“ zu
kommen und
später über den exakten Trassenverlauf zu
beschließen.
Eine neue Autobahnunterführung für die andere
Variante sei so
teuer, dass sie vermutlich das Aus bedeute. |
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Bergsträßer Anzeiger
5. April 2014
red
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Tempoüberwachung
Seit
Mitte März wird
fleißig geblitzt
HEPPENHEIM.
Wie Bürgermeister Burelbach
im Stadtparlament mitteilte, sind die stationären Anlagen zur
Geschwindigkeitsüberwachung seit Mitte März in
Betrieb. Die
modernen „Starenkästen“ stehen in
Wald-Erlenbach (B
460, Höhe Friedhofsstraße in beiden Fahrtrichtungen)
und in
Kirschhausen (B 460, Höhe Waldstraße in
Fahrtrichtung
Heppenheim und in Höhe Kirchstraße in beiden
Richtungen).
Auch die neue mobile Geschwindigkeitsmessanlage ist seit Anfang Februar
in Betrieb und „blitzt fleißig“
(Burelbach). |
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Starkenburger Echo
20. März 2014
mam
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Zweite Autobahnzufahrt entlastet Innenstadt
VERKEHR Bauausschuss stimmt mehrheitlich für einen Anschluss
Heppenheim-Süd bei der Landesstraße 3398 – Lückenschluss zur
Kreisverbindungsstraße
HEPPENHEIM. Der Bauausschuss hat sich am Dienstag für eine Trassenvariante für den
Autobahnanschluss Heppenheim-Süd entschieden. Der Anschluss soll in Höhe
der L 3398 (Bürgermeister-Metzendorf-Straße) sein und die bestehende
Brücke über die A 5 nutzen. Über eine Straße zwischen
Kreiskrankenhaus/Vitos und dem Segelflugplatz soll die L 3398 mit der
Kreisverbindungsstraße (K 4229) bei Laudenbach verbunden werden.
Die Brücke über die Autobahn 5 im Verlauf der L 3398 zwischen Heppenheim
und Hüttenfeld wird im Juli wegen Schäden abgerissen und neu gebaut. An
dieser Stelle wünscht sich die Stadt einen Autobahnanschluss
Heppenheim-Süd, der die neue Brücke nutzen könnte. Foto: Karl-Heinz
Köppner

Für den Entwurf stimmten sieben Vertreter
von Koalition und LIZ.Linke, dagegen GLH-Vertreterin Christina Graubner.
Die drei SPD-Vertreter konnten sich noch nicht mit dieser Variante
anfreunden und enthielten sich, um bis zur Stadtverordnetenversammlung
darüber in der Fraktion zu beraten. Das Thema wird voraussichtlich am 3.
April (Donnerstag) in der Stadtverordnetenversammlung beraten. Ziel ist
es, eine Vorzugsvariante eines möglichen Autobahnanschlusses-Süd zu
erarbeiten, um diese dann beim Bund zu beantragen. Ob die Stadt dann
wirklich einen zweiten Autobahnzugang bekommt, wird beim Bund
entschieden.
Der Abstimmung vorausgegangen war eine längere
Diskussion. Edwin Mayer von der Ingenieurgesellschaft Habermehl und
Follmann erläuterte Details zu einer Verkehrsuntersuchung, die bereits
im November im Ausschuss vorgestellt worden war. Der nun vorgestellte,
sogenannte Planfall 6 kombiniere zwei andere Varianten und ist aus Sicht
des Büros die Variante mit der größten Verkehrsentlastung für die
Heppenheimer Innenstadt und dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mit dem
Anschluss in Verbindung mit dem Lückenschluss zur
Kreisverbindungsstraße (K 4229) in Baden-Württemberg „werden
signifikante überregionale Verkehrsverlagerungen erreicht, mit denen die
Innenstadt von Heppenheim und die bestehenden Anschlussstellen in
Heppenheim sowie in Hemsbach stark entlastet werden“.
5050 Fahrzeuge weniger auf der Lorscher Straße
Die Verkehrsuntersuchung prognostiziert für diese Variante des
Autobahnanschlusses eine Entlastung um 5050 Fahrzeuge pro Tag für die
B 460/Lorscher Straße und 4600 Fahrzeuge pro Tag weniger für die B 3
(Ludwigstraße). Die B 3 in Laudenbach würde um 1700 Fahrzeuge pro Tag
entlastet; die Bürgermeister-Metzendorf-Straße zwischen B 3 und
Tiergartenstraße um 3650 bis 4870 Fahrzeuge pro Tag. Entlastet würden
auch Bürgermeister-Kunz-Straße im Norden und die nördliche
Tiergartenstraße.
Der Ausschussvorsitzende Jean Bernd Neumann (SPD) verlas
ein Schreiben des Aeroclubs Bergstraße, der darum bat, die mögliche
Verbindungsstraße nach Laudenbach zwischen den Kliniken und dem
Segelflugplatz möglichst weit weg vom Segelflugplatz zu planen. Nur die
östliche Landebahn des Segelflugplatzes habe den erforderlichen
Mindestabstand von 300 Metern zur Autobahn 5, um dort Segelflugzeuge mit
der Seilwinde starten zu dürfen. Das Regierungspräsidium Darmstadt habe
aber zugesagt, dass der seitliche Abstand der Landebahn zur geplanten
Straße nach Laudenbach nicht so groß sein müsse wie zu einer Autobahn.
Sonja Guttmann und Christine Bender (beide SPD) sahen noch
erheblichen Diskussionsbedarf und forderten eine Gegenüberstellung
dieser Variante mit Kosten und Nutzen eines Autobahnanschlusses in Höhe
der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Beide äußerten auch Bedenken, ob
bei einer Straße an den Kliniken der nötige Schallschutz mit maximal 49
Dezibel nachts zu erreichen ist. Man dürfe nicht nur die Kosten für eine
zusätzlich nötige Brücke an der Landesgrenze sehen, sondern auch die
Kosten für den nötigen Lärmschutz bei der anderen Variante, forderte
Guttmann.
Laut Jürgen Semmler (CDU), bei Hessen Mobil für Planung
und Bau des Riederwaldtunnels bei Frankfurt zuständig, ist der
Schallschutz „mit einer normalen Lärmschutzwand in den Griff zu
kriegen“. Er gab zu bedenken, dass ein Autobahnschluss an der
Landesgrenze das Flugfeld für den Segelflugplatz verkürzt. Das
bestätigte Maximilian Rüllmann, Vorsitzender des Aeroclubs, auf Fragen
der Stadtverordneten. In diesem Fall müsse der Anschluss möglichst weit
südlich der Landesgrenze liegen, um den Flugbetrieb nicht zu
beeinträchtigen.
Die Anbindung an der L 3398 sei die bestmöglichste Lösung
für Heppenheim und Laudenbach und „der günstigste Fall für den Bund mit
den niedrigsten Investitionskosten“, betonte Semmler. Er rief dazu auf,
die Region miteinzubeziehen und einen breiten politischen Konsens zu
erwirken. Dazu gehöre auch ein möglichst einmütiges Votum in den
Gremien.
Der Anschluss an der L 3398 sei nicht nur die finanziell
günstigste Variante, sondern auch bezüglich der Umwelt, sagte Ulrike
Janßen (LIZ.Linke). Zudem seien die Ärzte des Kreiskrankenhauses sehr an
einer guten Anbindung interessiert. Über die überlastete
Tiergartenstraße sei es kaum noch möglich, die Zehn-Minuten-Hilfsfrist
einzuhalten.
Über die Autobahn sei der Wirkungskreis des
Kreiskrankenhauses größer, sagte Bürgermeister Rainer Burelbach (SPD).
Stiegen die Kosten, sinke das Projekt im Ranking des Bundes. Derzeit
stünden die Chancen bei 50 Prozent, „dass es überhaupt durchkommt“.
HINTERGRUND Brücke an L3398 wird neu gebaut
Die Brücke über die A5, die als Teil der L3398 von Heppenheim
nach Hüttenfeld führt, wird dieses Jahr abgerissen und neu
gebaut. Sie war schon seit Jahren wegen Schäden nicht mehr mit
schweren Lastwagen und nur mit Tempo 60 befahrbar.
Die Bauarbeiten beginnen im Juli und dauern 11 Monate bis Anfang Juni
2015, wie Stadtrat Hubert Vettel (FDP) am Dienstag bekannt gab. Auf der
Nordseite der Brücke verläuft künftig ein Radweg. Die
Umleitung erfolgt über Lorsch. Wie Jochen Vogel, Sprecher von
Hessen Mobil, auch Echo-Anfrage erläuterte, wäre die Breite
dieser neuen Bücke ausreichend, um die Autobahn
anzuschließen. "Die Brücke könnte so bleiben", so Vogel.
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Bergsträßer Anzeiger
13. März 2014
schu
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Verkehr
Bald sind die Blitzer „scharf“
HEPPENHEIM.
Fünf fest installierte Blitzer sind in den vergangenen Wochen in
Heppenheimer Ortsteilen aufgestellt worden. Wie aus dem Rathaus zu
erfahren war, stehen zwei der Geräte in Wald-Erlenbach in
Höhe des Dorfgemeinschaftshauses, weitere zwei in Kirschhausen an
der Sparkasse. Diese Blitzer stehen sich jeweils gegenüber, um
beide Fahrtrichtungen abzudecken. Der fünfte Blitzer befindet sich
am Ortseingang von Kirschhausen nach der Tankstelle. Die Blitzer sind
jedoch noch nicht „scharf“.
Laut Erstem Stadtrat Christoph Zahn (CDU) ist der Innenausbau noch
nicht fertig. „Sobald die Geräte geeicht sind, werden sie in
Betrieb genommen“, sagte er am Dienstag im Sozialausschuss.
Kosten entstehen der Stadt nicht, die Geräte wurden von einem
Unternehmen aufgestellt und werden von diesem auch gewartet. Die
stationären Überwachungsanlagen sollen Autofahrer
disziplinieren. Auf der Bundesstraße 460 als
Durchgangsstraße fahren viele Autofahrer oft zu schnell. |
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Bergsträßer Anzeiger
1. März 2014
zg
leicht gekürzte Wiedergabe der Pressemitteilung der IG LIZ
im
Starkenburger Echo "Initiative sieht keinen Bedarf für Beratung"
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Radwege:
Initiative „Leben im Zentrum“ kritisiert Vorgehensweise von Bürgermeister und Koalition
„Probleme werden verschärft“
HEPPENHEIM. Zur Diskussion um die
Radwege-Situation in Heppenheim hat sich die Initiative "Leben im
Zentrum" (LIZ) zu Wort gemeldet.
Zu dem an der Koalition
gescheiterten SPD-Antrag zur Verbesserung der Radewegesituation gebe
Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) an, kein Radverkehrskonzept zu
benötigen, da Verbesserungen ohnehin von der Verwaltung betrieben
würden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Semmler verweise hingegen
auf den angeblich in Arbeit befindlichen Verkehrsentwicklungsplan.
Festzustellen bleibe, so die
LIZ, "dass trotz Tatsachenschaffung über Vermarktung neuer Gewerbe- und
Wohngebiete und trotz mehrfacher Nachfrage von Ulrike Janßen
(LIZ.Linke-Fraktion) immer noch kein Verkehrsentwicklungsplan in der
Stadtverordnetenversammlung oder im Magistrat behandelt wird und große
Lücken im Radwegenetz bestehen".
Im Gegensatz zum ADFC habe die
LIZ Lösungsvorstellungen, unter anderem zu den Problemen von Rad-,
Fußgänger- und Kfz-Verkehr sowie zum Stadtbus. Diese stünden "in
Verbindung mit einer geordneten Stadtentwicklung." Das Problem sei
nicht, dass niemand aus den Reihen der Stadtverordneten in der Lage sei,
"Lösungen zu sehen", sondern dass die Koalitionsmehrheit diese
Lösungen, die auch auf allgemein anerkannten Grundsätzen aufbauten, "aus
ideologischen Gründen ablehnt".
Es bedürfe keiner auswärtigen
Fachberater, so die LIZ weiter, sondern "anderer politischer Mehrheiten,
die für sachgemäße Verwaltungsarbeit sorgen und das örtlich vorhandene
Fachwissen bündeln". Hieraus könnten für Heppenheim spezifische Lösungen
erarbeitet werden. Dies gelinge jedoch nur, wenn man nicht wie
Bürgermeister Burelbach versuche, die verschiedenen Akteure durch
weltfremde Vergleiche, wie aktuell mit dem ADAC, gegeneinander
auszuspielen oder Flickwerk zu betreiben.
Das Ziel der Koalition,
Haushaltskonsolidierung allein durch Steuererhöhungen und Schaffung
neuer Baugebiete zu betreiben, werde Heppenheim noch teuer zu stehen
kommen. Denn die alten Probleme würden hierdurch nur noch weiter
verschärft, insbesondere auch an Heppenheims zentralem Platz zwischen
Postgebäude, Sankt Katharina und Fußgängerzone. Wer, wie die
Koalitionäre, heute immer noch keinen "Handlungsdruck" erkenne,
"ignoriert seine Pflichten als politisch gewählter Vertreter".
Der Magistrat habe aktuell die
Möglichkeit, die auf den Weg gebrachten Umgehungsstraßen mit neuem
Autobahnanschluss voranzutreiben. Hierdurch entstünden
Verkehrsverlagerungen, die städtebauliche Lösungen zum Wohle aller,
insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, erlaubten.
Selbstverständlich, heißt es
abschließend in der LIZ-Pressemitteilung, könne der Magistrat auch
sofort Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt behandeln und zum
Beispiel "richtlinienkonforme Fuß- und Radwege bauen, die in Heppenheim
auch bei Straßenneubauten Seltenheitswert haben, oder auch Strafzettel
für Gehsteig- und Radwegparken verteilen. Letzteres wäre aber allein
Aufgabe des Bürgermeisters". |
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Starkenburger Echo
05. Februar 2014
e
leicht gekürzte Wiedergabe der Pressemitteilung der IG LIZ
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Stadtentwicklung – Initiative „Leben im Zentrum“ fordert Burelbach zum Handeln auf
„Inzwischen über zwei Jahre Zeit gehabt“
Zum Bericht über eine Veranstaltung der
Wirtschaftsvereinigung Heppenheim mit dem Magistrat und Bürgermeister
Rainer Burelbach (CDU) am 31. Januar erreichte uns eine Stellungnahme
der Interessengemeinschaft „Leben im Zentrum“, LIZ.
HEPPENHEIM. Im Mai 2010 bereits hätte die LIZ in
einem offenen Brief auf die umfangreichen Mängel des Stadtumbaus und
die daraus folgenden Belastungen für Heppenheim hingewiesen und alle
Verantwortlichen „erfolglos aufgefordert, eine innenstadtfördernde und
wirtschaftliche Planung zu erarbeiten.“
Über zwei Jahre, so die LIZ, habe Bürgermeister Burelbach
inzwischen Zeit gehabt, die Möglichkeiten des Stadtumbauprogrammes zu
nutzen und die Fehlentwicklungen in geordnete Bahnen zu lenken.
Stattdessen habe er „zur Finanzierung dieser Fehlplanungen starke
Steuererhöhungen durchgesetzt.“ Und auf dem Graben stehe nun wieder das
Auto im Vordergrund, heißt es weiter, anstatt des angedachten
Stadtparks.
Am Stadtumbauprogramm lasse er „kein gutes Haar und
schiebt vor der Wirtschaftsvereinigung der Nassauischen Heimstätte die
Schuld für den Grabenumbau und die unbefriedigenden Ergebnisse des
Förderprogrammes zu.“ Burelbach ignoriere „seine Bauherrenaufgaben und
Verantwortung und spielt die verschiedenen Akteure gegeneinander aus.“
Vor gleicher Versammlung behaupte Burelbach, dass eine
Ost-West-Umgehung und die Entwirrung des Postknotens „kaum realisierbar“
seien und dass das von Altbürgermeister Metzendorf entworfene
Straßennetz „noch heute eine vernünftige Grundlage bilde.“ Burelbach
rede hier „60 Jahre alten Planungen mit vierspurigen Durchgangsstraßen
und einem autobahnähnlichen Kreuzungsbauwerk in der Stadtmitte unter
weitgehendem Abriss der Altstadt das Wort.“
Burelbach heißt es weiter, ignoriere damit nicht nur die
Stadtverordnetenbeschlüsse zu Ortsumfahrungen und Verzicht auf die
Durchbruchslösung am Postknoten, sondern auch die Anmeldung eines
Tunnels zum Bundesverkehrswegeplan durch die Landesregierung in 2013.
„Er hätte sich längst engagieren müssen für die
verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, auch am zentralen Platz vor der
Fußgängerzone und dem neu gebauten Altenheim. Ebenso hätte er den sich
bewegenden Immobilienmarkt am Parkhof für städtebaulich sinnvolle
Maßnahmen nutzen können, was er versäumte.“
Bei der Anschlussstelle-Süd ignoriere er nicht nur die
Handlungsempfehlungen seines Parteikollegen Michael Meister, sondern
unterlasse auch „zielführende Gespräche und die zeitnahe Erarbeitung
einer Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung.“
Bei allen neuen Baugebieten, heißt es abschließend,
interessiere ihn „die städtebauliche Einbindung und die Schaffung
notwendiger Infrastruktur in keiner Weise. Von einer Bauleitplanung im
Bereich der alten Psychiatrie ist bis heute nichts zu sehen. Heppenheim
braucht mehr denn je tragfähige Konzepte und eine Person, die leitet,
statt nur schlecht zu verwalten. |
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Bergsträsser Anziger
14. Juni 2013
mam
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Straßenverkehr: Einstimmiger Beschluss des Bauausschusses
Stadt will Radarfallen installieren
HEPPENHEIM. So
viel Einmütigkeit ist selten in den Heppenheimer Gremien:
Einstimmig befürwortete der Bauausschuss am Dienstag, dass der
Magistrat Pläne zur Installation „stationärer
Geschwindigkeitsmessanlagen“ (Radarfallen) weiter verfolgen soll.
Es werde zwar in Heppenheim recht gesittet gefahren, sagte Jürgen
Semmler (CDU). Doch sei es nach Erfahrungen der Nachbarkommunen
erforderlich, an Problempunkten solche Anlagen aufzustellen. Die
Zählungen belegten die unerträgliche Verkehrsbelastung, sagte
Ulrike Janßen (LIZ.Linke). Es würden bis zu 90 Kilometer pro
Stunde gefahren an Stellen, wo nur Tempo 50 erlaubt ist. Gemessen wurde
dieser Wert auf der Lorscher Straße (B 460) in Höhe
Kochstraße. Gefahrenstellen sieht die Stadt auf den
Bundesstraßen 3 und 460. Weiter geprüft werden sollen laut
Vorlage folgende Standorte:
Siegfriedstraße (B 460) in Höhe Friedhofstraße in Wald-Erlenbach;
Siegfriedstraße (B 460) in Höhe Wald-, Brentano- und Kirchstraße in Kirschhausen;
Lorscher Straße (B 460) in Höhe Kochstraße in Heppenheim;
Darmstädter Straße (B 3) in Höhe „Am
Landberg“ in Heppenheim sowie Ludwigstraße (B 3),
Höhe Vitos-Klinik in Heppenheim. |
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Starkenburger Echo
14. Juni 2013
mam
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Pläne für Ortsumgehung vorgestellt
Bauausschuss – Mehrheit stimmt für 5,5 Kilometer lange Variante von Laudenbach bis zur Guldenklinger Höhe
Ein Bündel von Varianten für eine Heppenheimer Ortsumgehung wurde im
Bauausschuss vorgestellt. Die Mehrheit plädierte für Variante C. Die
grobe Skizzierung sieht eine 5,5 Kilometer lange Trasse vom Kreisel bei
Laudenbach bis zur B 460 in der Nähe der Guldenklinger Höhe vor.
HEPPENHEIM. Beim Thema Ortsumgehung für Heppenheim kommen Emotionen ins Spiel.
Insbesondere die Bundesstraße 460, die in Heppenheim mitten durch enge,
historische Bebauung führt, ist stark belastet mit dem Verkehr in den
Odenwald. Den Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 3 und 460 am Postknoten
passieren täglich 28 000 Fahrzeuge. Auf der Siegfriedstraße (B 460) sind
12 100 Fahrzeuge pro Tag unterwegs, auf der Lorscher Straße (B 460)
18 000 Fahrzeuge. Dementsprechend lebhaft waren die Diskussionen im
Bauausschuss. Weil sie ihn ständig unterbrach, entzog der
Ausschussvorsitzende Jean-Bernd Neumann (SPD) schließlich Ulrike Janßen
(LIZ.Linke) das Wort.
Ziel der Stadtverordneten ist es,
eine Ortsumgehung für Heppenheim im Bundesverkehrswegeplan 2015 zu
verankern. Dazu muss die Stadtverordnetenversammlung laut Hessen Mobil
bis Ende Juni eine Umgehungsvariante beschließen, „die aus technischer
und ökologischer Sicht realisierbar ist“. Hessen Mobil teilte weiter
mit, dass für die B 3 keine Umgehung für den Bundesverkehrswegeplan
angemeldet werden könne. Diese sei als Parallelstraße zur Autobahn nicht
mehr für den Fernverkehr relevant, wenn die A 67 ausgebaut sei. Danach
werde die B 3 abgestuft. Der A 67-Ausbau liegt allerdings seit Jahren
wegen der möglichen parallelen ICE-Trasse Mannheim-Frankfurt auf Eis.
Für
eine Umgehung der B 460 legte die Verwaltung drei Varianten vor. Noch
sind diese nur grobe Striche in der Landschaft. Die Ausführungsplanung
in einem Raumordnungsverfahren, dann in einem Linienfindungsverfahren,
solle man den Fachbehörden überlassen, sagte Jürgen Semmler (CDU).
Ausgangspunkt bei Kreisel Laudenbach
Westlicher
Ausgangspunkt aller drei Varianten ist der Kreisel mit Verbindung von
B 3 und K 4229 zwischen Heppenheim und Laudenbach. Damit halte man den
Verkehr, der über die künftige Kreisverbindungsstraße zwischen Weinheim
und Laudenbach nach Norden geleitet wird, komplett aus der Heppenheimer
Innenstadt heraus, schreibt die Stadt. Von diesem Kreisel führt eine 3,0
(Variante A) bis 5,5 Kilometer (Variante C) lange Trasse, die
überwiegend als Tunnel ausgeführt werden soll, diagonal nach Nordosten
zur B 460. Die Varianten A und B führen zwischen Fischweiher und
Kirschhausen auf die B 460; die Variante C soll dort zwischen
Kirschhausen und Wald-Erlenbach herauskommen.
Ulrike
Janßen (LIZ.Linke) legte einen Änderungsantrag mit einer eigenen, sehr
detaillierten Variante eines Maibergtunnels vor. Sie beginnt mit einem
neuen Autobahnanschluss Heppenheim-Süd in Höhe der L 3398 nach
Hüttenfeld, quert die Tiergartenstraße und führt über
Bürgermeister-Metzendorf-Straße (L 3398), Erbacher Tal (L 3120) und
Ortsstraße (K 59) in Erbach in einen 750 Meter langen Maibergtunnel.
Dieser endet dann kurz nach Fischweiher auf der B 460. Parallel zur
L 3120 ist ein weiterer 550 Meter langer Tunnel vorgesehen
sowie ein überdeckelter Trog für die Bürgermeister-Metzendorf-Straße.
Janßen
kritisierte die städtischen Varianten, die jegliche topographische
Realitäten ignorierten. Die Südanbindung an die Kreisverbindungsstraße
in Laudenbach bringe zudem für die Hauptrichtung des Verkehrs aus Westen
keine Entlastung. Sie bezweifelte auch, dass der Bund einen 5,5
Kilometer langen Tunnel finanzieren werde.
Ein
Änderungsantrag in dieser „Detailschärfe“ komme noch nicht zum Tragen,
weil man derzeit nicht im Stadium einer dezidierten Planung sei,
entgegnete Semmler. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Rainer Burelbach
(CDU). Es gehe darum, eine politische Entscheidung zu treffen. Es sei
nicht Aufgabe der Stadt, die Bodenbeschaffenheit zu ermitteln und
festzulegen, wo exakt die Trasse verlaufen solle. Die Pläne stünden
zudem in Zusammenhang mit dem Antrag, einen weiteren Autobahnanschluss
zwischen Heppenheim und Laudenbach zu bekommen.
Mehrere
Redner kritisierten die Verlagerung des Verkehrs nach Kirschhausen in
der LIZ.Linke-Variante. Semmler sprach von „einem gewissen
Kirchturmdenken“. Neumann kritisierte zudem die Mehrbelastung von
Erbacher Tal und den Hochhäusern an der Bürgermeister-Metzendorf-Straße.
GLH: Zerschneidung von Landschaft
Jede
Umgehung bedeute eine Zerschneidung von Landschaft, Bodenversiegelung
und erhöhtes Verkehrsaufkommen, sagte Christina Graubner-Reinhardt
(GLH). Ein schnellerer Autobahnzugang verleite die Menschen dazu, noch
weiter in den Odenwald zu ziehen. Angesichts des Rückgangs an Einwohnern
im Odenwald werde das Verkehrsproblem in Zukunft nicht mehr so
unterträglich sein, sagte Martin Greif (FWHPINI).
Die
LIZ.Linke-Variante wurde schließlich mit 10:1 Stimmen abgelehnt. Der
Vorzugsvariante C stimmten neun Vertreter von CDU, SPD, FWHPINI zu;
Graubner-Reinhardt stimmte mit Nein; Janßen enthielt sich.
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Bergsträßer Anzeiger
18. Februar 2013
jr
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Alle wollen Tempo 30
HEPPENHEIM. Alle
Fraktionen stehen hinter dem Versuch des Magistrats, bei den
zuständigen Behörden Tempo 30 für die B 460 (Lorscher
Straße, Lehrstraße, Siegfriedstraße) in Heppenheim
durchzusetzen. Gabriele Kurz-Ensinger (SPD) forderte, mehr Druck zu
machen, Jürgen Semmler (CDU) sprach von einem Zeichen, „dass
wir dahinter stehen“, und Peter Müller (Grüne) regte
an, bei Bedarf auch zu „Mitteln zivilen Ungehorsams“ zu
greifen. |
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Bergsträßer Anzeiger
22. November 2012
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Die Kreuzung von Bundesstraße 460 und Uhlandstraße soll zu einem Kreisel umgebaut werden
HEPPENHEIM.
Die Kreuzung
B 460/Uhlandstraße soll in einen Kreisel umgebaut werden. Im
Doppelhaushalt 2013/2014 werden dafür insgesamt 460 000 Euro beantragt.
Dieses Geld wird zunächst als Verpflichtungsermächtigung für 2015
eingestellt - das heißt, die Aufträge können schon im Vorjahr vergeben
werden, jedoch schlägt das Geld erst im nächsten Haushalt zu Buche. Nach
Angaben von Bürgermeister Rainer Burelbach hat es bereits einen
Ortstermin gegeben, an dem auch Vertreter von Hessen Mobil teilgenommen
hätten. Entgegen früheren Aussagen habe die Behörde bestätigt, dass ein
Kreisel an dieser Stelle für eine Verbesserung des Verkehrsflusses
sorgen würde. BILD: Köppner
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Starkenburger Echo
28. September 2012
Kerstin Schumacher
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Sechs Varianten für zweiten Anschluss
Verkehr Ingenieurbüro präsentiert Voruntersuchung für A 5 im Bauausschuss – Viele Fragen noch offen
Die Kreisverbindungsstraße 4229 in Laudenbach müsste bei einigen
Varianten für einen neuen Anschluss an die A 5 verlängert werden. Foto:
Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Im Bau-,
Umwelt und Stadtentwicklungsausschuss hat ein Ingenieurbüro
Pläne für einen weiteren Anschluß an dei Autobahn 5
vorgestellt.
Die Stadt Heppenheim hat im Mai dieses Jahres für 130 000 Euro eine
regionale Verkehrsuntersuchung als Vorbereitung für einen zweiten
Autobahnanschluss Heppenheim-Süd in Auftrag gegeben. Am Dienstag
präsentierten Vertreter des Ingenieurbüros Habermehl und Follmann
(Rodgau) im Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss Ergebnisse
einer Voruntersuchung. Weiter stellten sie dem Gremium sechs Planfälle
vor, denen zufolge ein Autobahnanschluss entweder auf Heppenheimer
Gemarkung, auf der Landesgrenze zu Baden-Württemberg oder weiter südlich
liegen könnte.
Länderübergreifende Optimierung als Ziel
Dieser könne jedoch nicht ausschließlich auf Heppenheim bezogen geplant
werden, sagte Geschäftsführer Edwin Mayer. „Wir müssen auch Nordbaden
einbeziehen.“ Ziel sei eine länderübergreifende und zukunftsfähige
Optimierung der regionalen Straßeninfrastruktur sowie der Abbau von
Schwachstellen im Grundnetz der Bundesstraßen 3 und 460 sowie der
Landesstraßen 3398 und 3310.
Grundlage der sogenannten Planfälle
sind Daten zur Entwicklung der Region im Hinblick auf
Bevölkerungswachstum und Ansiedlung von Gewerbe in Heppenheim,
Laudenbach und Hemsbach. Schon 2004 waren Daten ermittelt worden. Neben
Verkehrszählungen gab es Befragungen von Einwohnern der drei Kommunen.
2006 und 2010 sowie im Juni 2012 wurde erneut gezählt. Diese Daten
müssten nun aufbereitet, analysiert und aktualisiert werden. Auch eine
Prognose zur Siedlungsentwicklung in den kommenden Jahren muss in die
Überlegungen einbezogen werden. „Der Sinn nach der neuen Anschlussstelle
stellt sich nicht für heute, sondern für 2025“, sagte Mayer.
Relevant
sei der Ausbau von Gewerbe- und Wohngebieten. „Diese Veränderungen
müssen wir verkehrlich interpretieren“, so Mayer. In Heppenheim sei etwa
die Entstehung des Gewerbegebietes Süd oder das neue Wohngebiet
Nordstadt II zu berücksichtigen, in Laudenbach und Hemsbach gebe es
ähnliche Projekte.
Untersucht werden sechs Planfälle sowie die
Auswirkungen einer unveränderten Situation im Jahr 2025, wenn also die
Infrastruktur abgesehen von der bei Hemsbach bestehenden
Kreisverbindungsstraße 4229 und der „Südspange“ in Laudenbach nicht
erweitert wird.
Planfall 1 sieht eine neue Anschlussstelle Süd an der Überführung der
Bürgermeister-Metzendorf-Straße (L 3398) vor. Im zweiten Fall würde die
neue Anschlussstelle ebendort gebaut und die K 4229 von Laudenbach aus
als Zubringer verlängert und so eine Verbindung von der Kreis- bis zur
Landesstraße geschaffen, die zwischen der Autobahn 5 und dem
Heppenheimer Flugplatz verlaufen könnte.
Alle Möglichkeiten in Betracht gezogen
Fall 3 sieht eine neue Anschlussstelle auf der Landesgrenze vor. Vor
dort aus würde eine Anbindung an die L 3398 nötig, in nördliche Richtung
würde ebenfalls die K 4229 ausgebaut und das Gewerbegebiet Laudenbach
an die Querspange angeschlossen. In einer weiteren Variante würde die
Anschlussstelle Hemsbach geschlossen. Diese Möglichkeit stieß auf
Unverständnis, einige Ausschussmitglieder bezweifelten den Sinn. „Diese
Möglichkeit haben wir bewusst in Betracht gezogen“, erklärte Mayer,
„weil die Stadt dem Bund als Baulastträger darlegen muss, dass alle
Varianten geprüft wurden.“
Im vierten Fall entfiele der Bau einer
neuen Anschlussstelle komplett. Stattdessen würde westlich der A 5 eine
neue Straße gebaut, die parallel zur Tiergartenstraße auf die
Metzendorf-Straße führt. Im Planfall 5 käme zusätzlich eine Verlängerung
der K 4229 hinzu, die an die Bürgermeister-Metzendorf-Straße
anschließt. Auch diese Variante sah das Gremium mehrheitlich kritisch,
unter anderem, weil die Straße auf einer möglichen Trasse für eine neue
ICE-Strecke liegt. Mayer: „Prüfbar ist alles, jede noch so utopische
Variante.“
Im März 2013 sollen die Untersuchungsergebnisse den
städtischen Gremien vorgestellt und eine Vorzugsvariante festgelegt
werden. Im April soll der Fragenkatalog des Bundes beantwortet werden,
der sich unter anderem mit der Verkehrssicherheit, dem Nachweis der
Wirkung auf den Fernverkehr und der Wirtschaftlichkeit befasst. In
diesen Kontext gehört auch die Ermittlung der Kosten.
Grundsätzlich sind in allen Planfällen wesentliche Punkte ungeklärt.
Zwar wäre das neu zu erschließende Gewerbegebiet Süd besser an die
Autobahn angeschlossen, und in einigen Planfällen würde die
Tiergartenstraße entlastet, jedoch stiege auf der anderen Seite die
Lärm- und Emissionsbelastung für die Anwohner östlich der
Tiergartenstraße. Zudem spielten bei der Präsentation weder die
Auswirkung auf das Naherholungs- und Naturschutzgebiet am Bruchsee –
auch im Hinblick auf die Patienten von Kreiskrankenhaus und Vitosklinik –
eine Rolle, noch die Folgen für den Flugplatz, sofern er von einer
neuen Anschlussstelle betroffen wäre.
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Starkenburger Echo
8. September 2012
jr
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„Durchbruch“ ist endgültig vom Tisch
STADTPARLAMENT Mandatsträger entscheiden über „Postknoten“
HEPPENHEIM. In der Sitzung am Donnerstagabend haben die Parlamentarier einer ganzen Reihe von Anträgen zugestimmt.
So wird es auf Antrag der Grünen Liste künftig keine
Platzüberlassungsverträge mehr mit Zirkusunternehmen geben,
die Wildtiere mit sich führen. Eine Mehrheit gab es auch für
einen Antrag der Koalition von CDU, FDP und FWHPINI zur
„Optimierung der Kindertagespflege“: Organisation wie auch
Werbung für die Kindertagespflege sollen in Zusammenarbeit mit dem
Kreis verbessert werden.
Von den Stadtverordneten beschlossen wurde der endgültige
„Abschied“ von der seit 1983 geplanten
Durchbruchslösung für den Postknoten, mit der
ursprünglich einmal der Verkehrsfluss auf der B 460 (Lorscher
Straße, Lehrstraße, Siegfriedstraße) durch die
Innenstadt erleichtert werden sollte. Eine kurze Diskussion gab es um
einen Antrag der SPD, die sich für die Entschärfung des
Übergangs von der Lorscher Straße zur Darmstädter
Straße (B 460 und B 3) einsetzte.
Ulrike Janßen (LIZ.Linke) unterstellte der SPD deshalb, die
Senioren des Zentrums Sankt Katharina bewusst zu gefährden. Das
wies Jean-BerndNeumann (SPD) zurück. Er plädierte dafür,
einen kleinen Teil des Bürgersteigs im Bereich der Ampel der
Fahrbahn zuzuschlagen, damit auch große Lkw problemlos um die
Kurve kämen. Jürgen Semmler (CDU) sprach von einem
„passablen Vorschlag der SPD“, bestand aber auf einem Ende
für den „Durchbruch“, damit die Anlieger endlich
Rechtssicherheit hätten. Peter Müller (GLH) erinnerte daran,
dass die Grünen die Durchbruchslösung schon 1985 abgelehnt
hätten, und dankte den Kollegen deshalb ironisch „für
die, wenn auch späte, Zustimmung“.
Zugestimmt wurde einem Antrag der SPD für die Einführung
stationärer Verkehrsüberwachung, die vor allem entlang der B
460 dafür sorgen soll, dass Raser abgeschreckt werden.
Verabschiedet wurde in der Sitzung im „Halben Mond“ eine
Resolution, die von allen Fraktionen getragen wird. Hierin spricht sich
das Parlament dafür aus, das Kreiskrankenhaus in Kommunaler
Trägerschaft zu belassen. Derzeit wird – wie berichtet
– das Uniklinikum Heidelberg als Träger favorisiert.
Beschlossen ist auch die frühzeitige Beteiligung von Behörden
und Öffentlichkeit im Bebauungsplanverfahren für das
Kirschhäuser Baugebiet „Auf der Bein“. Hier hatte die
SPD in den Ausschüssen Bedenken geäußert wegen der
Größe der angedachten Areale, die aus ihrer Sicht wenig
geeignet wären für finanzschwache junge Familien. Allerdings
war seitens der Verwaltung signalisiert worden, dass über die
Grundstücksgrößen ohnehin erst zu einem späteren
Zeitpunkt entscheiden werde. Problemlos ging der Aufstellungs- und
Entwurfsbeschluss zum geplanten Neubaugebiet Nibelungenpark II
über die Bühne, der ebenfalls im beschleunigten Verfahren
abgewickelt werden soll. Damit können auch hier schon bald die
Bagger anrollen.
Eine Reihe anderer Anträge wurde dagegen abgelehnt: So auch einer
von LIZ.Linke, mit dem die Verwaltung beauftragt werden sollte, sich in
die Planung der sogenannten „Stromautobahn“ einzubringen
– LIZ.Linke befürchtet, dass die neuen Starkstromleitungen
auch über Heppenheimer Gemarkung führen, eine
Einschätzung, die von den anderen Fraktionen jedoch nicht geteilt
wurde.
Abgelehnt wurde mit den Stimmen der Koalition ein Antrag der
Grünen für eine „Baumfällliste“, mit der die
Stadtverordneten frühzeitig über geplante Fällungen
hätten informiert werden sollen, und (ebenfalls mit den Stimmen
der Koalition) ein Antrag von LIZ.Linke, die derzeit laufende
Verkehrsuntersuchung für einen zweiten Autobahnanschluss im
Bauausschuss vorzustellen. Letzterer Antrag erwies sich als
unnötig: Das beauftragte Büro wird die Untersuchung ohnehin
im Bauausschuss präsentieren. Ulrike Janßen zog daraufhin
auch einen Antrag auf Einrichtung eines weiteren
Akteneinsichtsausschusses zurück. Der hätte das bisherige
Vorgehen der Verwaltung in Sachen Autobahnanschluss Süd
untersuchen sollen.
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Starkenburger Echo
8. September 2012
cris
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(Hintergrundbericht
zu einem Artikel, der die Verkehrsführung zur grundhaften
Erneuerung der B3/Darmstädter Straße zum Inhalt hat.)
HINTERGRUND Heppenheim testet neuen Flüsterasphalt
Heppenheim ist Schauplatz eines Pilotversuchs beim Lärmschutz. Wie Stadtbaurat HubertVettel
(„Darauf sind wir sehr stolz“) erläutert, wird bei der
B-3-Sanierung innerorts „lärmoptimierter Asphalt“
aufgetragen. Der Bund bezahle den Versuch mit einem neuen Belag, der
sich erheblich vom sogenannten Flüsterasphalt auf Autobahnen
unterscheide. Anders als dieser habe der Belag für Heppenheim
keine offenen Poren zur Entwässerung; die geschlossene Variante,
die schon in Düsseldorf erprobt wurde, sei weniger empfindlich und
wirke bei niedrigem Tempo. Während der Pilotversuch und die
Erneuerung der Radwege entlang der B 3 vom Bund bezahlt wird,
investiert Heppenheim nach Vettels Angaben 70 000 Euro in die
barrierefreie Umgestaltung aller Fußgängerüberwege
zwischen Lorscher Straße und
Bürgermeister-Kunz-Straße. Außerdem finanziert die
Stadt die Sanierung der Gehwege an der B 3. Anliegerbeiträge
werden nicht erhoben, wie Hubert Vettel betont.
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Starkenburger Echo
29. August 2012
jr
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Aus für den „Durchbruch“
STADTENTWICKLUNG Pläne für eine Beseitigung des
„Postknotens“ werden wohl endgültig zu den Akten gelegt
Abschied von Variante A 1: Auch weil eine Verlängerung der Lehrstraße
über die B 3 und die Friedrich-Ebert-Straße in die Lorscher Straße viel
zu teuer würde, werden die Pläne für die sogenannte „Durchbruchslösung“
als Ersatz für den „Postknoten“ wohl in der Versenkung verschwinden.
Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Das Projekt geistert noch aus Zeiten herum, in denen es darum ging,
Verkehr möglichst störungsfrei durch Heppenheim rauschen zu lassen: Die
sogenannte „Durchbruchslösung“ für den „Postknoten“. Jetzt läuft alles
darauf hinaus, dass das Projekt ein für alle Mal beerdigt wird: Im Bau-,
Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss in der vorigen Woche sowie
gestern Abend im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss
sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, die Bauleitplanung nicht
weiter zu verfolgen.
Die Diskussion über den Straßenverlauf im
Bereich B 460 und B 3 ist uralt und betrifft vor allem den
Ost-West-Verkehr. Müssen Verkehrsteilnehmer, die durch Heppenheim in
Richtung Odenwald oder in die umgekehrte Richtung fahren, doch in der
Stadtmitte einen Schlenker machen, der den Verkehrsfluss bremst und im
Berufsverkehr immer wieder für Staus sorgt. So geht es von der Lorscher
Straße, der B 460, mit einem Linksschwenk für einige Meter auf die
Ludwigstraße (B 3), und dann nach einem Rechtsschwenk wieder auf die
B 460, die hier für einige Meter als Lehrstraße firmiert, bevor sie als
Siegfriedstraße weiter in Richtung Osten führt.
Um diesen Schlenker
unnötig und den Verkehr flüssiger zu machen, kam deshalb vor mehr als
zwei Jahrzehnten die Idee auf, die B 460 von der Lehrstraße geradeaus
weiter in Richtung Westen und etwa in Höhe der Bahnunterführung wieder
auf die Lorscher Straße zu führen. Diesem Plan, der in der Verwaltung
unter der Bezeichnung „Variante A 1“ geführt wurde, hätte unter anderem
das Eckhaus Darmstädter Straße 8 geopfert werden müssen, darüber hinaus
wäre man um eine Lärmschutzwand entlang der Neubaustrecke nicht
herumgekommen. Im Gegenzug wäre das östliche Ende der Lorscher Straße
der Fußgängerzone zugeschlagen worden und hätte zusammen mit Daumschem
Areal, Post und Posthof sowie den Geschäften an der
Ernst-Schneider-Straße einen eigenen, kleinen Einkaufsbereich gebildet.
Aus
den schönen, aber teuren Plänen, die im Juni 2000 vom Stadtparlament
abgesegnet wurden, ist, für Jedermann deutlich sichtbar, nie etwas
geworden. Eigentlich nur logisch, dass man sich nun endgültig hiervon
verabschiedet. Zumal von einer Mehrheit der Stadtverordneten inzwischen
ein anderes, ebenfalls nicht billiges Projekt verfolgt wird: Ein zweiter
Autobahnanschluss. In der Begründung des Magistrates heißt es deshalb:
„Aus heutiger Sicht ist daher festzustellen, dass die große
Durchbruchslösung (Beseitigung des Knotenversatzes) sowohl aus
gesellschaftspolitischer als auch aus finanzieller Sicht nicht
mehrheitsfähig und damit nicht realisierbar erscheint.“
Auch im
Bauausschuss wurde deutlich, dass an den Durchbruch keiner mehr
ernsthaft glaubt. Bei der Diskussion dieses Tagesordnungspunktes ging es
denn auch nicht mehr um große bauliche Maßnahmen, sondern nur noch um
kleine: Während Christine Bender (SPD) anregte, über eine „Entschärfung“
des Knotenversatzes nachzudenken, damit auch Lastkraftwagen problemlos
um die Kurven kommen, erinnerte Ulrike Janßen (LIZ.Linke) daran, dass
die Kurve speziell am Seniorenzentrum Sankt Katharina (das 2008 auf dem
lange als „Schandfleck“ bezeichneten Daumschen Areal eröffnet wurde)
schon 2006 angepasst worden war. Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU)
begründete den Antrag des Magistrats auch mit der Notwendigkeit, den
Anliegern Planungssicherheit zu bieten. Solange der „Durchbruch“ noch in
den Kopfen herumspuke, werde es kaum jemanden geben, der in die
Substanz der Häuser investiere.
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Starkenburger Echo
26. Juni 2012
mam
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Neuer Anlauf zum zweiten Anschluss
Eine Variante, für Heppenheim einen zweiten Anschluss zur A5 (links) zu
bauen, sieht eine Verbindung zur L3398 zwischen der Kreisstadt und
Hüttenfeld vor. Die im Bild gezeigte Brücke wird im nächsten Jahr
abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Der Magistrat der Stadt Heppenheim hat
für 129 710 Euro eine regionale Verkehrsuntersuchung als
Vorbereitung für einen zweiten Autobahnanschluss Heppenheim-
Süd in Auftrag gegeben. Das gab Bürgermeister Rainer
Burelbach (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung bekannt. Im
Wahlkampf um das Amt des Heppenheimer Bürgermeisters tauchte ein
zweiter Autobahnanschluss als Wunschziel in vielen Wahlprogrammen auf.
Nun hat Burelbach mit dem Auftrag für eine regionale
Verkehrsuntersuchung an ein Ingenieurbüro den ersten Schritt zu
einer Verwirklichung gemacht. Burelbach beruft sich auf einen Auftrag
der Stadtverordnetenversammlung vom Dezember und einen
Magistratsbeschluss vom Mai, wie er auf eine Anfrage der Grünen
Liste Heppenheim (GLH) mitteilte. Auch die Fraktion LIZ.Linke hatte
sich in einem Antrag mit dem Thema beschäftigt. Zunächst
müsse ein Fragenkatalog des Bundes beantwortet werden, sagte der
Bürgermeister. Dazu diene eine Modellsimulation der regionalen
Verkehrssituation. Hessen Mobil und das hessische
Wirtschaftsministerium hätten Unterstützung zugesagt.
Während Laudenbach 10 000 Euro zu dem Autobahnanschluss beitragen
will, wolle sich Hemsbach nicht beteiligen. Über die untersuchten
Planungsvarianten wollte Burelbach zum jetzigen Zeitpunkt keine
Auskunft geben. Mit dieser Antwort war die GLH nicht zufrieden:
„Wir wollen wissen, welche Alternativen VERKEHR Heppenheim
lässt die Verkehrsströme untersuchen, um die zweite
Autobahnabfahrt auf den Weg zu bringen untersucht werden und wo diese
liegen: auf Heppenheimer Gemarkung oder in
Baden-Württemberg“, betonte Peter Müller. Wenn sich
herausstelle, dass die beste Lösung in Baden-Württemberg
liege, „haben wir 130 000 Euro ausgegeben“, damit dort ein
Autobahnanschluss gebaut werde. In diesem Fall erwarte man, dass
Baden-Württemberg die Hälfte der Kosten übernehme. Die
GLH könne bei Bedarf auch einen Akteneinsichtsausschuss verlangen,
„dann erfahren wir es ja“, sagte Müller. Zudem
kritisierte er, dass die Antwort nicht schriftlich vorliege. Burelbach
sprach von einem personellen Engpass in der Verkehrsbehörde,
versprach aber, die Planung im nächsten Bau-, Umwelt- und
Stadtentwicklungsausschuss vorzustellen. Die Verkehrsuntersuchung werde
wegen der derzeitigen Baustellen schwierig werden. In Hessen oder
Baden-Württemberg? In Hemsbach und Laudenbach hätten die
Gemeinderäte das Thema bereits öffentlich diskutiert –
samt den Planungsalternativen, sagte Ulrike Janßen (LIZ.Linke).
Der Bürgermeister könne Fragen zu den Varianten noch gar
nicht beantworten, denn es sei „eine ergebnisoffene
Untersuchung“, sagte Jürgen Semmler (CDU). Die
Verkehrszählung solle erst einmal zeigen, ob der Anschluss auf
Heppenheimer Gemarkung, auf der Landesgrenze oder weiter südlich
liegen solle. In jedem Fall profitiere die gesamte Region davon.
„Die Vorgaben hätten wir gerne gesehen und
besprochen“, widersprach Janßen. Ein Planfall sehe die
Schließung des derzeitigen Autobahnanschlusses Hemsbach vor, was
für Heppenheim nicht sinnvoll sei. Jeder Planfall koste extra.
Nach den in Hemsbach vorgelegten Unterlagen werden sechs sogenannte
Planfälle sowie die Auswirkungen einer unveränderten
Situation im Jahr 2025 untersucht. In zwei Fällen liegt die
Abfahrt Süd am Knotenpunkt mit der L3398
(Bürgermeister-Metzendorf-Straße) zwischen Heppenheim
und Hüttenfeld, mal mit, mal ohne Anschluss zur
Kreisverbindungsstraße in Laudenbach. In den Fällen 3a und b
liegt der neue Autobahnanschluss auf der Landesgrenze, schließt
primär das Gewerbegebiet Laudenbach an und führt westlich der
A5 zur L3398. Im Fall 3b wird dafür die Ausfahrt Hemsbach
geschlossen. In zwei weiteren Fällen wird nur mit
Umgehungsstraßen, ohne neue Autobahnzufahrt geplant. Teilweise
führen die Straßen durch Ausgleichsflächen oder liegen
auf einer ICE-Trassenvariante. |
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Starkenburger Echo
26. April 2012
schu
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Es wird saniert und gebaut und saniert
Verkehr – Auf die Autofahrer kommt einiges zu – Pläne
zu Straßenerneuerungen werden im Ausschuss vorgestellt
Abgerissen und neu gemacht werden soll die Fußgängerunterführung mit
Radweg an der Lorscher Straße. Auch die Fußgängerbrücke, die von der
Westseite des Bahnhofs aus auf den Parkplatz des dortigen
Einkaufsmarktes führt, wird saniert. Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Für die Anwohner der Siegfriedstraße hatte Bürgermeister Rainer
Burelbach (CDU) in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und
Stadtentwicklungsausschusses (BUS) am Dienstagabend im Rathaus gute
Nachrichten zu vermelden: Mit Datum des gestrigen Mittwochs hat der
Magistrat der Stadt Heppenheim brieflich beim Regierungspräsidium in
Darmstadt für die Bundesstraße 460 Tempo 30 sowie ein Nachtfahrverbot
für Lastwagen von 22 bis 6 Uhr beantragt. Grund dafür sei, so Burelbach,
die Minderung von Emissionen auf der Bundesstraße 460. Davon betroffen
ist die Ortsdurchfahrt von Heppenheim, also die Lorscher-, Lehr- und
Siegfriedstraße.
Ruhig zugehen wird es auf der B 460 jedoch noch
eine Weile nicht. Nach dem Neubau der Brücke Kalterer Straße über die
Bundesstraße soll in diesem Bereich nun die Grundwasserwanne erneuert
werden. Die Pläne sind in ihren Grundzügen am Dienstag im BUS
vorgestellt worden. Demnach sollen die Arbeiten im Herbst dieses Jahres
beginnen. Wie lange sie dauern, stehe zwar noch nicht fest, jedoch
lassen die Umfänge der geplanten Maßnahmen auf die Dauer von mindestens
einem Jahr schließen. In dieser Zeit wird die Lorscher Straße nur
einspurig befahrbar sein.
Geplant ist neben der Instandsetzung von
Wänden und Fahrbahn auch die Sanierung der Fußgängerbrücke, die von der
Westseite des Bahnhofs aus über die Lorscher Straße auf den Parkplatz
des dortigen Einkaufsmarktes führt. Die Fußgängerunterführung mit
zugehörigem Radweg soll zudem abgerissen und neu gebaut werden.
Desweiteren sollen alle Geländer im Bereich der Grundwasserwanne
erneuert werden.
Eine „aussagekräftige Entwurfsplanung“ liegt bislang
nicht vor, heißt es in der Mitteilungsvorlage, soll dann aber alsbald
den politischen Gremien vorgelegt werden.
Abgesegnet bei einer
Enthaltung hat das Gremium am Dienstag eine „erhebliche außerplanmäßige
Ausgabe“, die bei der Erneuerung der Fahrbahn durch Hessen Mobil auf der
Lehrstraße zwischen Bundesstraße 3 und der Einmündung zum Graben
notwendig wird. Um die Fußgängerüberwege und die Überwege an Ampeln
ebenerdig und die Bushaltestelle an der Lehrstraße barrierefrei zu
bauen, muss die Stadt weitere 57 000 Euro investieren. Die Arbeiten
werden im Zuge der Erneuerung der Fahrbahndecke von Hessen Mobil
erledigt.
Das Geld muss die Verwaltung jedoch nicht zusätzlich
aufwenden, erklärte der zuständige Dezernent, Stadtrat Hubert Vettel
(FDP), sondern lediglich umschichten, denn die Lösung für die Erneuerung
des Gehwegs an der Brücke Erbachwiesenweg wird günstiger als geplant.
„Hier konnten wir 90 000 Euro freischaufeln“, sagte Vettel. Geld kommt
außerdem aus dem Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“.
Die
Bauarbeiten sollen im September beginnen. Zuvor kümmern sich die
Stadtwerke um die Erneuerung der Schieberkappen vor der Einfahrt Köhler /
Vock. Dabei wird auch untersucht, ob im Bereich der Einfahrt der
Gehweg abgesenkt werden kann. Alle Maßnahmen sind laut Vettel mit dem
Behindertenbeauftragten der Stadt abgesprochen. Einen
Fahrradschutzstreifen soll es nicht geben, antwortete Vettel auf die
entsprechende Frage von Ulrike Janßen (LIZ.Linke). „Das kann man dort
nicht machen, dafür ist kein Platz“, sagte Vettel, weil die Parkplätze
von der Kneipe Hexenkessel bis zur Metzgerei Rettig bleiben sollen. „Und
auf der anderen Seite bietet sich das auch nicht an.“ Die Straße sei
doch breit genug, konterte Janßen, in dem Bereich sogar vierspurig. „Die
Schutzstreifen sollen doch in der Siegfriedstraße auch gemacht werden“,
sagte sie, „die können doch nicht einfach weiter unten aufhören“.
Eine
weitere „außerplanmäßige Ausgabe“ kommt auf die Stadt im Zuge der
Deckenerneuerung auf der Bundesstraße 3 zwischen Lehrstraße und
nördlichem Ortsausgang Heppenheim zu. Der städtische Kostenanteil
beträgt 65 000 Euro. Auch hier stammen die Mittel aus den Einsparungen
am Erbachwiesenweg. Los geht es laut Plan am 19. August. Neben der
Fahrbahn werden die vorhandenen Radwege erneuert. Außerdem wird unter
anderem auf Höhe des Getränkemarkts Weißer ein neuer Gehweg geschaffen,
der Vorhandene soll als Radweg genutzt werden.
Ulrike Janßen
(LIZ.Linke) regte eine Versammlung an, um den Anliegern die Pläne zu
erläutern. Die sei bereits geplant, sagte Vettel. Janßen kritisierte,
dass es kein komplettes Planfeststellungsverfahren gegeben hat, sondern
die Bauarbeiten in einzelne Abschnitte geteilt wurden. Mit der
„unzulässigen Abschnittsbildung“ werde den Anwohnern die Möglichkeit
genommen, sich einzubringen. |
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Starkenburger Echo
13. Dezember 2011
mam
sowie eingereichter Leserbrief der LIZ vom 11.12.11
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Bei Einsprüchen ist „jeder jeder“
Siegfriedstrasse: Begründete Einwände können bis Mittwoch (14.) abgegeben werden
HEPPENHEIM.
Die LIZ.Linke macht darauf aufmerksam, dass entgegen einem Artikel vom
Samstag noch bis Mittwoch (14.) jeder Heppenheimer Einwendungen gegen
das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Ortsdurchfahrt der
Bundesstraße 460 einlegen kann. Die Verwaltung bestätigte
nun diese Interpretation.
Jeder, der seine Belange beeinträchtigt sieht, könne eine
Einwendung einlegen, präzisiert die Stadtverwaltung. Diese muss
jedoch unbedingt mit Namen und Anschrift, den geltend gemachten
Belangen und dem Maß der Beeinträchtigung versehen sein.
Dies sei für den Fortgang des Verfahrens von Belang.
Für eine Einwendung reiche es, vom veränderten Verkehrsfluss,
wegfallenden Parkplätzen oder dergleichen betroffen zu sein.
Prinzipiell könne also auch ein Fürther, der die Straße
nutze, Einwand erhaben. „Jeder ist jeder“,
bestätigt der Verwaltungsmitarbeiter
einen entsprechenden Passus in der Bekanntmachung.
Nach Interpretation der LIZ.Linke sind von dem Straßenausbau
zumindest alle Kernstadtbewohner durch Erhöhung von
Lärmimmissionen, eine höhere Luftbelastung und den Wegfall
von 130 Stellplätzen an der Siegfriedstraße betroffen. Zudem
sei nach Auffassung der LIZ.Linke im Hinblick auf den anstehenden
überdimensionierten Kreiselbau mit Bypässen an der Kreuzung B
460/Uhlandstraße „eine unzulässige Abschnittsbildung
für das Planfeststellungsverfahren vorgenommen worden“, da
der Baulastträger die ganze Ortsdurchfahrt der B 460 für den
Schwerlastverkehr ausbaue.
Einwendungen könnten auf der Homepage www.liz-hp.de abgerufen werden.
Zum Bericht vom 10.12.2011: 'Berichtigung' 'Nur Berechtigte'
Die LIZ weist darauf hin, daß die städtische Meldung 'Berichtigung Nur
Berechtigte' vom Samstag den 10.12.11 S.17, in der zu lesen war, daß "nur
Betroffene ... Eigentümer, Mieter und Pächter von Immobilien oder von
Parkplätzen" einspruchsberechtigt seien, nicht jeder Heppenheimer Einspruch
einlegen könne, falsch ist. Richtig ist, wie in der
Bekanntmachung zu lesen ist: Jeder kann ... bis zum 14.
Dezember 2011 ... Einwendungen (wie es korrekt heißt) gegen den Plan
schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Aus §73
(4) VwVfG Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben
berührt werden, kann ... Einwendungen gegen den Plan erheben.
Betroffen und berührt sind von der Ausbaumaßnahme alle
Kernstadtbewohner, durch Erhöhung der Lärmimmissionen,
Luft-Abgasbelastung und z.B. aus der Stellplatzverlagerung aufgrund des
ersatzlosen Wegfalls von ca. 130 Stellplätzen in der
Siegfriedstraße. Zudem wurde nach Auffassung der LIZ u.a. in
Hinblick auf den anstehenden überdimensionierten Kreiselbau
mit Bypässen auf der Kreuzung B460/Uhlandstraße eine
unzulässige Abschnittsbildung für das
Planfeststellungsverfahren vorgenommen, da der Baulastträger
die ganze Ortsdurchfahrt ausbaut und die gesamte B460 für den
Schwerlastverkehr ertüchtigt. Wir fordern daher nochmals alle
Bürger auf, insbesondere im Bereich der B460, B3
und Altstadt, Einwendungen bis zum 14.12.11 zu erheben, auch
wenn nicht aus allen Einwendungen Rechtsansprüche abgeleitet
werden können. Einwendungen können u.a. dem Internetauftritt
der LIZ www.liz-hp.de entnommen werden.
Da
uns bekannt wurde, daß Betroffene aus dem Raum mit den ausgelegten Plänen im
Rathaus herauskomplimentiert wurden, weil darin Besprechungen stattfinden
sollten, bittet die LIZ daß Personen, denen es ähnlich erging sich melden
sollen, da nach PlafeR07 20. (1) Die Planunterlagen während der Dienststunden
... jederzeit vollständig
eingesehen werden können müssen.
Da sich die mit 3 Redakteuren
vertretene Presse nur auf drei von 27 LIZ.LINKE-Sachbeiträgen zu den
verschiedensten Themen und LIZ.LINKE-Anträgen bezieht, wollen wir auf diesem
Wege auf die mit 31 Stimmen verabschiedete Grundsatzentscheidung zu
Ortsumfahrungen und einer AS-Süd aufmerksam machen und auf die beiden einstimmig
verabschiedeten 2 zusätzlichen Querungshilfen für Fußgänger über die B3. Zur
Autobahnanschlußstelle ist zu erwähnen, daß der Stellungnahme der Stadt zu einer
Anschlußstelle "zwischen Heppenheim und Hemsbach" im Regionalplan nicht gefolgt
wurde, während der LIZ-Vorschlag als AS-Heppenheim A5/L3398 im Regionalplan
unter G 5.2-10 umgesetzt ist. Die LIZ wird die Umsetzung dieser und anderer
Beschlüsse durch die Koalition weiter verfolgen, damit es nicht, wie so oft,
bei Schaubeschlüssen bleibt. Und wenn stellvertr. Redaktionsleiter Knatz
kommentiert, "die Achtzehn wiederum sind sowieso dagegen", sind ihm wohl
wesentliche Teile der Debatte entgangen.
i.V.d.IG und WG LIZ Peter
Janßen, Tel. 913440
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Starkenburger Echo
24. November 2011
jr
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CDU und LIZ.Linke einig
Verkehr: Magistrat soll sich für Ortsumgehung und zweiten Autobahnanschluss einsetzen
HEPPENHEIM. Es dürfte dauern, bis das Projekt auch nur in die Gänge kommt, aber ein
erster Schritt ist getan: Der Bau-, Umwelt- und
Stadtentwicklungsausschuss Heppenheims hat am Dienstagabend einstimmig
einen Antrag gebilligt, der den Magistrat auffordert, sich für einen
weiteren Autobahnanschluss an der A 5 zwischen Heppenheim und Laudenbach
und gleichzeitig für eine Ortsumfahrung für die Kreisstadt einzusetzen.
Der Antrag ist ein Gemeinschaftswerk von CDU und LIZ.Linke, deren zuvor
getrennte Anträge zusammengeführt wurden.
Die CDU-Forderung nach einem
zweiten Autobahnanschluss gibt es seit vielen Jahren. Angesichts der
Finanzlage von Bund und Land ist dies aber ein nur schwer realisierbarer
Wunsch. Auch eine wie auch immer geartete Ortsumgehung für Heppenheim
dürfte auf finanzielle Vorbehalte stoßen und ist wohl eher eine Vision
denn greifbares Projekt.
Wenn jetzt der Magistrat beauftragt wird,
sich für eine Umsetzung beider Ziele und die Aufnahme in den
übergeordneten Verkehrswegeplan einzusetzen, könnte es den Heppenheimern
auf lange Sicht trotzdem Erleichterung von der mitunter kaum noch
erträglichen Verkehrsbelastung bescheren.
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Starkenburger Echo
24. November 2011
jr
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150 Parkplätze sollen bleiben
Siegfriedstraße: Weitere Diskussionen um die Sanierung von B 460 und Stadtbach – Nachbesserungen im Konzept
Dicke Luft: Die Luftmessstation an der Lehrstraße misst die Belastung
durch Feinstaub auf diesem Teil der B 460 durch Heppenheim. Nach dem
geplanten Ausbau der sich anschließenden Siegfriedstraße befürchten die
Kritiker noch mehr Schmutz und Lärm durch die Hauptverkehrsachse. In
diesem Jahr wurden bereits 27 Überschreitungen gezählt, zulässig sind
höchstens 35. Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. An der geplanten Sanierung von Siegfriedstraße (B 460) und Stadtbach
scheiden sich nach wie vor die Geister. Während die Koalition aus CDU,
FDP und FWHPINI das Projekt für ausdiskutiert hält, sieht die Opposition
aus SPD, GLH und LIZ.Linke weiter Klärungsbedarf. Jean-Bernd Neumann
(SPD), Vorsitzender des Bau-, Umwelt- und Stadtent-wicklungsausschusses
(BUS) hatte das Thema deshalb auf die Tagesordnung der Sitzung am
Dienstagabend genommen – und musste sich von CDU-Fraktionschef Jürgen
Semmler prompt vorwerfen lassen, hier als „Robin Hood der Anlieger“
aufzutreten, obwohl er den Plänen früher zugestimmt hätte. Ein
deutlicher Hinweis darauf, dass das Thema nach wie vor emotional besetzt
ist.
Für Neumann sind es mehrere Punkte, die klärungsbedürftig sind:
So sollten eine Reihe von Anliegern Grundstücke für den Ausbau der
Straße abgeben; der schon lange geforderte Lärmschutz sei bislang nicht
umgesetzt; die Frage, ob es ein neues Parkhaus gibt, sei ungeklärt – und
auch die Feinstaubbelastung auf der Durchgangsstraße ist bedenklich.
Bislang wurden 27 Überschreitungen der Höchstgrenzen in diesem Jahr
gezählt, so Neumann, zulässig sind 35, danach muss insbesondere der
Schwerlastverkehr eingeschränkt werden.
Auch für die Neuverdolung des
Stadtbaches gibt es aus Sicht der Opposition offene Fragen. Ulrike
Janßen (LIZ.Linke) erinnerte daran, dass es Wasseradern an den Hängen
entlang der Straße gibt, die Häuser und Grundstücke queren und im
Stadtbach enden. Werde der Stadtbach wie geplant betoniert, befürchtet
sie Schäden an den Gebäuden. Außerdem, so Janßen, sehe eine europäische
Richtlinie die naturnahe Gestaltung von Gewässern wie dem Stadtbach vor,
was an Teilen des Baches auch durchaus umsetzbar sei.
Sowohl
Semmler als auch Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) vertraten dagegen
den Standpunkt, dass das Projekt hinlänglich diskutiert wurde und die
Betroffenen ausführliche Informationen erhalten haben. Im Übrigen
verwiesen sie wie die Opposition auf die Möglichkeit, individuelle
Bedenken geltend zu machen. Noch bis Mitte Dezember können Einwände
erhoben werden, auch bei der Stadtverwaltung, die die Sanierungspläne im
Stadthaus an der Gräffstraße (zweites Obergeschoss, Informationsraum)
auslegt. Soll Einspruch erhoben werden, kann dies auch vor Ort von
Verwaltungsmitarbeitern protokolliert werden. Hier werden auch
Ansprechpartner beim Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) und beim
zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt genannt.
Anfang dieses
Monats war die Sanierung Thema in der Bürgerversammlung im Hotel „Halber
Mond“. Anschließend hatte sich in der Verwaltung eine Arbeitsgruppe
unter der Leitung des neuen Baudezernenten Hubert Vettel (FDP) mit den
Beschwerden und Anregungen beschäftigt. Vettel stellte im Ausschuss
fest, dass man die vorliegende Planung nicht grundsätzlich in Frage
stellt, allerdings sollen einige Verbesserungen kommen. So bleibt es
zwar beim angekündigten „geordneten Parken“ an der Siegfriedstraße (wo
häufig auch dort geparkt wird, wo dies nicht erlaubt ist), es sollen
aber doch wesentlich mehr Parkplätze übrig bleiben, als bislang
befürchtet. Rund 150 werden es, wenn, wie jetzt angedacht, der
Spielplatz in Richtung Ost verlegt und an seiner Stelle etwa 50
Stellplätze geschaffen werden. Was jedoch davon abhängt, ob das geplante
Parkhaus entsteht: Bis März, so Burelbach, hat der Investor noch Zeit,
über den Bau zu entscheiden.
Außerdem soll es auch in Zukunft vor den
Geschäften Parkmöglichkeiten geben, und es sollen Fußgängerüberwege in
Höhe der Metzgerei Römer, des Gasthauses Zur Post und auch zum künftigen
Spielplatz geschaffen werden. Und auch die in der Bürgerversammlung
geäußerte Kritik an den geplanten hohen Bordsteinen (die Falschparkern
das Leben schwer machen sollten, aber auch die Einfahrt in manches
Grundstück erschwert hätten) ist offensichtlich angekommen: Die sollen
abgesenkt werden – und zwar auch an den Parkbuchten.
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Bergsträßer Anzeiger
2. September 2011
jr
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Siegfriedstraße: Straßenbauamt reicht die Pläne für eine Neuverdolung beim Regierungspräsidenten ein
Nächster Schritt für Stadtbach-Sanierung
HEPPENHEIM. Für Pendler in den und aus dem Odenwald und damit
natürlich auch für die Bewohner der betroffenen Stadtteile Kirschhausen,
Sonderbach, Mittershausen-Scheuerberg und Wald-Erlenbach, steht eine
harte Prüfung bevor: Voraussichtlich ab 2012 soll Heppenheims Stadtbach
neu verdolt und parallel hierzu die Siegfriedstraße (B 460) saniert
werden. Bei der Vorstellung des Projektes im vergangenen Jahr war von
dreieinhalb Jahren die Rede, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. In
dieser Zeit wird der Verkehr an den jeweiligen Bauabschnitten halbseitig
und per Ampel gesteuert vorbeigeführt.
Auf der Siegfriedstraße werden an jedem Tag 15 000 Fahrzeuge gezählt,
wobei 3,6 Prozent hiervon Schwerverkehr sind. Fahrräder sind knapp 300
pro Tag unterwegs. Die bestehende Verdolung des Stadtbachs unter der B
460 in Heppenheim ist stark geschädigt und muss erneuert werden.
Die Planungen des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV)
sehen vor, das bestehende Bauwerk durch ein neues Bauwerk mit einem
einheitlichen Rechteckquerschnitt zu ersetzen, das eine Höhe von 1,80
Meter und eine Breite von 2,15 Meter aufweist. 4,5 Millionen Euro sind
dafür vorgesehen, dem Gewässer ein neues Bett zu verschaffen.
Streifen für Radfahrer geplant
In Abstimmung mit der Stadt Heppenheim, heißt es seitens des ASV,
soll im Zuge der Erneuerung des Bauwerks, das von der Einmündung der
Straße Am Graben bis etwa zur Siegfriedstraße 149 reicht, auch die
Aufteilung des Straßenquerschnitts der B 460 geändert werden. Danach
erhält die Fahrbahn der B 460 pro Fahrtrichtung eine Breite von
einheitlich vier Metern, von denen jeweils ein 1,50 Meter breiter
Streifen für den Radverkehr abmarkiert werden soll. Wie das Ganze
aussehen soll, ist in Bensheim zu besichtigen, auf der Heidelberger
Straße, die vom südlichen Stadteingang in die Innenstadt führt.
Auf beiden Seiten breite Gehwege
Bei den beidseitig anzulegenden Gehwegen, so das ASV weiter, wird
auch in den engsten Bereichen noch eine Mindestbreite von 1,50 Meter
eingehalten; in weiten Bereichen ist die Gehwegbreite deutlich größer.
Dort, wo dies die Platzverhältnisse erlauben, würden darüber hinaus
Längsparkplätze geplant.
Für die Erneuerung der Bundesstraße, sind - so jedenfalls die Zahlen,
die im vergangenen Jahr genannt wurden - 1,39 Millionen Euro
veranschlagt, von denen die Stadt 556 000 Euro tragen muss,
ausschließlich für die Bürgersteige. Diese Kosten werden zum Teil an die
Anlieger weitergegeben - sie sind mit 50 Prozent beteiligt.
Am Mittwoch (31.) hat das ASV die Planunterlagen dem
Regierungspräsidium Darmstadt (RP) vorgelegt, verbunden mit dem Antrag
auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens.
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Starkenburger Echo 26. August 2011
jr
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Anzeigetafeln gegen Raser
HEPPENHEIM. Die Fraktion von LIZ.LINKE will eine Lücke
schließen lassen, die sie im Heppenheimer Kraftfahrzeugverkehr
sieht: Raser sollen künftig über Anzeigetafeln in den
Haupteinfallstraßen zu langsameren Fahren erzogen werden. Um
dieses Ziel zu erreichen, hat die Fraktion einen Antrag eingebracht,
nach dem der Bürgermeister (als Ortspolizeibehörde) "gebeten
wird, die Kosten für fest installierte
Geschwindigkeitsanzeigetafeln und sationäre
Geschwindigkeitsmessanlagen zu ermitteln, sowie die Vor- und Nachteile
im Vergleich darzulegen." Als Installationsorte werden Stellen an der
B460 wie auch der B3 vorgeschlagen. Der Antrag fand im
Hauptausschuß eine Mehrheit. |
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Starkenburger Echo
11. Juni 2011
fk
Bergsträßer Anzeiger
7. Juli 2011
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ECHO-SERIE Heppenheimer Straßennamen (5)

Die Siegfriedstraße gehört bereits seit Jahrhunderten zu Heppenheims wichtigsten Verkehrsstraßen. BILD: KÖPPNER
Die Kreisstadt und die Nibelungen
Lokalgeschichte - Die Siegfriedstraße blickt auf eine lange Geschichte zurück – Vom Ochsengespann zur Blechlawine
HEPPENHEIM. Ins Bewusstsein rückt die Siegfriedstraße immer nur dann, wenn
Anlieger über Lärmbelästigungen klagen. Peter Janßen, ein streitbarer
Architekt, nahm die Beschwerden auf und gab ihnen mit der Initiative
„Leben im Zentrum“ (LIZ) eine Stimme. Dass LIZ ein Sammelbecken für
schon lange vorher unter der Oberfläche brodelnde Proteste ist, wurde im
März 2010 deutlich, als zu einer Info-Veranstaltung in der
Seniorenresidenz Haus Katharinen mehr als 120 Besucher erschienen.
Angeprangert werden die Missstände auch durch Plakatanschläge entlang
der Siegfriedstraße. Die Verkehrsbelästigungen spielten in der
Kommunal- und Bürgermeisterwahl eine wichtige Rolle. Der von LIZ ins
Rennen geschickte Peter Janßen fuhr mit einem Stimmenanteil von 4,7
Prozent allerdings nur ein bescheidenes Ergebnis ein. Verantwortlich
dafür gemacht wird vor allem die Maximalforderung nach dem Bau eines
Maibergtunnels, die von der Öffentlichkeit als überzogen wahrgenommen
wurde.
Die Siegfriedstraße zählt schon seit Jahrhunderten zu
Heppenheims wichtigsten Verkehrsadern, galt in grauer Vorzeit sogar als
Fernverbindung zwischen Lorsch und Amorbach. Wo früher Kutschen,
Pferde- und Ochsengespanne ihre Bahnen zogen, erzeugt jetzt eine
Blechlawine einen alle zulässigen Grenzen überschreitenden Wert.
Bis 1955 Fürther Straße
Dem
Moloch Verkehr erstmals Herr werden wollten die Stadtväter, als sie 1954
den zwischen dem Geißenbrunnen und dem Lokal „Zur Post“ verlaufenden
Engpass durch den Abriss mehrerer Häuser beseitigen ließen. Die
Siegfriedstraße hieß damals noch Fürther Straße. Ihrer Umbenennung 1955
lag laut Wilhelm Metzendorfs „Lexikon“ die Absicht zugrunde, Heppenheims
regionale Verbundenheit mit dem Nibelungenlied zu dokumentieren.
Bis
dahin hatte lediglich die am Stadion gelegene Hagenstraße (seit 1926)
einen Fingerzeig auf die Sage gegeben. Hagen von Tronje war bekanntlich
die Person, die dem Leben des blondgelockten Recken Siegfried von Xanten
meuchlings ein Ende bereitete.
Indiziensuche für Lokalpatrioten
Für Heppenheimer Lokalpatrioten
ist klar, dass sich die schändliche Tat nur am Lindenbrunnen vor dem
Langnesewerk ereignet haben kann, und berufen sich dabei auf eine schon
vor 85 Jahren erstellte Expertise des Darmstädter Archivdirektors J. R.
Dietrich.
Der Schreiber des Nibelungenliedes, so dessen
Einschätzung, könne nur Heppenheim als Tatort gemeint haben – denn: „Die
Brunnen im Odenwald scheiden schon deshalb aus, weil sie mehr als 50
Kilometer von Worms entfernt sind, so dass es nicht möglich gewesen
wäre, Siegfrieds Leichnam zwischen Anbruch der Dunkelheit und der
Frühmesse nach Worms zurückzubringen.“
Ob der Drachentöter nun
Odenwälder oder „Hepprumer“ Wasser getrunken hat, wird für ewig eine
offene Frage bleiben. Ihren Anspruch darauf, ein wichtiger Bestandteil
des Nibelungenlieds zu sein, untermauerte die Stadt insbesondere in den
Jahren 1955 und 1956, als sie mehrere Heppenheimer Straßen wichtigen
Figuren des Heldenepos widmete. Der parteilose Altbürgermeister Wilhelm
Metzendorf war dafür die treibende Kraft.
Auf die Siegfriedstraße
folgten die Nibelungen-, Kriemhild- und Brunhildstraße; alle übrigens
in räumlicher Zuordnung zur schon bestehenden Hagenstraße. Auf eine
Gunterstraße haben die Stadtväter verzichtet. Der Burgunderkönig, Gemahl
des „Mannweibs“ Brunhilde, kommt in der Erzählung als Schwächling
denkbar schlecht weg.
Hinweise auf die Sage liefern außerdem die
1953 errichtete Nibelungenschule sowie die der Martin-Buber-Schule
zugeordnete Siegfriedschule (1972). Als zu Heppenheims 1200-Jahrfeier
1955 die Freilichtbühne eingeweiht wurde, stand als eine der ersten
Vorstellungen „Siegfrieds Tod“ auf dem Spielplan.
Ältere Heppenheimer sprechen von "Vorstadt"
Inzwischen
hat Landrat Matthias Wilkes (CDU) Metzendorfs Rolle übernommen. Für den
Verwaltungschef ist sogar der gesamte Kreis „Nibelungenland“.
An eine Touristikmarke haben die früheren Anwohner der Siegfriedstraße
natürlich noch keinen Gedanken verschwendet. Gelegentlich werden sie,
zumal von älteren Heppenheimern, noch heute als „Vorstädter“
bezeichnet. Der Straßenzug ist bereits 1480 erwähnt und beschreibt –
nomen est omen – das vor dem ummauerten Stadtring besiedelte Gebiet, das
sich in die untere Vorstadt (Bachgass’ und Lehrstraße) sowie in die
obere Vorstadt (Siegfriedstraße) gliedert.
Laut Willy Lizalek, dem
ehemaligen Vorsitzenden des Geschichtsvereins, stellten alle Vorstädter
zusammengenommen um 1830, als in Heppenheim 3600 Bürger registriert
waren, mit einem Anteil von drei Fünfteln die Bevölkerungsmehrheit.
„Ihre Häuser waren meist geräumiger als die in der beengten Altstadt“,
so der Heimatforscher.
Für die jetzigen Vorstädter ist das natürlich
kein Trost. Paradiesisch sind die Zustände in der Siegfriedstraße schon
lange nicht mehr. |
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Region-Bergstraße
(Suchwort z.B.:Siegfriedstr.)
Pressemitteilung
18. Januar 2011
(Ergänzung 19.01.11)
WG LIZ
(Gekürzt erschienen im Starkenburger Echo unter "Kfz-Ampeln kommen schneller" am 20.01.11)
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zum Artikel der GLH „Grüne sehen Sankt-Florians-Prinzip“ vom 15.01.11.
Die LIZ und Bürgermeisterkandidat Peter Janßen
wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, daß die
Innenstadt wieder lebenswert und anziehend für Wohnen, Arbeiten
und Einkaufen wird. Durch Verkehrsentlastung sollen Fuß- und
Radwege wieder an Attraktivität gewinnen, wodurch der
Individualverkehr mit Kfz verringert werden kann. Herrn Beiwinkels
(GLH) Forderung nach Ausbau des ÖPNV ist lobenswert. Leider wird
dieser aber seit Jahren immer weiter abgebaut, was die Anwohner der
beiden Bundesstraßen jeden Tag durch vermehrten Kfz-Verkehr
leidvoll erfahren müssen. Auch läßt sich durch
ÖPNV die seit Jahren unzumutbare Verkehrsbelastung durch
Schwerlast-Lkw nicht verringern. Lkw-Verkehr der auch über die
Sonderbacher Entlastungs- und Erbacher Umgehungsstraße zum
Vorteil zweier Stadtteile, unvermindert über den in Stadtmitte
liegenden Postplatz zum einzigen Autobahnanschluß für den
ganzen Odenwaldkreis donnert. Beides Umgehungsstraßen die niemand
mehr missen will, auch diejenigen nicht, die damals dagegen waren und
es sich nicht vorstellen konnten. Umgehungen die im Gegensatz zu den
Vorschlägen der LIZ mit erheblichen Natureingriffen verbunden
waren.
An der in den 70er Jahren als 4-spurige Entlastungsstraße
geplanten Bürgermeister-Metzendorf-Straße und der
Bürgermeister-Kunz-Straße gibt es keine direkten Anwohner.
Aktive Lärmschutzmaßnahmen sind hier leicht möglich,
die die derzeitige Situation für die angrenzenden Wohngebiete noch
verbessern können. B3 und B460 sind Schulwege und führen
direkt mitten durch Wohn- und Altstadtgebiete. Was spricht eigentlich
gegen eine Troglage mit begrünter Überdeckelung zur
Verbindung der Stadtteile, wie von der LIZ vorgeschlagen und der GLH
angesprochen und andernorts zur Stadtreparatur üblich?
Sämtliche Fraktionen, darunter die GLH, stimmten aktuell in der
Stadtverordnetenversammlung u.a. gegen Tempo 30 und
Tonnagebeschränkung und für den Ausbau der
Siegfriedstraße zu einer Lkw-Rennstrecke. Wenn sich das
Meinungsbild hierzu nun verändert, freut sich die LIZ darauf, nach
den Wahlen Änderungen gemeinsam zu beschließen, um die
Anwohner zu entlasten. Es kann schließlich nicht sein, daß
die Bürger der Innenstadt mit ihrer Gesundheit und Wertverfall
ihrer Häuser allein gelassen werden, zudem der Verfall der Stadt
damit einhergeht.
Die Grundeinstellung der Stadtverantwortlichen muß sich
ändern, wenn der Magistrat 5 Monate nach Antragstellung am
04.01.11 schreibt, daß er die Anwohner-/LIZ-Forderung nach
zusätzlichen Fußgängerampeln in der
Siegfriedstraße irgendwann im Frühjahr 2011 mit neuer
Verkehrszählung prüfen lassen will, „da aufgrund der
Jahreszeit und damit verbundener Witterung der Spielplatz kaum genutzt
werden kann und eine jetzt durchgeführte Verkehrszählung
nicht zielführend wäre“. Als ob es keine Anwohner
gäbe, die die Straße auch im Winter überqueren und
keine aktuellen Zahlen vorliegen, die ohnehin für eine
Ampelinstallation unnötig sind. Das ist Hinhaltetaktik: dies
obwohl seit Jahrzehnten alle Parteien die Erfordernis einer
Überquerungshilfe anerkannt haben und ASV, Stadt und Kreis diese
bei einem Gespräch im November einräumten. Einzig die
amtsin-terne Kostenverteilung ist strittig, die sich ohnehin an der
Nutzung einer installierten Ampel besser messen läßt, als
auf theoretischen Zählungen. Ampeln, wenn sie für den
Kfz-Verkehr bestimmt sind, z.B. am Altstadthotel, an der
Einmündung Nordstadt oder Weiherhausstraße waren da
schneller von den gleichen Beamten gestellt, auch wenn diese seit
Jahren gar nicht benötigt werden und abgeklemmt sind.
Man kann die AS-Süd natürlich weiter verschlafen, bis
Laudenbach und Hemsbach sich geeinigt haben, dort aber zu erheblichen
Lasten der Natur. Baden-Württemberg scheint ein anderer uns nichts
anzugehender Kontinent zu sein – das Sankt-Florians-Prinzip der
GLH? Oder lieber westlich der Autobahn durch Ackerflächen und Naturschutzräume mit 2
Autobahnbrücken und Anschlußstelle auf dem Segelflugplatz oder in den
Ausgleichsflächen der Stadt, allein auf Kosten der Stadt, wie die wenig
realistischen Vorschläge der SPD, die genau das eröffnen was CDU und Herr
Burelbach fordern: die Besiedlung des Weschnitzgebietes? Die LIZ hat auf Grundlage der geringst möglichen Eingriffe in
den Naturraum, zu Gunsten aller Betroffenen, auch der Transportwege der
ESM von Mitlechtern ins Heppenheimer Gewerbegebiet, Vorschläge im
bebauten Gebiet unterbreitet, die sie nochmals zusammen mit ihren
Kandidaten für die Kommunalwahl am Donnerstag, den 20.01.2011 um
19:00 Uhr im Vereinshaus Kupferkessel vorstellen wird. Auch die
Vertreter der GLH sind herzlich eingeladen sich zu informieren.
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Region-Bergstraße
(Suchwort z.B.:Siegfriedstr.)
Pressemitteilung
11. Januar 2011
WG LIZ
gekürzt erschienen im Starkenburger Echo Bergsträßer Anzeiger
"Lieber Tempo 30 als Flüsterasphalt"
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Die LIZ sagt die Wahrheit!
Die Forderung
nach lärmmindernden Maßnahmen ist eine alte Forderung der Anwohner,
insoweit wird selbstverständlich das Beharren von Herrn Vettel (FDP)
auf LOA begrüßt. Die LIZ macht sich nicht die Argumentation des ASV zu
eigen, akzeptiert aber die rechtlichen Vorgaben für die Behörde,
nämlich der Nachweis der Lärmminderung und Anerkennung als
Standartbauweise, dieses unter Verwendung von u.a. Altreifen
hergestellten Straßenbelages. Es kann jedoch sein, daß die Stadt
Heppenheim für die Mehrkosten aufkommen muß. Im Beschluß der
Stadtverordnetenversammlung fehlt aber diese Zusage der
Kostenübernahme, wie auch der ausdrückliche Wunsch nach LOA, den die
LIZ als Einzelmaßnahme nicht für ausreichend hält. Im
Stadtverordnetenbeschluß, nach Vettel „konkretes Maßnahmenbündel“, ist
ausschließlich die Rede davon, „daß sämtliche Möglichkeiten zur
Lärmminderung ausgeschöpft werden“ sollen. Die LIZ fragt sich nur,
warum die Fraktionen dann u.a. Tempo 30 ablehnten, wenn sie es denn
ehrlich meinen. Schließlich ist diese Maßnahme, wie andere von der LIZ
geforderte auch, sofort umsetzbar, rechtlich möglich, kostet weniger
und hat einen sofortigen nachgewiesen Lärmminderungseffekt. Eine
Bauzeitverkürzung von 40% kann auch nicht allein aufgrund eines
Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung realisiert werden. Ebenso
fragt sich die LIZ warum die Entscheidung über den Antrag auf
Ortsumfahrungen zurückgestellt wurde bis der Verkehrsentwicklungsplan
vorliegt, obwohl für diesen gar kein Untersuchungsauftrag für
Ortsumfahrungen vorliegt, die Fraktionen aber gleichzeitig dem Ausbau
der Siegfriedstraße zur Rennstrecke zustimmten. Das, obwohl der Entwurf
grob mangelhaft ist, u.a. weil nicht einmal die Grundlagenermittlung
erbracht, keine Kostenberechnung vorgelegt wurde und die genannte
Stellplatzanzahl mehr Wunschdenken des ASV als konkrete Planung ist.
Auffällig war auch, daß die Anwohner auf der allein auf öffentlichen
Druck zustande gekommenen Informationsveranstaltung mehr und
kritischere Fragen stellten als die Stadtverordneten. Diese stimmten
aber bereits vor der Information der Anwohner und Bürger dem Ausbau zu.
Das Hessische Ministerium für Verkehr (HSVV) ist für 13 bestehende
Tunnel zuständig und betreut 20 im Bau befindliche. Der für seine
Sicherheit ausgezeichnete Lohbergtunnel in Ober-Ramstadt (1.080 m
Tunnel, 2,1 km Umgehungsstr. etc., 51 Mio.€, 14.000 Kfz, 100%
Kostenübernahme Bund, 3,5 Jahre Bauzeit) von Herrn Semmler (CDU) als
Netzmanager des ASV mitbetreut, wurde von der LIZ bei der Ermittlung
der Kosten herangezogen, ebenso wie die Ortsumfahrung Schriesheim mit
Branichtunnel (1.800 m Tunnel, 3,3 km Straße, 3 Brücken, 2
Unterführungen, etc., 63. Mio.€, 12.200 Kfz) für eine weniger belastete
Landstraße und weitere. Diese weisen selbstverständlich alle
Sicherheitseinrichtungen auf, auch Fluchtstollen. Auch sind
Ortsumfahrungen Stand der Technik und Tunnel werden nicht mehr mit
Spitzhacke und Schippe gebaut. Insoweit sind die Vorschläge keine
„Traumpläne“, „Tauben auf dem Dach“ oder „Visionen“ sondern
Alltagsgeschäft. Auch sagt die LIZ die Wahrheit, wenn sie von
Entlastung für alle Bürger spricht. Den Vorschlägen liegen umfassende
städtebauliche Konzepte zu Grunde die Heppenheim eine Perspektive für
die Zukunft eröffnen. Wenn der politische Wille da ist, werden
Ortsumfahrungen gebaut. Die LIZ sieht den von den Fraktionen (CDU, SPD,
FDP, FWH) geforderten 9 Mio.€ teuren „Durchbruch“, den allein die Stadt
Heppenheim zu bezahlen hat, und auf den bereits die Gebäudeform des
St.Katharina zum Schaden eines vernünftigen Städtebaus abgestellt
wurde, als innenstadtschädlich an. Woher das Geld für diese die
Verkehrsproblematik verschärfende Maßnahme kommen soll, ebenso wie für
den im Lärmminderungsplan 2003 festgestellten Bedarf an
Lärmschutzwänden entlang der Bgm.-Metzendorf-Straße, den seit langem
geplanten 4-spurigen Ausbau der Tiergartenstraße oder für die über das
Gewerbegebiet-Süd begründeten Bedarf nach der Anschlußstelle-Süd
bleiben die Stadtverordneten schuldig. Die Pläne der LIZ erlauben eben
eine erhebliche finanzielle Beteiligung des Bundes auch an der AS-Süd
und Tiergartenstraße zum Vorteil für die Stadt Heppenheim und
Lärmschutz für alle Anwohner. Keine Lösung für die innerstädtische
Verkehrsproblematik anzubieten ist der LIZ zu wenig. Deswegen hat die
LIZ sich entschlossen zur Kommunalwahl anzutreten, Peter Janßen sich um
das Amt des Bürgermeisters zu bewerben. Wer sich u.a. hierüber
informieren möchte oder auch realisierbare Alternativvorschläge
diskutieren möchte ist herzlich eingeladen zur
Informationsveranstaltung der LIZ am 20.01.2011 um 19:00 Uhr im
Vereinshaus Kupferkessel. Der ursprünglich angesetzte Termin am
13.01.11 wurde aus organisatorischen Gründen um eine Woche verschoben. |
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Starkenburger Echo
04. Januar 2011
e
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Historische Ansicht: Früher Fürther Straße, heute Siegfriedstraße – die Anwohner
der Vorstadt leiden unter dem täglichen Pendelverkehr. Anachronistisch muten die
Aufnahmen aus der Zeit vor 1954 an, die fast eine Postkartenidylle zeigen, mit
Menschen auf der Straße und Fahrrädern als Fortbewegungsmittel Nummer eins. Foto: Heppenheimer Lexikon
Flüsterasphalt hilft nicht weiter
Siegfriedstraße: Heppenheims Interessengemeinschaft LIZ kann Vorschlag der
FDP nur wenig abgewinnen
HEPPENHEIM. Die FDP, heißt es in einer Presseerklärung der
Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ), thematisiert zu Recht
die auf die Anwohner zukommenden weiteren Belastungen durch den Ausbau
der Siegfriedstraße zu einer Rennstrecke und fordert den Einbau
von Flüsterasphalt, der „30 bis 50 Prozent
Lärmreduktion“ bringen würde (ECHO vom 29. Dezember).
Das ASV Bensheim habe diese angeblich mögliche hohe
Lärmreduktion jedoch zu Recht bestritten und bezüglich des
lärmoptimierten Asphaltes (LOA) auf die fehlende Zulassung
verwiesen, und daher bereits mehrfach einen Einbau abgelehnt, zuletzt
vor dem Bauausschuss.
Die Forderung der FDP, „alle Möglichkeiten der
Lärmminderung auszuschöpfen“, schreibt die LIZ, ist
„ehrenwert, aber ohne Nennung und Kostenübernahme der einzig
übriggebliebenen Maßnahme, nämlich
Lärmschutzwände entlang der innerstädtischen B 460, wohl
auch mehr ein Wunsch als eine ernstzunehmende realistische
Maßnahme“. Ebenso erscheine die Forderung „alle
Möglichkeiten der täglich maximalen Arbeitszeit auszunutzen
auch an Samstagen“, um die Bauzeit zu verkürzen,
zweischneidig.Einerseits sei es für die ansässigen
Gewerbetreibenden „kein großer Unterschied, ob die Bauzeit
drei oder dreieinhalb Jahre dauere, wenn der Entzug der
Geschäftsgrundlage schon nach einem halben Jahr in die Insolvenz
führe. Übrigens eine Bauzeitlänge, die allein den
Interessen des Durchgangsverkehr geschuldet ist“. Andererseits
frage man sich, was schlimmer sei, Arbeitslärm bis spät in
die Nacht, um möglichst schnell wieder noch mehr Verkehrslärm
erdulden zu müssen, oder die längere Bauzeit.
Auch die bisher ablehnende Haltung der FDP „zu schnellen und effektiven
Maßnahmen“ wie Tempobeschränkungen, Fernlasterfahrverbot und Ortsumfahrungen
weise darauf hin, dass hier auswärtige oder Eigeninteressen auf ein schnelleres
Vorankommen Vorrang vor Anwohnerinteressen eingeräumt werde. Wenn die FDP es
ehrlich mit den Anwohnern meine, heißt es weiter, sollte sie sich zusammen mit
den Anwohnern für eine zukunftsträchtige Verkehrsführung mit Ortsumfahrungen,
die eine geordnete Stadtentwicklung und Zukunftsperspektive auch für die
Gewerbetreibenden entlang der Strecke ermöglicht, einsetzen, oder für einen alt-
und innenstadtgerechten Umbau der Straße unter Inkaufnahme von Nachteilen für
die Stadtteile und den Odenwaldkreis.
Denn die Anwohner seien nicht nur gesundheitsschädigendem Lärm
ausgesetzt, sondern auch den ebenso gesundheitsgefährdenden Feinstaub- und
Abgasimmissionen, den Erschütterungen und dem Wertverlust ihres
Gebäudeeigentums. Die täglichen Verkehrsgefährdungen, Anliegergebühren für
zusätzliche Belastungen, der geplante Wegfall beziehungsweise Kostenpflicht der
Stellplätze, die eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit von Balkonen und Gärten,
sowie die täglichen Beleidigungen durch eilige Pendler seien weitere Punkte.
Anliegergebühren, die im übrigen nur anfielen, weil zur Aufrechterhaltung
des Verkehrsflusses während der Bauzeit der Stadtbach umgelegt werden soll. Die
Neugestaltung „dürfte hierbei nur ein Deckmäntelchen sein, um Kosten auf die
Anwohner abzuwälzen“. Denn wer glaube ernsthaft, dass bei dann zu erwartenden 20
000 Kraftfahrzeugen pro Tag mit hohem Schwerverkehrsanteil noch jemand das
Laufen des Brunnens wahrnimmt, oder bei acht Meter breitem frei durchgängigen
Asphaltband, das ein noch schnelleres Durchfahren ermöglicht, sich eine
„Randgestaltung“ positiv auswirken kann. „Gegen die täglich abgefahrenen Spiegel
an ordnungsgemäß abgestellten Autos hilft der Flüsterasphalt ebensowenig“. Auch
diese Kosten müssten die geschädigten Anwohner im Normalfall tragen - allein
vier Spiegel am 28. Dezember, wie der Kurzmeldung neben dem FDP-Bericht zu
entnehmen ist.
Über diese Thematik und den Stand der Siegfriedstraßenausbaus lädt die IG
LIZ die Öffentlichkeit am 20. Januar (Donnerstag) um 19 Uhr in den
„Kupferkessel“ (Vereinshaus), Graben 5, ein. Der ursprünglich angekündigte
Termin zum 13. Januar wurde aus organisatorischen Gründen um eine Woche
verschoben. Es wird an diesem Abend das „fragwürdige Vorgehen des ASV-Bensheim
und der Stadt unter anderem über den Umbau der Lorscher Straße und der
Hermannstraße beleuchtet“. Ebenso werde das, aufgrund der Verweigerungshaltung
der Fraktionen notwendig gewordene kommunalpolitische Engagement über die WG LIZ
(Wählergemeinschaft LIZ) und die Bürgermeisterkandidatur von Peter Janßen
vorgestellt. Diskussionen sind an diesem Abend ausdrücklich erwünscht, ebenso
wie Anregungen und Vorschläge aus der Bürgerschaft.
Termin
IG LIZ, Infoveranstaltung zur Siegfriedstraße, 20. Januar (Donnerstag), 19
Uhr, „Kupferkessel“ (Vereinshaus), Am Graben 5.
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Starkenburger Echo
16. Dezember 2010
jr
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Vorstädter haben die Nase voll
Siegfriedstraße: Anwohner befürchten noch schlimmere Verkehrsbelastung, wenn die Sanierung beginnt
Reges Interesse bestand an der Informationsveranstaltung der Stadt, in
der es am Dienstagabend im Kurfürstensaal um die Erneuerung der
Siegfriedstraße und der Stadtbachverdolung im Bereich der Heppenheimer
Vorstadt ging. Foto: Karl-Heinz Köppner
HEPPENHEIM. Hochschlagende Emotionen, schlechte Akustik, mangelhafte Regie: Es war
nicht ganz leicht, der Informationsveranstaltung der Stadt zur
Erneuerung der Siegfriedstraße und Stadtbachverdolung in Heppenheims
Vorstadt zu folgen. Dabei waren gut 70 Anlieger der vielbefahrenen
Hauptverkehrsachse am Dienstagabend in den Kurfürstensaal gekommen, um
Klarheit über eine ganze Reihe von Problemen zu erhalten, die sie auf
sich zukommen sehen: Welche Kosten entstehen für sie, wie wird der
Verkehr während der Sanierungsarbeiten bewältigt, wie sieht es nach der
Sanierung mit Parkplätzen aus, sind die denkmalgeschützten Häuser durch
die Bauarbeiten gefährdet? Antworten gab es viele, Klarheit am Ende aber
nicht unbedingt und sicher nicht in allen Fragen.
Knapp 6
Millionen Euro sollen insgesamt in Straßen- und Stadtbachsanierung
gesteckt werden, wobei die Stadt mit 30 Prozent an den Kosten beteiligt
ist. Auf die Anwohner kommen Beiträge zu - dies im Großen und Ganzen
allerdings nur im Zusammenhang mit der Erneuerung der Bürgersteige.
Baubeginn wird wohl nicht vor 2013 sein, in der zurückliegenden
Bauausschusssitzung war noch von einem früheren Beginn die Rede. Auch
die Bauzeit wird jetzt mit drei Jahren angegeben, nachdem zunächst von
dreieinhalb Jahren gesprochen wurde. Sicher aber nach wie vor: Auf die
Anlieger der von täglich 15 000 Fahrzeugen genutzten Straße kommen große
Belastungen zu.
Insofern wird auch der Versicherung von
Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) und Arno Krämer vom Amt für Straßen
und Verkehrswesen (ASV) Skepsis entgegen gebracht, dass der
Schwerlastverkehr für die Dauer der Arbeiten umgeleitet wird - der
Verweis auf den immer wieder gesperrten Saukopftunnel löste schlicht
Heiterkeit im Publikum aus. Hier geht man vielmehr davon aus, dass der
Verkehr während der Sanierungsarbeiten immer wieder zusammenbrechen wird
- schon jetzt gibt es immer wieder lange Staus auf der Pendlerstrecke.
Ein großes Problem, und dies nicht zuletzt für die Geschäftsleute,
sehen die »Hutzelschweizer« auch in der Ankündigung, nur noch rund 100
Parkplätze entlang der Siegfriedstraße auszuweisen. Derzeit ist von rund
160 Kraftfahrzeugen die Rede, die täglich entlang der Straße geparkt
werden - viele hiervon allerdings illegal und gegen bestehende
Parkverbote. Das Parkdeck, das laut Herbert auf der Nordseite der
Siegfriedstraße in der Nähe des Gasthauses Zum Hirsch mit Hilfe eines
Investors entstehen soll, könnte mit seinen 120 Stellplätzen Abhilfe
schaffen - aus Sicht eines Anliegers aber auch an der
Bodenbeschaffenheit scheitern: Ton und gewachsener Fels würden das
Projekt mindestens erschweren.
Angesichts der
Verkehrsbelastung wurde im Kurfürstensaal die Forderung nach einer
zweiten Fußgängerampel in Richtung Kirschhausen laut, über die nun auch
nachgedacht werden soll. Bezweifelt wurde, dass Radfahrer künftig
sicherer unterwegs sein werden, wenn ihnen wie angekündigt ein
Schutzstreifen auf der B 460 spendiert wird - das Modell, das auf der
Heidelberger Straße in Bensheim erfolgreich ist, sei auf die gut fünfmal
stärker belastete Bundesstraße nicht übertragbar, die B 460 außerdem zu
schmal für das Nebeneinander von Lastern und Radlern.
Skepsis
herrscht aber auch mit Blick auf die eigentlichen Bauarbeiten, vor allem
die an der Stadtbachverdolung, die nach Aussage der beteiligten
Planungsingenieure so schonend wie irgend möglich ablaufen sollen. So
wurde die Frage laut, wie stark die zum Teil jahrhundertealten Häuser in
Mitleidenschaft gezogen werden und wie weit Schäden ersetzt werden.
Versichert wurde den Betroffenen, dass ein sogenanntes
Beweissicherungsverfahren für alle Gebäude durchgeführt wird, das den
Zustand vor Beginn der Arbeiten dokumentiert. Der im Publikum erhobene
Vorwurf, den Sanierungsentwurf ohne die notwendige Mitwirkung der
Denkmalschutzbehörde erarbeitet zu haben, wurde wenig überzeugend
zurückgewiesen.
Deutlich wurde, dass die sonst eher ruhigen und
die Verkehrsbelastung stoisch hinnehmenden Vorstadtbewohner am Ende
ihrer Geduld sind. So wurde die Forderung nach einem Nachtfahrverbot für
Lkw laut, und der eine oder andere genervte Anlieger würde die B 460
lieber heute als morgen zur verkehrsberuhigten Straße machen. Die
Aussicht auf drei Jahre Bauarbeiten vor der Haustür - wobei, wie noch
einmal versichert wurde, es sich um »Wanderbaustellen« handeln und die
Straße immer halbseitig befahrbar sein wird - lässt die Anlieger noch
Schlimmeres als gewohnt befürchten. Vermeiden, machten Bürgermeister wie
ASV deutlich, lässt sich das Ganze jedoch nicht. Wenn im nächsten Jahr
das Planfeststellungsverfahren beginnt, sollten die Betroffenen deshalb
die Möglichkeit nutzen, Einblick in die dann konkreten Pläne zu nehmen
und ihre Interessen einzubringen. |
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Starkenburger Echo
17. November 2010
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Kein Platz für ordentliche Radwege
Innenstadt: Interessengemeinschaft LIZ kritisiert Pläne für Sanierung
der Siegfriedstraße in Heppenheim - »Durchgangsverkehr wird verstetigt
und beschleunigt«
HEPPENHEIM. Die Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ) hat das Ziel, die
Anwohner der Bundesstraßen in Heppenheim vom starken Durchgangs- und
Schwerlastverkehrs zu befreien und damit von Lärm und Abgasen - heißt es
in einer Presseerklärung der Initiative. Hierdurch würde aus Sicht der
IG gleichzeitig Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erreicht, aber
auch Platz für ausreichend Parkplätze könne entstehen. Das Stadtbild
könne endlich aufgewertet und Lebensqualität für die vielen Anwohner an
den beiden Bundesstraßen hergestellt werden - so die Initiative in einer
Presseerklärung.
Behörden und Stadtparlament dagegen wollten
»weiterhin den Verkehr ungehindert bei Tempo 50 mitten durch die Stadt
fließen lassen«. Sie nähmen in Kauf, »dass Anwohner gesundheitlich
geschädigt, Gebäude an Wert verlieren, die Innenstadt verödet, Schul-,
Spazier- und Einkaufswege gefährlich sind«. Erst im Oktober seien durch
das Stadtparlament erneut jegliche verkehrsbeschränkende Maßnahmen oder
Ortsumfahrungen abgelehnt worden.Aber: »Der von der Stadt zu bezahlende
ca. 9 Millionen teure Durchbruch ist nicht zu den Akten gelegt«.
Dieser
soll die Lorscher mit der Lehrstraße verbinden, um noch mehr Verkehr
mitten durch Heppenheim zu leiten. Dass dieser Plan weiterverfolgt
werde, belege die städtische Beantragung für den Regionalplan im
vergangenen Herbst und die Aufnahme in das aktuelle Integrierte
Handlungskonzept (IHK).
Das städtebauliche Ergebnis werde eine
Katastrophe sein und höhere Durchfahrtsgeschwindigkeiten zur Folge
haben. Anwohner, Fuß- und Radfahrer würden wie immer Leidtragende sein.
Der
Streit in Kirschhausen, »wo Sicherheit vorgaukelnde Schutzstreifen für
Radfahrer gegen Parkplätze von Anwohnern, Besuchern und Geschäftskunden
ausgespielt werden«, heißt es weiter, könne nicht darüber
hinwegtäuschen, »dass ASV, Kreis und Stadt gemeinsam längst bauliche
Tatsachen durch ein 8,5 Meter breites Asphaltband geschaffen und so den
Status quo für den Schwerlast- und Durchgangsverkehr gesichert haben«.
Viel Geld werde ausgegeben, ohne den Anwohnerschutz oder die
Verkehrssicherheit zu verbessern.
Gleiches stehe nun in der
Siegfriedstraße in Heppenheim an, wo der Stadtbach nach Erkenntnissen
der IG neu verdolt und die Straße für 5 Millionen Euro neu hergestellt
werden solle.
Am Donnerstag (18.) um 18 Uhr befasse sich der
Bauausschuss im Rathaus mit dem Entwurf. Auch hier, heißt es weiter,
sollen Schutzstreifen für Radfahrer aufgemalt werden, weil angesichts
der vorhandenen und prognostizierten Verkehrszunahmen für ordentliche
und sichere Radwege kein Platz ist. »Es sollen über 120
Parkmöglichkeiten entfallen und unter Missachtung der Richtlinien ein
durchgängiges mindestens acht Meter breites Asphaltband entstehen«.
Der
Querschnitt des Stadtbaches betrage derzeit an der engsten Stelle ca.
1,2 Quadratmeter. Dieser solle umgelegt und einfach wieder für den
Durchgangs- und Schwerlastverkehr neu überdeckelt werden, ohne dass eine
Öffnung auch nur stellenweise geprüft worden sei.
Dass nun auf
den etwa drei Kilometer zwischen Würzburger Tor und Kirschhausen ein
Überweg für Fußgänger eventuell mit Ampel vorgesehen werde, dürfe
angesichts der städtischen Stellungnahme zum Lärmaktionsplan
angezweifelt werden. Denn da werde unter anderem sogar gefordert, zur
Verstetigung des Verkehrs bestehende Fußgängerampeln zu beseitigen.
Dafür,
»dass Parkmöglichkeiten entfallen, Radfahrer allein durch eine
aufgemalte Strichlinie getrennt vom Kfz-Verkehr (der den Schutzstreifen
mitbenutzten darf) auf die Straße gezwungen werden, der
Durchgangsverkehr verstetigt und beschleunigt wird, sollen die Anwohner
über Anlieger- und anschließenden Parkplatzgebühren auch noch zahlen«.
So
ließen sich dann dort auch noch mehr als die derzeit schon unzumutbaren
über 16 000 Fahrzeuge täglich durchschleusen. Die Aussage von Polizei
und Kreisverkehrsbehörde, es sei unverantwortlich, Kinder allein zum an
die Siegfriedstraße (B460) direkt angrenzenden Spielplatz an der KLN
gehen zu lassen, »spricht für sich«: »Ist dies die in jedem Wahlkampf
versprochene familienfreundliche Stadt Heppenheim?«
Nicht
nachvollziehbar sei auch, heißt es abschließend in der Erklärung, »warum
die in den letzten Jahren laufend verfallenden Straßenbaufördergelder
für Hessen nicht abberufen werden, um für Heppenheim, wie andernorts,
Ortsumfahrungen zu bauen. Noch nicht einmal angefragt hat die Stadt
Heppenheim in Wiesbaden!« |
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region bergstrasse
November 2010
e
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Presseerklärung der IG und WG LIZ
Heppenheim
zum Thema Schutzstreifen für Radfahrer
Zum Artikel keine Schutzstreifen für Radfahrer vom 30.10.10 und folgende.
Die IGLIZ hat das Ziel die Anwohner der Bundesstraßen in Heppenheim vom
starken Durchgangs- und Schwerlastverkehrs zu befreien und damit von
Lärm und Abgasen. Gleichzeitig wird Sicherheit für Fußgänger und
Radfahrer erreicht, und Platz für ausreichend Parkplätze kann entstehen.
Das Stadtbild kann endlich aufgewertet und Lebensqualität für die
vielen Anwohner an den beiden Bundesstraßen hergestellt werden. Behörden
und Stadtparlament wollen dagegen weiterhin den Verkehr ungehindert bei
Tempo 50 mitten durch die Stadt fließen lassen. Sie nehmen in Kauf, daß
Anwohner gesundheitlich geschädigt, Gebäude an Wert verlieren, die
Innenstadt verödet, Schul-, Spazier- und Einkaufswege gefährlich sind.
Erst im Oktober wurden durch das Stadtparlament (CDU,SPD,FDP,GLH,FWH)
erneut jegliche verkehrsbeschränkende Maßnahmen oder Ortsumfahrungen
abgelehnt. Jedoch der von der Stadt zu bezahlende ca. 9 Mio.€ teure
Durchbruch ist nicht zu den Akten gelegt. Dieser soll hinter dem neuen
Altenheim unter Abriss des ehemaligen Odeon-Kinos, eines Wohnhauses und
des Tedi-Marktes, die Lorscher mit der Lehrstraße verbinden, um noch
mehr Verkehr mitten durch Heppenheim zu leiten. Daß dieser Plan
weiterverfolgt wird, belegt die städtische Beantragung für den
Regionalplan im letzten Herbst und die Aufnahme in das aktuelle
Integrierte Handlungskonzept (IHK). Für diesen Durchbruch
instrumentalisiert der Magistrat nun sogar das Lärmschutzbedürfnis der
Anwohner durch Geltendmachung als ‚grundsätzliche Forderung‘ im Rahmen
der Lärmaktionsplanung. Zu bezweifeln ist, daß die Altenheimbewohner auf
den derzeit noch relativ ruhigen Nord- und Westseiten den gleichen
unzumutbaren Lärm wie auf Süd- und Ostseite haben wollen (mehr als 80
dB(A)). Die Anwohner der Niedermühl-, Friedrich-Ebert-, und
Pestalozzistraße dürften hierüber ebensowenig erfreut sein. Denn es
würde zu einer massiven Lärm- und Abgasbelästigung mit einhergehendem
Grundwertverlust kommen, die auch das Umfeld treffen. Das städtebauliche
Ergebnis wird ohnehin eine Katastrophe und höhere
Durchfahrtsgeschwindigkeiten zur Folge haben. Anwohner, Fuß- und
Radfahrer werden wie immer Leidtragende sein.
Der Streit in Kirschhausen, wo Sicherheit vorgaukelnde Schutzstreifen
für Radfahrer gegen Parkplätze von Anwohnern, Besuchern und
Geschäftskunden ausgespielt werden, kann nicht darüber hinwegtäuschen,
daß ASV, Kreis und Stadt gemeinsam längst bauliche Tatsachen durch ein
8,5 m breites Asphaltband geschaffen und so den Status quo für den
Schwerlast- und Durchgangsverkehr gesichert haben. Viel Geld wird
ausgegeben, ohne den Anwohnerschutz oder die Verkehrssicherheit zu
verbessern. Jeder sollte sich darüber im klaren sein, daß bloße
Markierungen, ob für Schutzstreifen oder Parkplätze genauso schnell
wieder beseitigt werden können, wie sie aufgemalt sind. Kirschhausen ist
nur eine Teilmaßnahme einer seit Jahren im Ausbau befindlichen
Fernstraße. Es steht eigentlich nur noch das Fachwerkhaus am östlichen
Ortseingang im Weg ... .
Gleiches steht nun in der Siegfriedstraße in Heppenheim an, wo der
Stadtbach neu verdolt und die Straße für 5 Mio.€ neu hergestellt werden
soll. Am Dienstag 18:00 Uhr befasst sich der Bauausschuß im Rathaus mit dem
Entwurf, weswegen alle Interessierten und Anwohner sich dort informieren
sollten. Auch hier sollen Schutzstreifen für Radfahrer aufgemalt
werden, weil angesichts der vorhandenen und prognostizierten
Verkehrszunahmen für ordentliche und sichere Radwege kein Platz ist. Es
sollen über 120 Parkmöglichkeiten entfallen und unter Mißachtung der
Richtlinien ein durchgängiges mindestens 8 m breites Asphaltband
entstehen. Der Querschnitt des Stadtbaches beträgt derzeit an der
engsten Stelle ca. 1,2 m². Dieser soll umgelegt und einfach wieder für
den Durchgangs- und Schwerlastverkehr neu überdeckelt werden, ohne daß
eine Öffnung evtl. auch nur stellenweise geprüft wurde. Daß nun auf den
ca. 3 km zwischen Würzburger Tor und Kirschhausen ein Überweg für
Fußgänger evtl. mit Ampel vorgesehen wird, darf angesichts der
städtischen Stellungnahme zum Lärmaktionsplan angezweifelt werden. Denn
da wird u.a. sogar gefordert zur Verstetigung des Verkehrs bestehende
Fußgängerampeln zu beseitigen. Dafür, daß Parkmöglichkeiten entfallen,
Radfahrer allein durch eine aufgemalte Strichlinie getrennt vom
Kfz-Verkehr (der den Schutzstreifen mitbenutzten darf) auf die Straße
gezwungen werden, der Durchgangsverkehr verstetigt und beschleunigt
wird, sollen die Anwohner über Anlieger- und anschließenden
Parkplatzgebühren auch noch zahlen. So lassen sich dann dort auch noch
mehr als die derzeit schon unzumutbaren über 16.000 Kfz/täglich
durchschleusen. Die Aussage der Herren Bitsch (Polizei) und Hetjens
(Kreisverkehrs-behörde), es sei unverantwortlich, Kinder allein zum an
die Siegfriedstraße (B460) direkt angrenzenden Spielplatz an der KLN
gehen zu lassen, spricht für sich, zumal es sich um einen Schulweg
handelt und die Herren seit über 20 Jahren zuständig für die Sicherheit
an dieser Straße sind. Ist dies die in jedem Wahlkampf versprochene
familienfreundliche Stadt Heppenheim?
Nicht nachvollziehbar ist auch, warum die in den letzten Jahren laufend
verfallenden Straßenbau-fördergelder für Hessen nicht abberufen werden,
um für Heppenheim, wie andernorts, Ortsumfahrun-gen zu bauen. Noch nicht
einmal angefragt hat die Stadt Heppenheim in Wiesbaden!
i.V.d.IG und WG LIZ Peter Janßen
kontakt@liz-hp.de
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Bergsträßer Anzeiger 16. November 2010
zg
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Innenstadt-Initiative
Was wird aus der Siegfriedstraße?
HEPPENHEIM. In einer Presseerklärung übt die Bürgerinitiative Leben
im Zentrum (LIZ) Kritik an den Plänen für die Sanierung der
Siegfriedstraße. Die Entwurfplanung für die Siegfriedstraße sehe unter
anderem ein durchgängiges acht Meter breites Asphaltband vor. Um die
Einengung der Straße durch Anwohnerparken zu vermeiden, würden etwa 100
Stellplätze baulich angelegt. Im Bereich zwischen Kleinem Markt und
Würzburger Tor sei hierbei Parkraumbewirtschaftung (Parkscheinautomaten
oder ähnliches) vorgesehen. Nach Ansicht der Initiative verstößt die
Planung gegen geltendes Recht und Richtlinien. Die LIZ habe mit allen im
Stadtparlament vertretenen Gruppierungen gesprochen; alle Fraktionen
hätten sich für einen Ausbau als Fernstraße zugunsten des
Durchgangsverkehrs und zu Lasten der Anwohner ausgesprochen - nach dem
Motto: selbst Schuld, wer dort wohnt bzw. hinzieht. Auch wenn eventuell
im Dezember noch eine öffentliche Vorstellung erfolge, "sollte sich
jeder Bürger sein eigenes Bild über seine politischen Vertreter im
Bauausschuss am Dienstag machen". zg
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Starkenburger Echo
18. September 2010
e
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Innenstadtinitiative LIZ will Politik als Wählergemeinschaft
beeinflussen
HEPPENHEIM. »Da Stadtverwaltung und Kommunalpolitik fortgesetzt das Anliegen der Anwohner
der beiden Heppenheim zerschneidenden Bundesstraßen auf Minderung der
Verkehrsimmissionen und Verbesserung der Verkehrssituation ignorieren, ist in
der Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (LIZ) der Entschluss gefasst worden,
sich zusätzlich kommunalpolitisch zu engagieren. Hierfür wurde durch die Gründer
der IG LIZ u.a. am 21.08.2010 der Verein ,Wählergemeinschaft Leben im Zentrum -
WG LIZ' ins Leben gerufen«: Da die etablierten Parteien vor den Wahlen
Bürgernähe und -beteiligung zeigten, um anschließend wie bisher fortzufahren,
heißt es in einer Erklärung, wolle die neue Wählergemeinschaft künftig
»Bürgerinteressen parteiunabhängig nun selbst vertreten«. Das
außerparlamentarische Engagement der IG LIZ bleibe hierbei wie bisher bestehen.
Durch veränderte Verkehrsführungen des Durchgangsverkehrs sollen
Freiräume entstehen, heißt es weiter, die in der Kernstadt wie in den
Stadtteilen eine gedeihliche Entwicklung erlauben. Dies zu ermöglichen,
»erfordert unser fortgesetztes Engagement in allen Bereichen der
Kommunalpolitik. Wir werden uns für eine Modernisierung der Verwaltung hin zu
einem Dienstleister einsetzen, der in seinen Entscheidungen transparent ist, der
Beiräte und Bürgervereinigungen und den einzelnen Bürger mit seinen Anliegen
ernst nimmt, ihm hilft und unterstützt«.
Ein ausführliches Wahlprogramm, heißt es abschließend, werde gesondert
veröffentlicht. Die regelmäßigen Treffen der WG LIZ sind jeweils am zweiten
Montag im Monat im »Haus der Begegnung«.
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Starkenburger Echo
22. Juli 2010
jr
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Gekappter Protest
Verkehr: Bürgermeister lässt Transparent gegen
Verkehrsbelastung in der Innenstadt entfernen - ,,Sicherheit
gefährdet"

Protest mit Konfliktpotenzial: Das Transparent, mit dem Anwohner der
B 460 in Heppenheim gegen die Verkehrsbelastung in der Innenstadt
protestierten, vor seiner Demontage durch Mitarbeiter der
Stadtverwaltung. Foto: Karl-Heinz Köppner
HEPPENHEIM. ,,Täglich 34 400 Kfz + Lkw durchs Zentrum. Lebensqualität? Tempo 30.
Lkw raus. A5 Süd u. Maibergtunnel jetzt!": Vier Tage lang hing das
Protestbanner über der B 460, der Lorscher Straße in Heppenheim, und
machte auf Forderungen der Innenstadtinitiative LiZ (Leben im Zentrum)
aufmerksam, die seit geraumer Zeit für weniger Verkehr auf den
Hauptdurchgangsstraßen der Kreisstadt kämpft. Auch beim Auftritt des
Formel 1-Piloten Sebastian Vettel in seiner Heimatstadt am vergangenen
Sonntag hing das Transparent hoch über der Lorscher, und etliche Tausend
Besucher des ,,Homerun" dürften die klare Botschaft bemerkt haben.
Am Mittwoch
war Schluss mit dem Protest: Mitarbeiter des städtischen Bauhofes
kappten auf Anweisung von Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) und in
Abstimmung mit der zuständigen Behörde des Kreises die Drahtseile, mit
denen das Transparent über der vielbefahrenen Straße befestigt war, und
Peter Janßen, Sprecher der Initiative und Initiator der Aktion, musste
den Protest erst einmal zusammenfalten und - möglicherweise bis zu einer
nächsten Aktion - zwischenlagern.
Leicht gemacht hatte Janßen
(der der Verwaltung das Leben auch bei anderen Gelegenheiten - wie bei
der von ihm heftig kritisierten Flurbereinigung am Schlossberg
beispielsweise - schwer macht) den beiden Mitarbeitern des Bauhofes
sowie zwei weiteren der Ordnungsbehörde (,,Hipos") das Entfernen des
Transparentes nicht. Aussagen des Bürgermeisters gegenüber dem ECHO,
dass es zu einem ,,Handgemenge" zwischen Janßen und den städtischen
Angestellten gekommen sei, weist der derart Beschuldigte aber scharf
zurück: Das sei absoluter Quatsch, es sei zwar laut, aber völlig ohne
körperlichen Einsatz abgegangen. Beharre Herbert auf dem ,,Handgemenge",
werde er Strafanzeige wegen übler Nachrede stellen. Allerdings habe er
wiederholt die Frage nach einer Rechtsgrundlage für das Entfernen des
Transparentes gestellt und seitens der Verwaltung zu hören bekommen,
dass es diese Rechtsgrundlage nicht gebe.
Das Argument, das
Transparent habe die Verkehrssicherheit gefährdet, lässt Janßen nicht
gelten. Das Banner sei in einer Höhe von über 4,50 Metern gut
abgesichert angebracht und sei für Lkw problemlos zu unterqueren
gewesen. Und auch die Polizei habe bis zur Alarmierung durch die
Stadtverwaltung am Mittwoch offensichtlich nichts einzuwenden gehabt
gegen das Banner - schließlich war der Protest in der Nacht zum Sonntag
installiert worden, als die Polizei zwecks Vorbereitung des
Vettel-Events genau diesen Teil der Lorscher Straße abgesperrt hatte.
Die Hundertschaft, die während der Großveranstaltung für Ordnung sorgen
sollte, habe direkt unter dem Banner ihre Fahrzeuge abgestellt, und auch
die Beamten vom Mittwoch, laut Bürgermeister ,,zum Schutz" der
städtischen Hilfspolizisten herbeigerufen, seien ausschließlich auf
Wunsch aus dem Rathaus herbeigeeilt.
Da er angeboten habe, das
Transparent abzuhängen, falls eine stichhaltige schriftliche Anordnung
vorliege, dieses Angebot aber nicht akzeptiert worden sei, werde er sich
gegen das Vorgehen Gerhard Herberts wehren. Peter Janßen hat
Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gegen den Bürgermeister und dessen
Mitarbeiter gestellt.
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Starkenburger Echo
18. August 2010
jr
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Herbert sieht ,,Foulspiel"
Verkehr: Bürgermeister droht mit juristischen Schritten gegen
,,Interessengemeinschaft Leben im Zentrum" wegen Aussagen in Flugblatt

Soll wieder über die Straße: Das Protest-Banner der IG Leben im Zentrum,
das beim „Vettel-Homerun“ Mitte Juli über der B 460 hing und von der
Verwaltung entfernt wurde. Archivfoto: Karl-Heinz Köppner
HEPPENHEIM. Dass sich die ,,Interessengemeinschaft Leben im Zentrum" (IG LIZ) und
die Verwaltung nicht sonderlich grün sind, ist schon bei früheren
Gelegenheiten deutlich geworden. So wirft die IG seit ihrer Gründung der
Rathausspitze vor, sich nicht wirklich um die Belange der vom
Verkehrslärm- und aufkommen gestressten Anwohner der Innenstadt rund um B
3 und B 460 zu kümmern. Auf der anderen Seite hatte Bürgermeister
Gerhard Herbert (SPD), der einige der Forderungen der IG für wenig
realistisch beziehungsweise nicht umsetzbar hält, erst vor kurzem gegen
den Widerstand der Initiatoren ein Banner über der B 460 (Lorscher
Straße) entfernen lassen, auf dem die IG gegen die als unzumutbar
empfundene Belastung durch den Straßenverkehr protestierte. Für die
Verwaltung ging mit dem Banner eine Gefährdung des fließenden Verkehrs
einher, die Haltedrähte wurden von Mitarbeitern der Verwaltung
kurzerhand gekappt.
Jetzt gibt es offensichtlich ein weiteres
Ärgernis für die Verwaltung, wie einer Presseerklärung aus dem Rathaus
zu entnehmen ist. Auf der Suche nach Mitstreitern und Unterstützern
verbreite die ,,Interessengemeinschaft Leben im Zentrum" (IG LIZ)
derzeit auf Flugblättern ihre Forderungen, ,,nicht ohne dem erwählten
Gegner (Bürgermeister Gerhard Herbert) diverse Vorhaltungen zu machen".
Nun müsse man, heißt es weiter, ,,im politischen Meinungsstreit nicht
jedes Wort auf die Goldwaage legen, und ob es angemessen ist, einem
Bürgermeister wegen Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (betreffend
Verkehr auf einer Bundesstraße) Vorhaltungen zu machen, ist vielleicht
eine Geschmacksfrage". Aussagen zu unterstellen, die nicht gemacht
wurden, ,,sollte allerdings auch in Wahlkampfzeiten als Foulspiel
gewertet werden". Die ,,Aussage des Bürgermeisters: man solle halt
wegziehen, wenn man sich vom Verkehr gestört fühlt", sei jedenfalls eine
Erfindung der Flugblattschreiber. Sollte sie wiederholt verbreitet
werden, werde Bürgermeister Gerhard Herbert juristische Schritte
einleiten müssen.
In der IG sieht man die Drohung gelassen
und verweist auf Zeugen, die diese Aussage belegen könnten. Und führt
den Protest unbeeindruckt mit einem Antrag zur Wiederaufhängung des
Banners fort. Peter Janßen, Sprecher der IG, hat als ,,rechtstreuer,
unbescholtener und braver Bürger" nun ,,untertänigst" darum gebeten zu
prüfen, ,,ob ein Genehmigungsantrag, auf welcher Gesetzesgrundlage auch
immer, notwendig ist und soweit dies der Fall sein sollte, dieses
Schreiben als Antrag auf Genehmigung des Bürgerprotestes gegen die
Körperverletzung durch grenzwertüberschreitende Immissionen mittels der
Aufhängung eines Banners zu behandeln und rechtskonform zu bescheiden,
verbunden mit dem Antrag auf Gebührenerlass."
Um zu vermeiden, so
der Wortlaut des Schreibens an die Verwaltung, ,,dass Sie, eventuell
als Genehmigungsbehörde für die Ausübung bürgerlicher Grundrechte, die
Beantwortung dieses Schreibens/Antrags auf den Sanktnimmerleinstag
verschieben, bitte ich um Bescheidung bis zum 20. August 10." Das wäre
am kommenden Freitag, und man darf gespannt sein, welche Reaktion aus
dem Rathaus kommt.
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Starkenburger Echo
21. April 2010
jr
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,,Unsinnige Umwege"
Innenstadt: Anwohner im Viertel rund um die Lorscher Straße verärgert über geänderte Verkehrsführung
Steine des Anstoßes: Sowohl die Barriere auf der Lorscher Straße als
auch die Einbahnstraßen-Regelung für die Pestalozzistraße (rechts)
sorgen für Ärger bei dem einen oder anderen Anwohner. Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Eine seit einigen Monaten geltende Neuregelung des Verkehrs auf der
Lorscher Straße (B 460) in Heppenheim sorgt für zusätzlichen Ärger bei
den Anliegern, von denen sich einige bereits in der
Interessengemeinschaft ,,Leben im Zentrum" (LiZ) für weniger Lärm und
Luftverschmutzung auf der vielbefahrenen Ost-West-Achse einsetzen.
Anfang Dezember 2009 nämlich wurde die Pestalozzistraße von
Heppenheims Ordnungsbehörde zur Einbahnstraße erklärt und für die
gegenüberliegende Straße In der Krone ein Rechtsabbiegegebot erlassen
(das Starkenburger Echo berichtete). Vor Ostern ließ die Stadt eine
Kunststoff-Barriere auf dem Mittelstreifen montieren, die als
Querungshindernis die Einhaltung der neuen Verkehrsführung gewährleisten
sollte. Das Hindernis wurde - von wem auch immer - so stark beschädigt,
dass es vor wenigen Tagen erst erneuert und durch eine massivere
Barriere ersetzt wurde.
Die Anwohner um die Friedrich-Ebert-Straße
werden, wie der Neckarstraßenanwohner Olaf Stjerna schreibt, ,,von
dieser Kanalisation des Verkehrsweges zu unsinnigen Umwegen über den
ohnehin überlasteten Postplatz oder über die Kreuzung in Höhe der
Neckarstraße gezwungen". Über diese Kreuzung quäle sich auch der Verkehr
aus Mozart-/Ernst-Schneider und aus der Kalterer Straße. Dies führe
dort jetzt zu Rückstaus und gefährde die Nutzer des Fußgängerüberweges.
Wer mit dem Auto zur Post fahren wolle, müsse ebenso Umwege in Kauf
nehmen. Zusätzlich würden die Anwohner belastet, die sich ,,inzwischen
wie Versuchskaninchen vorkommen".
Als ,,neueste
Beschäftigungsaktion wurde eine durchgehende Mittellinie aufgemalt", so
Stjerna weiter. Geblieben sei die ,,unhaltbare Verkehrssituation auf der
Lorscher Straße, noch verstärkt durch einen neuerlichen Gefahrenpunkt
an der Lorscher-/Neckarstraße". Dort ist das Abbiegen nach links
erlaubt, allerdings ,,mit den gleichfalls bestehenden
Gefährdungsmomenten wie an der korrigierten Kreuzung
Pestalozzi-/Lorscher Straße und In der Krone". Das ,,Spiel der
Verlagerung und Verschiebung der Verkehrsprobleme mit Basteleien auf der
Lorscher Straße durch die Behörden in der Kreisstadt ist allbekannt",
so Stjerna, ,,nur gebracht hat es bisher nichts!" An den Schutz der
Anwohner vor Abgasen, Lärm und Erschütterungen und der
Verkehrsteilnehmer vor unsinnigen Umwegen und unnötigen Staus denke bei
diesem Durcheinander offenbar keiner der Behördenvertreter.
Man
frage sich, weshalb an einer seit Jahren bekannten Situation dauernd
,,herumgedoktert" und Geld ,,verbraten" werde, auch für die ständigen
Zusammenkünfte der Behördenvertreter und Amtsleiter an den neuralgischen
Stellen, statt mit einer ,,Totaloperation" den Krampf zu lösen: Bau
einer Ortsumfahrung, wie sie überall gang und gäbe sei.
Behörden
und Lobbyisten, so Stjerna, ,,scheinen sich hier gegenseitig zu stützen,
denn in Heppenheim werden bestehende Zustände nur verwaltet. Ein
Gemeinwesen ist nur mit Fingerspitzengefühl und mit einem offenen Ohr
für die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung zu führen, ansonsten ist
,Bruch' nur eine Frage der Zeit. Das gilt nicht nur für die große
Politik, sondern auch für die ,kleine' in Stadt und Land".
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Bergsträßer Anzeiger
27. März 2010
fk
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Ein Maibergtunnel soll es richten
Leben im Zentrum: Interessengemeinschaft macht mobil - Gut 120 Anlieger beim Informationsabend im Haus ,,Katharina"

Die Luftaufnahmen über einen ungefähren Tunnelverlauf
kommentierte Herbert Schönauer. Foto: Karl-Heinz Köppner
HEPPENHEIM. Würde es nach den Vorstellungen der Interessengemeinschaft ,,Leben im
Zentrum" gehen, kurz LiZ genannt, dann wäre ein durch den Maiberg
gebohrter Tunnel die im Vergleich zu anderen Varianten wirkungsvollste
Maßnahme, um den entlang der Bundesstraßen 3 und 460 wohnenden
Bevölkerungsteil vor gesundheitlichen Schäden zu schützen. Die
unterirdisch angelegte Trasse soll östlich etwa in Fischweiher beginnen
und von dort aus in Heppenheims südliche Westgemarkung führen - oder
umgekehrt.
Bei einem von gut 120 Anliegern besuchten
Informationsabend, zu dem ,,LiZ" am Donnerstag in die Seniorenresidenz
Sankt Katharina eingeladen hatte, verdeutlichten Luftaufnahmen den
ungefähren Tunnelverlauf. Kommentiert wurden die Bilder von Herbert
Schönauer. Weitere Aufnahmen führten vor Augen, dass viele
Verkehrsströme nach Heppenheim gelenkt werden, ohne dass die Stadt
daraus planerische Konsequenzen ziehe. Tenor: Es fehle an einem
Konzept, um dem absehbaren Chaos entgegentreten zu können. Leidtragende
seien die Anwohner. Das Leben zwischen Lorscher Straße und Vorstadt (B
460) sowie Darmstädter und Ludwigstraße (B 3) werde immer unerträglicher
für sie.
Die Interessengemeinschaft sähe es am liebsten, wenn
schon morgen die Bohrmaschinen am Maiberg anrücken würden. Sprecher der
Initiative erwarten zwar keine Wunder, mahnten ungeachtet dessen aber
Handlungsbedarf an. Peter Janßen, der Hauptredner des Abends, forderte
vor allem die Stadt sowie das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV)
und andere Instanzen dazu auf, entweder Alternativen vorzulegen oder
betroffene Bürger an den Planungen für den bevorstehenden Ausbau der
Siegfriedstraße zu beteiligen.
Der Wunsch nach mehr Transparenz
war übrigens auch am Mittwoch aus Reihen des Ortsbeirats Kirschhausen
laut geworden. Im Stadtteil wird befürchtet, dass im Zuge des Ausbaus
der Ortsdurchfahrt bisherige Parkmöglichkeiten entfallen (ECHO vom
Freitag). In der Heppenheimer Siegfriedstraße ist offenbar ähnliches
geplant. Anlieger Hans Rhein versteht die Welt nicht mehr. Auf
drastische Art schilderte er den Besuchern die jetzt schon herrschenden
Zustände: Wer sein Auto auf einem frei gewordenen Platz abstellen
wolle, solle für die Durchsetzung seines Anspruchs am besten einen
Revolver mitnehmen.
Die sich anbahnende Parkraumnot ist freilich
nur ein Teil der Gesamtproblematik. Wenn jetzt nichts geschehe, so Peter
Janßen, dann werde die Politik für die nächsten 20 bis 30 Jahre
unumkehrbare Tatsachen mit fatalen Folgen schaffen.
Der
Schwerlastverkehr, unter dem die Anwohner besonders zu leiden haben,
werde laut Expertenmeinung weiter zunehmen. Janßen bedauerte die Haltung
der Stadt, hier im Besonderen die Reaktion von Bürgermeister Gerhard
Herbert (SPD). Der Verwaltungschef habe ihm zu verstehen gegeben, dass
er die von der IG formulierten Einwände für ,,Quatsch" halte.
Bei Recherchen will Janßen herausgefunden haben, dass erste Proteste
bereits aufs Jahr 1965 datieren. Es war die Zeit, in der der damalige
Bürgermeister Wilhelm Metzendorf für die Vorstadt gar einen
vierspurigen Ausbau der B 460 in Erwägung zog. Dem Scheitern dieser
,,großen Lösung" folgten viele kleinere Schritte, die von den Besuchern
mittels Powerpoint-Präsentation nachvollzogen werden konnten. Für Janßen
besteht kein Zweifel daran, dass in all diesen Jahren
Anliegereinsprüche ignoriert und somit gegen bestehendes Recht verstoßen
worden sei, Denkmalschutz inklusive.
Mitstreiter Heinz Nickel,
wohnhaft in der ebenfalls von Verkehrslärm betroffenen Ludwigstraße (B
3), warf der Rathausspitze vor, die Probleme schleifen und so die
Innenstadt langsam ausbluten zu lassen. ,,Wenn wir Veränderungen wollen,
dann müssen wir zusammenstehen", appellierte er an die Besucher,
geschlossen ihre Interessen zu vertreten. Jörg Krämer hatte eingangs
begrüßt. Das Wort ergriff außerdem Olaf Stjerna. Seit ihrer Gründung im
November habe sich die Initiative ständig vergrößert: ,,Das spricht für
unser gemeinsames Anliegen." Detaillierte, mit Zahlen und Messdaten
unterfütterte Aussagen zu diesem Anliegen sind von ,,LiZ" im ECHO
bereits veröffentlicht worden.
Mit regem Interesse verfolgt
wurden die Diskussionsbeiträge aus dem Publikum. Dabei trat auch
Kurioses zutage, so der Vorschlag, die Tunnelpläne beiseite zu legen und
stattdessen ab Höhe der Halbestundenbrücke zwischen Heppenheim und
Bensheim eine durch Berge, Wald und Flur führende Entlastungsstraße zu
bauen.
Winzer und Naturschützer würden sich bedanken. Den
sachlich wohl ausgewogensten Beitrag lieferte Georg Müller, obere
Siegfriedstraße.
Nach seinen Beobachtungen trägt der
Individualverkehr - Berufspendler einbezogen - entscheidend zur Lärm-
und Schmutzbelastung bei.
Die Verantwortung zur Bildung von Fahrgemeinschaften sei noch unterentwickelt, monierte Müller.
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Kreisstadt Heppenheim
24. März 2010
Pressemitteilung
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Geplante Baumaßnahmen in der Siegfriedstraße
Eine Bürgerinitiative hat angekündigt, im Rahmen einer
Informationsveranstaltung am 25. März auch über die Planungen zur
Umgestaltung der Siegfriedstraße zu sprechen. Der Magistrat der
Kreisstadt weist darauf hin, dass eventuell dort getroffene Aussagen zur
Planung dieser Straßenbau-Maßnahme nicht autorisiert sind. Das Amt für
Straßen- und Verkehrswesen (ASV) als Bauträger sowie der Magistrat
werden nach Abschluss der laufenden Gespräche bis zum Sommer die
Anlieger und alle Interessierten im Rahmen einer
Informationsveranstaltung über die Details der Planung unterrichten.
Erst dann erscheint es sinnvoll, über die vorgesehenen Veränderungen und
die sich in der Bauphase notwendig ergebenden Einschränkungen zu
diskutieren.
Erforderlich ist das Projekt wegen des sanierungsbedürftigen Zustands
des unter der Straße verlaufenden Stadtbach-Gewölbes. Von den
Baumaßnahme betroffen sind natürlich auch alle Versorgungs-unternehmen,
deren Leitungen (Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation usw.) unter der
Straße verlaufen. Durch die so verursachten aufwändigen Tiefbau-Arbeiten
wird auch die Erneuerung von Fahrbahnen und Gehwegen nötig. Da es sich
um eine Bundesstraße handelt, ist nicht die Stadt Heppenheim als
Bauträger tätig. |
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Starkenburger Echo
13. März 2010
e
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,,Der Verkehr raubt die Lebensfreude"
Innenstadt: Interessengemeinschaft Leben im Zentrum lädt zu Informationsabend
- ,,Behörden ignorieren Denkmalschutz"
Termin
HEPPENHEIM. Info-Abend zum Ausbau der B 460 in Heppenheim, Donnerstag (25.), 19 Uhr, Saal
der Seniorenresidenz Sankt Katharina, Lorscher Straße. Veranstalter:
Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ).
Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) plant als
Baulastträger den Um- und Ausbau der Siegfriedstraße (B 460) in Heppenheim.
Anlass, so die Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ) in einer
Pressemitteilung, ist die vom ständigen Schwerlastverkehr zermürbte
Stadtbachverdolung. In der Vergangenheit wurde die Leistungsfähigkeit der B 3
und B 460 in Bezug auf den Verkehrsfluss durch etliche Um- und Ausbauten erhöht,
,,ohne dass Anwohner rechtskonform beteiligt wurden". Beim Ausbau der
Siegfriedstraße in 2011 sei ,,wiederum geplant, die Anwohner vor vollendete
Tatsachen zu stellen und diese ausschließlich zu informieren ohne sie zu
beteiligen".
Die Planungen, so die IG, laufen seit über zwei Jahren in Zusammenarbeit
mit dem Heppenheimer Magistrat und der Stadtverwaltung. Es werde weiter darauf
bestanden, den Schwerlastverkehr durch Alt- und Innenstadt zu leiten, ,,obwohl
die nicht mehr zumutbaren Zustände seit langem bekannt sind".
Grenzwertüberschreitungen bei Lärm, Abgasen und Erschütterungen sollten
ignoriert werden, genauso wie Erfordernisse für Schulwege und Stellplätze.
Die Denkmalschutzbehörde, so die IG, sei bisher nicht eingebunden, obwohl
die Siegfriedstraße als Teil der Altstadt unter Denkmalschutz stehe und eine
Reihe von Einzeldenkmalen aufweise. ,,Wieso ignorieren Behörden bei ihren
eigenen Bauvorhaben den Denkmalschutz?", fragt die IG und ,,Sind in Heppenheim
die Denkmalschutzbehörden nur für den privaten Bauherren zuständig?"
In Wattenheim, einem Ort von 1150 Einwohnern werde von Landrat Matthias
Wilkes (CDU) feierlich ein Lkw-Durchfahrts-verbot für 150 Laster verkündet. Aber
auch, wenn man sich mit den Wattenheimer Bürgern freie: Durch die
denkmalgeschützte Siegfriedstraße in der Heppenheimer Altstadt fahren täglich
456 Schwerlaster (östlicher Ortsausgang 2005), das dreifache also. An den beiden
innerstädtischen Bundesstraßen ,,leben über 1500 Bürger, allein in der
Siegfriedstrasse über 400 Familien, viele mit Kindern. Diesen, wie auch den
vielen Senioren, raubt der Verkehr die Nachtruhe und die Lebensfreude. Ebenso
sind sie beim Gang zur Schule und zum Einkaufen der ständigen Gefahr des
rücksichtslosen Verkehrs ausgesetzt".
Die Verantwortlichen weigerten sich, auch nur irgendetwas für die etwa
1500 direkt an den Bundesstraßen wohnenden Bürger zu tun, ,,alle 24 Vorschläge
vom einfachen Verkehrsschild bis zur Ortsumfahrung wurden abgelehnt". Nach und
nach werde die B 460 ausgebaut. Die Kreuzung Tiergartenstraße solle auf sieben
Spuren erweitert werden, in der Siegfriedstrasse die Stellplätze weitgehend
wegfallen, die Leistungsfähigkeit und die Durchflussgeschwindigkeiten auf der B
460 erhöht werden. Über die fertige Planung würden die Bürger von den Behörden,
wenn überhaupt, nur informiert, auf Planfeststellungsverfahren werde
,,verzichtet", die Bürgerbeteiligung ausgeschlossen.
Dass Ortsumfahrungen möglich sind, wisse die Stadt über selbst bezahlte
Gutachten seit Jahrzehnten. Zuletzt sei die Wirksamkeit im
Verkehrsentwicklungsplan 1996, der allen Stadtverordneten vorliege, detailliert
nachgewiesen worden. Anstatt die dortigen Berechnungen zu berücksichtigen, wolle
die Stadt den mit 28 000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden ohnehin überlasteten
Postplatz mit zusätzlichen 1600 Kraftfahrzeugen durch den Umbau des Grabens noch
weiter belasten. Im Wissen, dass das dort gebaute Altenheim eigentlich gar nicht
hätte genehmigt werden dürfen.
Die IG LIZ lädt alle innerstädtisch wohnenden Anwohner der B 460 und B 3
zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag (25.) um 19 Uhr in die
Seniorenresidenz Sankt Katharina ein, auch um über die laufende
Lärmaktionsplanung zu informieren, die ab Montag (15.) über das Internet und die
Kreisverwaltung einsehbar ist. Soweit die verteilten Fragebögen noch nicht
zurückgegeben wurden, bittet die IG LIZ diese mitzubringen und abzugeben.
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Starkenburger Echo
26. Februar 2010
jr
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Anlieger sollen mobilisiert werden
Verkehrsbelastung: Initiative ,,Leben im Zentrum" verteilt Fragebögen zu B 3 und B 460 - Forderung nach Ortsumgehungen
Unzumutbare Zustände: Staus wie dieser sind auf der B 460 (Lorscher
Straße), aber auch auf der B 3 in Heppenheim keine Seltenheit. Anwohner
der beiden Hauptverkehrsachsen haben sich zur „Interessengemeinschaft
Leben im Zentrum“ zusammengeschlossen und wollen gegen die Situation
ankämpfen. Archivfoto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Mit einem Fragebogen versucht die Interessengemeinschaft Leben im
Zentrum (IG LIZ), ein Zusammenschluss von Bürgern Heppenheims, die die
zunehmende Belastung durch den Fahrzeugverkehr nicht mehr hinnehmen
wollen, in Erfahrung zu bringen, wie hoch diese Belastung ist, wie sie
empfunden wird und wieviele Bürger sich ihrer Initiative anschließen
würden. Rund 700 Fragebögen wurden jetzt an Haushalte entlang der B 3
und der B 460 (Ludwigstraße/Darmstädter Straße sowie Lorscher Straße und
Siegfriedstraße) verteilt und sollen möglichst bis zum 7. März an die
Initiatoren zurückwandern.
Die eingehenden Bögen sollen dann erst
einmal ausgewertet werden und die Bürger voraussichtlich Ende März zu
einem Informationsabend eingeladen werden. Der IG LIZ liegen Messwerte
über Verkehrsbelastung, Abgas- und Lärmimmissionen vor, weshalb es, wie
es im Fragebogen heißt, ,,nicht auf eine wissenschaftlich fundierte
Erhebung" ankomme, sondern ,,auf die jeweilige persönliche Einschätzung
der Anwohner."
Hintergrund der Aktion sind, so die Initiative in einer
Presseerklärung, die ,,chaotischen Zustände" auf den beiden
Hauptverkehrsachsen der Kreisstadt: ,,Der sich regelmäßig stadteinwärts
wie stadtauswärts stauende Verkehr im Zentrum ist ein Ärgernis nicht nur
für die An- und Bewohner, sondern auch für das ortsansässige Gewerbe,
Pendler und das überregionale Transportgewerbe. Zudem wird der frühere
Luftkurort von den breiten Fahrbahnen regelrecht gevierteilt.
Die
stark frequentierten Fernstraßen unterbinden das Zusammensein der
Bevölkerung in einem gewachsenen Gebiet. Die Schneisen sorgen für die
Zerschneidung des historischen Stadtbildes und verhindern eine
zusammenhängende Nutzung durch die Bevölkerung und Touristen". Darüber
hinaus würden alle Wege, auch Schul- und Einkaufswege durch Ampeln mit
unnötig langen Wartezeiten unterbrochen, und nicht zuletzt sieht die IG
LIZ die Gesundheit durch ein hohes Maß an Schmutz, Abgasen und Lärm
bedroht.
Aus der Politik ist nach Meinung der Initiative keine
Hilfe zu erwarten, weshalb man zur Selbsthilfe greifen will: ,,Die
zuständigen Behörden, denen die Gesundheit der Bürger ein Anliegen sein
sollte, verschanzen sich hinter der überholten Zielvorstellung, den
Verkehr mitten durch die Stadt leiten zu wollen, obwohl die baulichen
Voraussetzungen nicht gegeben sind."
Neue medizinische
Erkenntnisse, wirtschaftliche Erfordernisse und die Verschärfung der
Gesetze würden nicht beachtet. Das Scheitern der bisherigen
Verkehrsplanungen sei durch die ständigen Staus offensichtlich. Der
Stadt vorliegende Lösungsansätze mit nachgewiesenen Erfolgsaussichten in
Hinsicht auf die Entlastung der Anwohner und der Verkehrsprobleme
würden ,,aus kommunalpolitischem Gerangel der Einfachheit halber bisher
liegen gelassen".
Zum Wohl der Bevölkerung und aus Interesse an
der Erhaltung historischer Bausubstanz und stadträumlicher Zusammenhänge
müsse nun eine grundlegende und zukunftsorientierte Lösung
herbeigeführt werden. ,,Die Herausnahme des Durchgangs- und
Schwerlastverkehrs aus dem Zentrum der Stadt ist durch den Bau von
Ortsumfahrten zu realisieren" fordert die Initiative deshalb in ihrer
Erklärung. Und will den Druck weiter verschärfen. Unterstützung erhofft
sie sich von anderen Betroffenen.
Die haben, so die IG LIZ,
voraussichtlich ab dem 15. März Gelegenheit, ihre Interessen
einzubringen. Ab diesem Zeitpunkt soll nach Erkenntnissen der Initiative
die ,,2. Öffentlichkeitsbeteiligung für den Lärmaktionsplan Südhessen"
erfolgen. Da Heppenheims Magistrat aus Sicht der IG bei der ersten
Offenlegung 2008 ,,auf die Wahrung der Interessen der Anwohner
verzichtete", appelliert man nun an die Anwohner, ,,sich hieran
unbedingt zu beteiligen".
Von der 2. Öffentlichkeitsbeteiligung
ist der Abschnitt der B 460 (Lorscher Straße/Lehrstraße) vom
Autobahnanschluss bis zum Kleinen Markt betroffen. Informationen zu
diesem Verwaltungsakt soll es auch in der Informationsveranstaltung Ende
März geben. Und dann will die Initiative auch Lösungsvorschläge
vorlegen, mit denen die Situation in Heppenheim entschärft werden
könnte.
Kontakt Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (LIZ), Peter Janßen,
Telefon 06252 913440, Heinz Nickel, Telefon 06252 2936, Peter Rossa,
Telefon 06252 4560. |
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Starkenburger Echo
23. Januar 2010
jr
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Für ein ruhigeres ,,Leben im Zentrum"
Verkehr: Bürgerinitiative fordert Entlastung von Lärm und Abgasen entlang der B 3 und der B 460

Nadelöhr Siegfriedstraße: Die Heppenheimer Bürgerinitiative „Leben im
Zentrum“ fordert Schutz vor Lärm und Abgasen auch für Anwohner der
B 460. Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Die hohe Verkehrsbelastung der Heppenheimer Innenstadt hat 20 Anwohner
der beiden Bundesstraßen - B 460 (Lorscher Straße/Siegfriedstraße) und B
3 (Ludwigstraße/Darmstädter Straße) - dazu bewogen, die Initiative
,,Leben im Zentrum" (LIZ) zu gründen. ,,Die Lebensqualität", heißt es
hierzu in einer Presseerklärung, ,,leidet erheblich unter dem starken
Fahrzeugverkehr. Die Innenstadt verwahrlost mangels Verkehrs- und
Städtebaukonzept zunehmend. Die Gesundheit der Bürger und der Wert der
Gebäude wird durch die starke Lärm- und Abgasbelastung gemindert".
Trotz
der starken Verkehrsbelastung am Tag von 20 000 Kraftfahrzeugen pro Tag
auf der B 460 und 15 000 Kraftfahrzeugen auf der B 3 erwäge die
Stadtverwaltung keinerlei Verbesserungen der Situation. ,,Im Gegenteil,
sie versucht, die Straßen für den zukünftig noch weiter zunehmenden
Schwerlastverkehr auszubauen".
In 2011 werde nach der Initiative vorliegenden Informationen in
der Siegfriedstraße die Kanalisierung (Verdolung) des Stadtbaches
erneuert. Hierbei solle ein weiterer Ausbau der Straße erfolgen und
dafür würden absehbar Anlieger an den Kosten beteiligt, ,,um danach
noch mehr und schneller fließenden Verkehr vor ihrer Haustür zu haben".
Die
Initiative sei der Meinung, dass ein ,,Immer Mehr" an Verkehr durch die
Innenstadt nicht mehr hinzunehmen sei. Dies auch angesichts der
derzeitigen außerörtlichen Straßenausbauten an B 3 und B 460/B 47, die
zusätzlichen Pendler- und Transit- besonders aber Schwerlastverkehr
durch das Nadelöhr Heppenheim bedeuteten.
Verschiedene
Anwohnergruppen der Hauptstraßen B 460 und B 3 führten in den
vergangenen Jahren Gespräche mit der Stadt Heppenheim, heißt es weiter,
um eine Verbesserung der Verkehrssituation zu erreichen: ,,Es konnte
kein Erfolg verzeichnet werden". Ein Verkehrskonzept sei nicht
vorgelegt worden.
Staustelle Postknoten: Auch der Verkehr auf der B 3 trägt zu den
erheblichen Belastungen der Innenstädter bei. Foto: Lutz Igiel
Stattdessen, so die Initiative, werde die Planung für die
Siegfriedstraße verheimlicht, obwohl längst alle Gespräche mit
Fachbehörden und Magistrat geführt worden seien. Bei Gesprächen mit der
Stadt- und Kreisverwaltung sowie dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen
(ASV) hätten die Behördenvertreter sich dahingehend geäußert, dass man
an der bestehenden Situation nichts ändern könnte und auch nicht wolle,
da die besagten Straßen nun mal Bundesstraßen seien, auf denen der
Verkehr hinzunehmen sei. Auch wenn dieser zukünftig, wie prognostiziert,
noch erheblich steige. Um guten Willen zu zeigen, würden inzwischen
gelegentlich Radarverkehrskontrollen durchgeführt und Tempoanzeigetafeln
gehängt, was aus Sicht der Initiative jedoch ,,am Grundproblem nichts
ändert".
,,Das Scheitern des als Zukunftsprojekt gepriesenen
Lehrstraßenumbaus, für den wertvolle Altbausubstanz geopfert wurde,
sollte abschreckend genug sein". Das dort installierte Luftmessgerät
dokumentiert die Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub und Abgas.
"Besser lebensgerechte Lösung anstreben"
Die
Initiative ist der Meinung, dass die erheblichen Kosten für
Stadtbachsanierung und Straßenausbau in eine umfassendere Alt- und
Innenstadtgerechte sowie lebensgerechte Lösung besser und
zukunftsweisender angelegt wären. Die Gelder, die derzeit in ,,hilflose
Einzelmaßnahmen aus Förderprogrammen wie Stadtumbau-West, Aktive
Kernbereiche, Städtebaulicher Denkmalschutz, Ab in die Mitte etc.
verpuffen, können besser investiert werden".
Mahnung sollten die 9
Millionen Euro sein, die für die Kreisverbindungsstraße in Laudenbach
allein für den nördlichen Abschnitt ausgegeben worden seien, der nur
dazu diene, den Verkehr wieder auf die alte B 3 zu führen und damit
mitten durch Heppenheim zu leiten.
Eine Verbesserung der
Lebensqualität in der Innenstadt sei dringend erforderlich, auch um
weitere Abwanderungen insbesondere junger Familien und Gutverdiener zu
verhindern.
Das ASV, zuständig für Bundesstraßen, sowie die
Stadtverwaltung mit Bürgermeister Gerhard Herbert seien in diesem Fall
,,gefordert, die anstehenden Probleme anzugehen, statt sich gegenseitig
die Zuständigkeiten zuzuschieben".
Das hessische Ministerium für
Wirtschaft und Verkehr wurde von der Initiative am 1. Dezember 2009 mit
einer detaillierten Aufführung der Probleme zur Stellungnahme
aufgefordert, aber ,,bis jetzt steht eine Antwort noch aus". Auch
vorausgegangene Konversation mit dem hessischen Verkehrsministerium
seien nur unzufriedenstellend beantwortet worden.
Deshalb hofft
die Initiative auf breite Unterstützung durch die Bevölkerung in der
Forderung nach Lösungen an den Brennpunkten, ,,um das Leben im Zentrum
von Heppenheim lebenswert zu gestalten". Ende Februar soll an die vom
Verkehr besonders betroffenen Haushalte ein Fragebogen verteilt werden.
Kontakt: Peter Janßen, Telefon 06252 913440, Heinz Nickel, 06252 2936, Peter Rossa, 06252 4560.
Ein Fahrradstreifen für die Siegfriedstraße?
HEPPENHEIM. Im Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) in Bensheim teilt man die
Sorgen der Initiative vor einer zusätzlichen Belastung der Kreisstädter
nicht. Selbst ein Ausbau der Heppenheimer Siegfriedstraße werde nicht
mehr Verkehr als den, der ohnehin und gezwungenermaßen durch die Stadt
rolle, anlocken. Aber um einen Ausbau gehe es auch garnicht, so
ASV-Sprecher Arno Krämer gestern auf Nachfrage, und auch nicht um
breitere Fahrbahnen. Vielmehr sei angedacht, im Rahmen der geplanten
Neuverdolung des Stadtbaches die Straße umzugestalten und eventuell auch
einen Fahrradstreifen anzulegen.
Hintergrund für die Überlegungen
ist die Baufälligkeit der Verdolung, die für eine Erneuerung geöffnet
werden muss. Und wenn man den Stadtbach also ohnehin öffnen müsse und
Behinderungen auf der B 460 unumgänglich seien, dann wolle man auch
gleich an die Straße heran. Das Projekt, so Krämer, werde seit zwei
Jahren geplant, und inzwischen seien auch notwendige Gutachten erstellt.
Bis das notwendige Baurecht hergestellt sei, werde aber noch einige
Zeit vergehen.
Krämer hofft darauf, dass man das Projekt - wie
von der Initiative angekündigt - tatsächlich im nächsten Jahr angehen
kann, nennt einen solchen Termin aber auch ,,optimistisch". Ebenso gut
kann es passieren, dass die Bagger erst 2012 anrollen. Durchaus
ungeklärt ist auch noch, ob es am Ende tatsächlich einen Fahrradstreifen
(keinen Fahrradweg - hierfür wäre die Siegfriedstraße deutlich zu eng)
gibt, oder nicht. Denn der wäre angesichts der räumlichen Verhältnisse
mit einer deutlichen Reduzierung der Park- und Halteflächen im Bereich
der Vorstadt und entlang der vielbefahrenen Ost-West-Achse verbunden.
Außerdem müssten sich Radler darauf einstellen, dass sie ihren als
,,Suggestivstreifen" (also optisch abgesetzten) Weg mit Lastern teilen
müssten, die im Begegnungsverkehr mit anderen Lastern garnicht anders
könnten, als auf den Fahrradstreifen auszuweichen.
Zwei heikle
Themen, die erst einmal geklärt werden müssen - vielleicht in einem
Gespräch, zu dem Ende Februar ASV und Vertreter der Stadt zusammen
kommen sollen. Danach wird man klarer sehen, wie es weitergeht. |
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