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IG LIZ
Interessengemeinschaft Leben im Zentrum Heppenheim
Pressespiegel

Inhalt:

2015 2014 2013 2012 2011 2010




Der Pressespiegel enthält Artikel zum Thema innerstädtische Bundesstraßen der  IG LIZ. Artikel, die vor der Gründung der IG LIZ im November 2009  erschienen sind und auf Pressemitteilungen von Mitgliedern der IG LIZ zurückgehen, sind nur teilweise erfasst, da nicht alle auf elektronischen Wege abrufbar waren. Diese werden nach und nach ergänzt.

Der Aktuellste steht hierbei oben.

Alle anderen Artikel zum Engagement der aus der IG LIZ hervorgegangenen Wählergemeinschaft WG LIZ sind auf dem Pressespiegel www.liz-wghp.de einzusehen.

Bemerkungen:

Es wurden ausschließlich selbst verfasste oder auf Grundlage von eigenen Pressemitteilungen oder Aktivitäten beruhende Artikel aufgenommen. Leserbriefe und Eigenberichte wurden in den teils gekürzten oder geringfügig geänderten veröffentlichten Versionen eingestellt. Überschriften stammen prinzipiell von den Presse-Redaktionen.
Die Kürzel unter den einzelnen Berichten entsprechen folgenden Redakteuren:
ai - Bernd Sterzelmaier (Starkenburger Echo vormals Südhessische Post)
du - ? (Weinheimer Nachrichten)
cris - Dr. Christian Knatz (Starkenburger Echo)

e - Eigenbericht (Starkenburger Echo redaktionell bearbeitet/verändert)
fk - Fritz Kuhn (Starkenburger Echo vormals Südhessische Post)
fs - Frank Scholl (Starkenburger Echo vormals Südhessische Post)
hr - Hans-Peter Rietmüller (Weinheimer Nachrichten)
jr - Jürgen Reinhard (Starkenburger Echo vormals Südhessische Post)
mam - Marion Menrath (Starkenburger Echo)
rid - Astrid Wagner (Starkenburger Echo)
schu - Kerstin Schumacher (Starkenburger Echo)
zg - zugesendet (Bergsträßer Anzeiger)


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Zur Berichterstattung des Starkenburger Echos
Die Lokalredaktion des Starkenburger Echos hat für sich entschieden, Pressemitteilungen der IG LIZ, der WG LIZ und Leserbriefe von Peter Janßen insgesamt als Pressemitteilungen der Fraktion LIZ.LINKE 
bzw. seit der Kommunalwahl am 6. März 2016 der Fraktion WG LIZ zu behandeln. Diese Vorgehensweise wurde offensichtlich gewählt um, soweit eine Veröffentlichung überhaupt stattfindet, nach Gutdünken Übersendetes bis zu 70% zu kürzen oder inhaltlich zu verändern.

Aufgrund etlicher fragwürdiger, unserer Meinung nach gegen den Pressecodex verstoßender Presseberichterstattung, haben wir uns in Bezug auf die Berichterstattung zu den beleidigenden Äußerungen von Bürgermeister Burelbach (s. 2014 Beleidigung d.BGM) entschieden, den Presserat einzuschalten.
(Dieses Eigenkontrollorgan von Verlegern und Journalisten holt auf Grundlage von Beschwerden Stellungnahmen bei den Beschuldigten ein, und entscheidet, ohne diese den Beschwerdeführern zur Stellungnahme zu übersenden. Verlegern und Journalisten steht somit offen, wahrheitsgemäß zu antworten oder nicht.)

Mit Beschluß vom 9.9.2014 hat der Presserat in der Angelegenheit Ulrike Janßen./.Darmstädter Echo die Vorsitzendenentscheidung getroffen, daß die Beschwerde begründet ist, im Sinne der Beschwerdeordnung wegen falscher Sachdarstellungen.

Der Verzicht einer Maßnahme wurde offensichtlich aufgrund der Behauptung des Darmstädter Echos auf eine 'einvernehmliche Nachberichterstattung' erreicht, die es aber nicht gab - im Gegenteil. Änderungen in der Berichterstattung sind seitdem nicht feststellbar(17.6.2016).

Starkenburger Echo
31. Oktober 2015


jr



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Starkenburger Echo
10. Oktober 2015


jr



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Ja zum Parkhaus
STADTPARLAMENT Mehrheit akzeptiert Pläne für Kreiskrankenhaus
HEPPENHEIM. Das Stadtparlament hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mehrere Beschlüsse gefasst, durch die bereits angeschobene Projekte fortgeführt werden können– darunter die geplante Sanierung der Siegfriedstraße und ein Parkhaus für das Kreiskrankenhaus.
Die dritte Änderung des Bebauungslans „Am Gänsweiher und Die großen Weidäcker“ sowie ein zugehöriger Satzungsbeschluss
 sind am Donnerstagabend im Stadtparlament mit großer Mehrheit verabschiedet worden. Bei den nicht jedem geläufigen Gemarkungen geht es um Areale am Kreiskrankenhaus, genauer um eine Nutzungsänderung sowie um den Bau eines großdimensionierten Parkhauses, mit dem die seit Jahren bestehenden Parkprobleme gelöst werden sollen. Dringlich wird die Investition nicht zuletzt deshalb, weil am Krankenhaus ein Ärztezentrum geplant ist, das weitere Patienten und damit Verkehr anziehen wird. Bei der Nutzungsänderung geht es um das Schwesternwohnheim, das übergangsweise für Verwaltungszwecke des Kreiskrankenhauses gebraucht wird.
Bedenken waren in den zurückliegenden Monaten vor allem wegen der Dimension des Parkhauses geäußert worden, das eine Höhe von 14 Metern haben und einen erheblichen Teil der jetzt ebenerdigen Parkfläche einnehmen soll. Ulrike Janßen (Fraktionsvorsitzende LIZ.Linke), die mit ihrem Fraktionskollegen Bruno Schwarz gegen die Vorlagen stimmte, kritisierte unter anderem aber auch die aus ihrer Sicht fehlende Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr: Die Pläne würden „einem modernen Krankenhaus nicht gerecht“. Jürgen Semmler (Fraktionsvorsitzender CDU) wies diese Kritik zurück und warf Janßen seinerseits vor, „gegen die Stadt, gegen das Gesundheitszentrum und damit die Patienten“ zu votieren. Was Schwarz seinerseits zu der Bemerkung veranlasste, dass Semmler hier bereits in den Wahlkampfmodus geschaltet habe (im März 2016 stehen die Kommunalwahlen an).
Nächster Schritt für Sanierung der B 460
Mit großer Mehrheit gebilligt wurde am Donnerstag auch das Planfeststellungsverfahren für die Sanierung der B 460 (Siegfriedstraße) durch die Heppenheimer Vorstadt. Auch hier kam Kritik von LIZ.Linke. Janßen sieht aufgrund der vorliegenden Pläne erhebliche Nachteile auf die Anlieger zukommen, die 50 Prozent der Sanierungskosten zu tragen hätten und dafür mit mehr Lärm und Abgasen belohnt würden. Ein Antrag von LIZ.Linke, der vom Rest des Parlaments zurückgewiesen wurde, forderte einen Rückzug der Stadt aus der Sanierungsfinanzierung, soweit es um Gehwege und Stellplätze geht, und ganz generell den Verzicht auf die grundhafte Erneuerung der Bundesstraße sowie auf die ebenfalls geplante Sanierung der Stadtbach-Verdolung, wenn nicht vorher der Durchgangsverkehr ausgelagert würde.
Semmler hielt dem entgegen, dass die im Planfeststellungsverfahren erhobenen Forderungen der Stadt – wie zusätzliche Querungshilfen, Radspuren, Tempo 30 – die Verkehrsbedingungen deutlich verbessern würden und in Summe für einen „ordentlichen Verkehrsablauf“ sorgen würden. Dem folgten SPD und Freie Wähler, die Grünen enthielten sich der Stimme, weil, wie Fraktionschef Peter Müller sagte, die Pläne "auch Gutes" enthielten, die Grundausrichtung - ein besserer Verkehrsfluss, der aus Grünensicht auch mehr Verkehr provoziert - aber Grünen Vorstellungen widerspräche.
Eine weitere Entscheidung der Parlamentarier betraf die Aufstellung eines Lärmaktionsplans, der von allen Fraktionen gebilligt wurde, und von Jürgen Semmler als "starkes Signal" an die Behörde bewertet wurde, dass sich Parlament und Magistrat für den Schutz der Anwohner stark befahrener Straßen vor Lärm- und Abgasemissionen einsetzten. Beschlossen wurden auch neue Gebührenordnungen für Museum und Stadtbücherei; das Verlangen der SPD nach einem Mietpreisspiegel wurde von allen anderen Fraktionen zurückgewiesen.

Starkenburger Echo
10. Oktober 2015


jr



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Blitzer am FriedhofBlitzer Erbacher Tal 10.10.15
HEPPENHEIM. Die neue Errungenschaft am Rand der Landesstraße 3120, die in diesem Abschnitt Erbacher Tal heißt, dürfte Heppenheimer wie Durchreisende gleichermaßen begeistern: Ein sogenannter Blitzer sorgt jetzt dafür, dass Raser über den Griff ins Portemonnaie diszipliniert werden. In Höhe des städtischen Friedhofes überwacht die Radaranlage den Verkehr zur und von der Juhöhe, eine der am stärksten befahrenen Straßen der Kreisstadt. Die Strecke, die sich durch starke Steigung (in Richtung Juhöhe) wie starkes Gefälle (in Richtung Heppenheim) auszeichnet, dürfte so manchen Euro in die Stadtkasse spülen. Der neue Blitzer wird aber hoffentlich auch ein Mehr an Sicherheit für Besucher des Friedhofes bringen, die oft genug die Straße überqueren müssen.
Nicht genutzt werden kann die Anlage zur Verkehrszählung. Hierfür, so Bürgermeister Rainer Burelbach im Stadtparlament, ist sie nicht ausgerüstet.

Die neue Radaranlage in Höhe des städtischen Friedhofes im Erbacher Tal von Heppenheim. FOTO: KARL-HEINZ-KÖPPNER

Starkenburger Echo
6. Oktober 2015


mam



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Großprojekt lässt weiter auf sich warten
VERKEHR Die Stadt gibt erneute Stellungnahme zur Sanierung der B 460 ab / 6,5 Millionen Euro Kosten
HEPPENHEIM. Seit Jahren ist die Sanierung der Siegfriedstraße (B 460) geplant. Weil parallel die desolate Verdolung des Stadtbachs erneuert werden muss, ist das ein Großprojekt mit 6,5 Millionen Euro Kosten. Ursprünglich war der Beginn für 2012 geplant, dann 2015, jetzt wird es wohl frühestens 2019 losgehen. Nun beschäftigte sich der Hauptausschuss erneut mit dem Projekt.
33 detaillierte Punkte umfasst die Einwendung der Stadtverwaltung im Planfeststellungsverfahren B 460; acht weitere Punkte kommen von den Stadtwerken. Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss stimmte dem am Dienstag mit acht Stimmen von Koalition und SPD zu, bei einer Nein-Stimme (LIZ.Linke) und einer Enthaltung (GLH).
Zuvor war ein Antrag der LIZ.Linke, dass die Stadt sich mit Ausnahme der Kosten für den ÖPNV nicht finanziell an Sanierung und Umgestaltung von Gehwegen und Parkplätzen beteiligen soll, mit neun gegen eine Stimme abgelehnt worden. Zudem sollte die Stadt auf Wunsch der LIZ.Linke der vollständigen Kanalisierung des Stadtbachs widersprechen.
Endgültig entscheidet nun die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag (8.) über die Einwendungen der Stadt in dem Verfahren.
Wie Hessen Mobil auf ECHO-Anfrage mitteilte, wurde eine zweite Offenlegung der Pläne aufgrund von Planänderungen erforderlich. Nach ausführlichen Baugrundgutachten habe die Planung der Stadtbachverdolung angepasst werden müssen. Nach der Offenlage in Juni und Juli würden nun als nächstes die eingegangenen Einwendungen bearbeitet. Über die Dauer des Planfeststellungsverfahrens könne keine genaue Aussage gemacht werden. Wie Sprecher Jochen Vogel erläuterte, entscheidet das Regierungspräsidium Darmstadt darüber, ob ein Erörterungstermin nötig werde. Den Planfeststellungsbeschluss erlasse dann das Ministerium.
Hessen Mobil: Keine Aussage zu Baubeginn
Erst wenn Baurecht vorliegt, könne das Projekt in das Bauprogramm aufgenommen werden. Über einen möglichen Baubeginn könne daher bisher keine Aussage getroffen werden. In einer Magistratsvorlage ist von frühestens 2019 die Rede.
Der Stadtbach werde auf einer Länge von 1000 Metern in einem Verdolungssystem unter der Bundesstraße 460 geführt, erläutert Hessen Mobil weiter. Umfangreiche Untersuchungen des Verdolungssystems hätten ergeben, dass sich der Zustand der Bauwerke „in statischer Hinsicht als äußerst bedenklich darstellt und somit eine grundhafte Erneuerung unumgänglich ist“.
Bei der Sanierung sei auch eine Neuaufteilung des Straßenquerschnittes der Siegfriedstraße geplant, um einen „gestalterisch ansprechenden Straßenraum“ zu schaffen, der „auch den technischen Anforderungen und Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer genügt“. Durch eine stärkere Trennung der einzelnen Verkehrsteilnehmer durch die Bereitstellung separater Verkehrsflächen für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger solle die Sicherheit speziell der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer erhöht werden, schreibt Hessen Mobil weiter.
Für die Umsetzung des Projekts setzt Hessen Mobil eine Bauzeit von etwa drei Jahren an. Derzeit sei geplant, die Verkehrsführung während der Bauzeit über halbseitige Sperrung mit Baustellenampel zu regeln.
Auf Anregung von Gabriele Kurz-Ensinger (SPD) soll Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) hier noch einmal nachfassen. Nach Auffassung der Stadt würden sich die Bauzeit und damit auch die Baukosten bei einer möglichen Vollsperrung enorm reduzieren. Natürlich müsse eine Regelung für Anwohner und Rettungsdienste gefunden werden.
Die erste Reaktion bei Hessen Mobil, ob es möglich ist, diese wichtige Durchgangsstraße zu sperren, klang auf ECHO-Anfrage jedoch sehr skeptisch.

Starkenburger Echo
26. September 2015


jr



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Neuer Blitzer für das Erbacher Tal
BAUAUSSCHUSS Bürgermeister Burelbach berichtet aus dem Magistrat
HEPPENHEIM.  ...
Fahrer, die sich ab der kommenden Woche auf den Weg zur Juhöhe machen oder von hier in Richtung Heppenheim rollen, müssen vorsichtiger sein, wenn sie nicht zur Kasse gebeten, werden wollen: Wie Bürgermsier Rainer Burelbach in seinem Magistratsbericht am Dienstagabend im Bauausschuss (BUS) mitteilte, wird in den nächsten Tagen eine stationäre Radaranlage installiert.
...


Starkenburger Echo
26. September 2015


jr



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Der nächste Schritt hin zur Sanierung
SIEGFRIEDSTRASSE Bauausschuss billigt Entwurf für Planfeststellung
HEPPENHEIM. Im Planfeststellungsverfahren zur Sanierung der Siegfriedstraße (B 460) in Heppenheim hat der Bauausschuss einem Entwurf der Verwaltung mit großer Mehrheit zugestimmt.
Auch wenn Ulrike Janßen (LIZ.Linke) im Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss von einer "rechtsfehlerhaften Planung" sprach, die Interessen der Anwohner, aber auch die von Radfahrern oder Fußgängern ignoriert und "das letzte Grün verschwinden" sah, haben die anderen Mitglieder einen Entwurf des Magistrats zum Planfeststellungsverfahren zur Sanierung der B 460 zugestimmt.
Zuvor hatten sie einen Antrag der SPD vor allem durch Enthaltung gebilligt (drei Ja-Stimmen der SPD, sechs Enthaltungen, zweimal Nein), der vor Ein- und Ausfahrten eine durchgehende Pflasterung ohne Aufpflasterungen, aber mit farblichen Markierungen vorsieht. Jean-Bernd Neumann (SPD) nannte diese Herangehensweise sinnvoller, auch weil hierdurch Geld gespart werden könnte. Jürgen Semmler (CDU) sah diesen Vorteil nicht unbedingt, hatte aber auch keine grundlegenden Einwände gegen den Wunsch der SPD.
Die seit Jahren geplante Erneuerung der viel befahrenen und entsprechend geschädigten Hauptverkehrsachse in und aus dem Odenwald hat sich immer wieder verzögert. In der Vorlage des Magistrats ist nun auch davon die Rede, dass mit der Sanierung "frühestens im Jahr 2019" begonnen werden kann. Erschwert wird das Ganze dadurch, dass auch die Verdolung des Stadtbaches dringend sanierungsbedürftig ist und zeitgleich erfolgen soll.
Burelbach:  Viele verschiedene Interessen
Bürgermeister Rainer Burelbach sprach im Ausschuss von einer Fülle unterschiedlichster Interessen, die hier unter einen Hut gebracht werden müssen - wie die von Kraftfahrern, Radlern, Fußgängern, Anliegern und Geschäftsleuten. Die Verwaltung sei jedoch bemüht, so Burelbach, Kompromisse im Sinne aller Betroffenen zu finden. So werde es zwar weniger Stellplätze (und Parkraumbewirtschaftung), dafür aber auch eine ganze Reihe von Verbesserungen beispielsweise für Fußgänger oder Radfahrer geben. Und die weitere Bemühung, Tempo 30 für die Siegfriedstraße durchzusetzen.

Starkenburger Echo
25. September 2015


jr



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Erstmal soll Tempo 30 rein
LÄRMAKTIONSPLAN Stadt erhebt Widerspruch gegen Entwurf des Regierungspräsidiums für Heppenheim
 Kreuzung B460 Weiherhausstraße Lärmaktionsplanung 25.9.2015
Ein Kreisverkehr würde aus Sicht der Stadt die Lärm- und Abgasbelastungen an der Kreuzung B460/Weiherhausstraße in Heppenheim reduzieren. Deshalb soll diese Forderung ebenso wie die nach einer Ortsumfahrung und Tempo 30 Bestandteil des neuen Lärmaktionsplans werden. FOTO: KARL-HEINZ KÖPPNER
HEPPENHEIM. Die Stadt erhebt Widerspruch gegen den Entwurf des Lärmaktionsplans, den das Regierungspräsidium Darmstadt vorgelegt hat. Einer der Gründe ist die Forderung, Tempo 30 auf der innerstädtischen Strecke der B 460 wenigstens in den Nachtstunden einzuführen.
Bis zum 27. September hätte die Stadt eigentlich ihre Stellungnahme zum Lärmaktionsplan für den Regierungsbezirk Darmstadt vorlegen müssen, auf Antrag aber einen Aufschub bis zum 16. Oktober erhalten. Die Lage ist komplex in Heppenheim, weil sich hier zwei extrem frequentierte Bundesstraßen kreuzen: die B 3 und die B 460. Und weil beide Straßen durch Wohnbereiche führen, in denen die Anwohner seit Jahr und Tag unter Lärm und Abgasen zu leiden haben. Weshalb seit Jahren für Tempo 30 wenigstens in den Nachtstunden gekämpft und die Forderung nach einer Ortsumfahrung erhoben wird.
Beides aber lässt auf sich warten, auch wenn die Ortsumfahrung inzwischen in der Vorschlagsliste des Landesregierung für den Bundesverkehrswegeplan enthalten ist, und deshalb ist es durchaus von Bedeutung, ob diese Forderungen im Lärmaktionsplan enthalten sind. Denn der dient auch dazu, Konfliktgebiete zu ermitteln und Prioritäten für den vordringlichen Handlungsbedarf festzusetzen, wie es im Beschlussvorschlag des Magistrats heißt, der am Dienstagabend im Bau-, Umwelt- und Stadtentwickungsausschuss diskutiert und bei einer Gegenstimme der Grünen-Stadtverordneten Christina Graubner-Reinhardt gebilligt wurde. Für die Grünen bedeutet die Forderung nach einer Ortsumfahrung, dass Lärm und Abgase nur verlagert würden.
Ortsumfahrung soll Bestandteil werden
Im Widerspruch der Stadt ist deshalb die Forderung an den RP enthalten, sich im Rahmen der Lärmaktionsplanung für die Ortsumfahrung der B 3 einzusetzen. Außerdem soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den innerörtlichen Abschnitt der B 460 (Lorscher Straße/Lehrstraße/Siegfriedstraße) in den Plan aufgenommen werden, da die Menschen hier nicht nur unter Lärm und Abgasen, sondern auch unter den durch Schwerlastverkehr verursachten Erschütterungen zu leiden haben. Langfristig, auch das soll im Plan vermerkt werden, will man in der Kreisstadt aber auch für diese Straße eine Ortsumfahrung. Weitere Lärmreduzierungen verspricht man sich im Rathaus von Kreisverkehren: Die sollen an der Kreuzung B 3/Erbacher Tal und Metzendorfstraße sowie an der Kreuzung B 460/Weiherhausstraße und Uhlandstraße entstehen und deshalb ebenfalls in den Aktionsplan aufgenommen werden.
Nicht einverstanden ist man in der Verwaltung auch mit der Art der Ermittlung der Verkehrs- und Lärmbelastung. So wird moniert, dass „im Gegensatz zur B 38 die Zählstellendichte auf der B 3 deutlich geringer ausfällt.“ Dies sei „im Hinblick auf eine mögliche Herabstufung der Bundesstraße äußerst kritisch anzusehen. Erst wenn eine Ortsumfahrung B 3 verwirklicht wird, wäre eine Abstufung der Bundesstraße im überregionalen Straßennetz sinnvoll.“
Im Ausschuss wurde deutlich, dass die Stadtverordneten, abgesehen von den Grünen, hinter den Forderungen der Verwaltung stehen. Auseinander gehen die Meinungen bei den Möglichkeiten, zügig Tempo 30 für die B 460 zu verwirklichen. Hier sah Jean-Bernd Neumann (SPD) den Landrat in der Pflicht. Der, so Neumann, unterstützt von Ulrike Janßen (LIZ.Linke), habe durchaus die Handhabe, innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen auf einer Bundesstraße durchzusetzen. Und dies nicht nur, um Gefahren abzuwehren, sondern auch dann, wenn „nur“ Lärm und Abgase Anwohner gefährdeten.

Starkenburger Echo
12. Februar 2015


schu



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Schutz für Fußgänger und Radfahrer
VERKEHR Zebrastreifen an der Schneidmühle, Radweg von Fischweiher nach Kirschhausen
HEPPENHEIM. Im Verlauf der Siegfriedstraße könnten zwei Gefahrenpunkte für Radfahrer und Fußgänger demnächst entschärft werden. Entsprechende Anträge hat der Haupt-, Finanz und Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstag angenommen.
Bei der Siegfriedstraße handelt es sich um eine der meist befahrenen Straßen Heppenheims, die vor allem von Ost-West-Pendlern genutzt wird - pro Tag bedeutet dies mehrere Tausend Fahrzeuge, darunter Schwerverkehr.
Einem – einstimmig angenommenen – Antrag der Fraktion LIZ.Linke zufolge soll der Magistrat in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde Hessen Mobil prüfen, ob in Höhe der Straße „Schneidmühle“ ein Zebrastreifen eingerichtet werden kann.
Die 
Schneidmühle" mündet in eine Kurve der Siegfriedstraße und ist insbesonderer für Kinder schlecht einsehbar", heißt es in dem Antrag. Die Einschätzung, wie schnell ein Fahrzeug unterwegs ist, sei schwer möglich.
Um nahe gelegene Haltestellen des ÖPNV gefahrlos zu erreichen und ein nachbarschaftliches Miteinander zu gewährleisten, sei ein Füßgängerweg unerlässlich; zumal sich gerade dort viele junge Familien ansiedeln.
Ein weiterer Antrag der Fraktion Liz.Linke verlangt zu prüfen, ob die Errichtung von Geh- und Radwegen zwischen Fischweiher und Kirschhausen notwendig ist.
Aufgrund der dichten Wohnbebauung gebe es viele Fußgänger entlang der Siegfriedstraße, die durch Wanderer und Touristen weiter erhöht werde. 
Eine getrennte Führung von Radfahrern und Fußgängern ist daher notwendig", heißt es weiter. Da der Platz auf der Straße begrenzt sei, könnte auf einem Mittelstreifen verzichtet werden und gegebenenfalls Tempo 30 angeordnet werden. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Bergsträßer Anzeiger
6. Februar 2015


mam


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MAGISTRAT SOLL PRÜFEN:
Überweg und Radweg an der B 460
HEPPENHEIM. Der Bauausschuss hat am Dienstag zwei Aufträge, die die Bundesstraße 460 betreffen, an den Magistrat gestellt. Der Magistrat soll in Abstimmung mit Hessen Mobil prüfen, ob auf der Siegfriedstraße in Höhe der Straße "An der Schneidmühle" ein Zebrastreifen oder eine Ampel möglich ist. Zur Begründung führte Ulrike Janßen (LIZ.Linke) die besonders für Kinder schlechte Übersichtlichkeit der vielbefahrenen Siegfriedstraße in dieser Kurve an.
Ebenfalls geprüft werden soll, ob entlang der B 460 östlich der Stadtbach-Verdolung über Fischweiher bis Kirschhausen ein Fahrrad- und Fußweg angelegt werden kann. Als Begründung wird die hohe Verkehrsfrequenz mit 16 500 Fahrzeugen täglich angeführt.
Jürgen Semmler (CDU) formulierte beide Anträge der LIZ.Linke in Hessen-Mobil-Deutsch um, dem dann - bei einer Enthaltung beim Thema Radweg - alle Ausschussmitglieder zustimmten.

Unsere Pressemitteilung vom
9. Oktober 2014
An Redaktion übersendet, jedoch nicht veröffentlicht.


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Neuer Fußgängerüberweg über Ludwigstraße (B3)
Die neue Fußgängerampel über die Ludwigstrasse (B3) in Höhe von Karl-Marx-Straße/Werlestraße, die auf einen Antrag der LIZ.LINKE-Fraktion vom 17.9.2011 zurückgeht, ist inzwischen in Betrieb genommen. Sie stellt einen weiteren sicheren Übergang über die viel befahrene B3 für Anwohner, Innenstadtbesucher und Nutzer öffentlicher Einrichtungen wie Haus der Kirche, Stadtbücherei, Schwimmbad und Bahnhof dar. Der Überweg bietet sich auch für Nutzer des Heppenheimer Radwegenetzes an, da von der Stadt empfohlene Radtouren diese Kreuzung queren. Es bleibt zu hoffen, daß die Ampelschaltung auf Dauer so eingerichtet bleibt, daß das derzeit schnelle Fußgängergrün weiterhin gewährt wird. Zu hoffen bleibt auch, daß auf Dauer eine Entlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr erfolgt, so daß solche Hilfsmaßnahmen entbehrlich sind.
FGÜ Ludwigstraße B3 9.10.14

Unsere Pressemitteilung vom
6. September 2014
An Redaktion übersendet, jedoch nicht veröffentlicht.

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Zum Pressebericht des Starkenburger Echo vom 6.9.2014 "Brücke über die A5 wird neu gebaut."

Nicht nur die Autobahnanschlußstelle, die Brücke über die A5, sondern auch die mitten durch Heppenheims Zentrum führende Bundesstraße 460 wurde in den 1960er Jahren auf den damals vorausgesagten Steigerungen des Verkehrs bemessen. Und auch für diese Straße (B460) gilt, daß die heutigen Belastungen damals nicht berücksichtigt wurden. Trotzdem geht die Erweiterung von Logistikfirmen und deren Neuansiedlung unter Bürgermeister Burelbach und Koalitionsmehrheit munter weiter. Während dessen schlummert der Entwurf des Verkehrsentwicklungsplans in Bgm. Burelbachs Schreibtischschublade weiter. Zu leiden unter den Verkehrsimmissionen aus Feinstaub, Abgasen und Lärm haben die Straßenanwohner und die Innenstadt, das Zentrum Heppenheims.
Ein Engagement, das Ortsumgehungen und den zweiten Autobahnanschluß an der im Bau befindlichen Autobahnbrücke voranbringt, ist unter Bgm. Burelbach nicht wirklich sichtbar. Dies, obwohl dieser zweite Autobahnanschluß L3398/A5 nun notwendiger wird denn je, da er auch als Ersatz während der Brückenneuerstellung B460/A5 herangezogen werden könnte. Dann wären ortsansässige Firmen von Umwegen verschont und die Umleitungsstreckenanwohner und die Innenstadt vor zusätzlichen Lärm und Abgas. Es bleibt abzuwarten, ob die politische Mehrheit Heppenheims durch den nun veröffentlichten Brückenzustand in Sachen zweiter Autobahnanschlußstelle verstärkt tätig wird und sich auch für Ortsumgehungen besser einsetzt.

Bergsträßer Anzeiger
5. April 2014


mam


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Autobahn: Mehrheit plädiert aus Kostengründen für eine zweite Zufahrt an der Bürgermeister-Metzendorf-Straße
Für A5-Anschluss an Landesstraße 3398
HEPPENHEIM. Die Stadtverordneten wollen einen zweiten Autobahnanschluss im Süden, der die Innenstadt entlasten soll. Keine Einmütigkeit gab es über die beste Variante. Am Ende stimmten 21 Stadtverordnete von CDU, FWHPINI und FDP sowie LIZ.Linke für einen Anschluss in Höhe der Landesstraße 3398 nach Hüttenfeld, mit einer Anknüpfung an die Kreisverbindungsstraße K 4229 bei Laudenbach. Dies ist nun die Vorzugsvariante, die die Stadt weiter verfolgt. Die 16 Vertreter von SPD und GLH stimmten dagegen. Die Befürworter erhoffen sich von dieser Variante (Planfall 6) die besten Chancen für eine Realisierung, weil sie das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweise, wie Jürgen Semmler (CDU) betonte. Für den Autobahnanschluss an der L 3398 könne nämlich die Brücke über die A 5 genutzt werden, die dieses Jahr für 2,2 Millionen Euro neu gebaut wird.
Von der L 3398 (Bürgermeister-Metzendorf-Straße) soll eine Trasse zwischen Segelflugplatz und Kreiskrankenhaus/Vitos in Richtung Süden führen und in der Nähe der Landesgrenze eine Verknüpfung an die Kreisverbindungsstraße (K 4229) von Weinheim bis Laudenbach im Rhein-Neckar-Kreis schaffen. Damit würden signifikante überregionale Verkehrsverlagerungen erreicht, mit denen die Innenstadt von Heppenheim und die bestehenden Anschlussstellen in Heppenheim und Hemsbach stark entlastet würden, heißt es in der Vorlage. Die Variante sei auch ökologisch vertretbar und verbrauche relativ geringe Flächen, sagte Semmler.
Die Berechnungen der Ingenieurgesellschaft Habermehl und Follmann gehen von einem Anstieg der Verkehrsbelastung in Heppenheim von derzeit 21 700 Fahrzeugen am Tag auf 27 700 Fahrzeuge im Jahr 2025 aus. Mit dem zweiten Autobahnanschluss an der L 3398 würde die B 460 (Lorscher Straße) um 5050 Fahrzeuge am Tag, die B 3 um 4600 Fahrzeuge täglich entlastet.
Die SPD sprach sich dagegen für die teurere Variante (Variante 3a) eines Autobahnanschlusses in Höhe der Landesgrenze zu Baden-Württemberg aus, von der sie eine noch stärkere Entlastung erwartet. Jean Bernd Neumann (SPD) hatte zu Beginn vergeblich versucht, den Punkt von der Tagesordnung absetzen zu lassen, weil noch viele Dinge zu klären seien. Noch fehlten etwa offizielle Stellungnahmen von Kreiskrankenhaus und Vitos-Klinik.

Die Innenstadt soll durch den zweiten Anschluss vom Verkehr entlastet werden
Für die GLH machte Peter Müller deutlich, dass seine Fraktion am liebsten gar keinen zusätzlichen Autobahnanschluss hätte. Keiner derAnwesenden werde den Tag erleben, dass der Anschluss eröffnet werde, orakelte Müller. Neumann erinnerte an kontroverse Diskussionen in der Vergangenheit, als es um eine B 3 West gegangen sei, die von Hemsbach bis Bensheim parallel zur A 5 führen sollte und dabei Tongruben und Erlache durchschnitten hätte. Jetzt komme diese Trasse zurück. Der Knoten an der Bürgermeister-Metzendorf-Straße werde mit 6000 bis 7000 Fahrzeugen zusätzlich pro Tag belastet. Bei den Kosten müssten auch die nötigen Lärmschutzwände für die Kliniken mitberücksichtigt werden. Um die Chancen auf Realisierung zu steigern, müssten möglichst viele mit ins Boot genommen werden, forderte Neumann: „Wir müssen mit Laudenbach auch formal gemeinsame Beschlüsse fassen.“ Auch die Metropolregion solle diesen mittragen.
Ulrike Janßen (LIZ.Linke) verwies darauf, dass Laudenbach sich bereits für einen Anschluss an der L 3398 ausgesprochen habe und jetzt auf Heppenheim warte. Es sei genug Zeit für Beratungen gewesen. Jahrelang sei nichts für Anwohnerschutz und Verkehrsentlastung getan worden.
Burelbach mahnt, nicht zu warten
„Das Zeitfenster ist nicht ewig offen“, mahnte Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU). Eine Chance auf Verwirklichung sehe er nur, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimme. Finanz-Staatssekretär Michael Meister (CDU) habe zugesagt, das Vorhaben zu unterstützen. Es habe bereits Gespräche mit dem Laudenbacher Bürgermeister und dem Landrat des Rhein-Neckar-Kreises gegeben. Burelbach appellierte an die Stadtverordneten, jetzt „in die Pötte“ zu kommen und später über den exakten Trassenverlauf zu beschließen. Eine neue Autobahnunterführung für die andere Variante sei so teuer, dass sie vermutlich das Aus bedeute.

Bergsträßer Anzeiger
5. April 2014


red


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Tempoüberwachung
Seit Mitte März wird fleißig geblitzt
HEPPENHEIM.
Wie Bürgermeister Burelbach im Stadtparlament mitteilte, sind die stationären Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung seit Mitte März in Betrieb. Die modernen „Starenkästen“ stehen in Wald-Erlenbach (B 460, Höhe Friedhofsstraße in beiden Fahrtrichtungen) und in Kirschhausen (B 460, Höhe Waldstraße in Fahrtrichtung Heppenheim und in Höhe Kirchstraße in beiden Richtungen). Auch die neue mobile Geschwindigkeitsmessanlage ist seit Anfang Februar in Betrieb und „blitzt fleißig“ (Burelbach).

Starkenburger Echo
20. März 2014
mam


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Zweite Autobahnzufahrt entlastet Innenstadt
VERKEHR  Bauausschuss stimmt mehrheitlich für einen Anschluss Heppenheim-Süd bei der Landesstraße 3398 – Lückenschluss zur Kreisverbindungsstraße
HEPPENHEIM. Der Bauausschuss hat sich am Dienstag für eine Trassenvariante für den Autobahnanschluss Heppenheim-Süd entschieden. Der Anschluss soll in Höhe der L 3398 (Bürgermeister-Metzendorf-Straße) sein und die bestehende Brücke über die A 5 nutzen. Über eine Straße zwischen Kreiskrankenhaus/Vitos und dem Segelflugplatz soll die L 3398 mit der Kreisverbindungsstraße (K 4229) bei Laudenbach verbunden werden.
Brücke Bürgermeister-Metzendorfstr. L3398Die Brücke über die Autobahn 5 im Verlauf der L 3398 zwischen Heppenheim und Hüttenfeld wird im Juli wegen Schäden abgerissen und neu gebaut. An dieser Stelle wünscht sich die Stadt einen Autobahnanschluss Heppenheim-Süd, der die neue Brücke nutzen könnte.  Foto: Karl-Heinz Köppner
Skizze 20.03.14 N-S-Umgehung Süd
Für den Entwurf stimmten sieben Vertreter von Koalition und LIZ.Linke, dagegen GLH-Vertreterin Christina Graubner. Die drei SPD-Vertreter konnten sich noch nicht mit dieser Variante anfreunden und enthielten sich, um bis zur Stadtverordnetenversammlung darüber in der Fraktion zu beraten. Das Thema wird voraussichtlich am 3. April (Donnerstag) in der Stadtverordnetenversammlung beraten. Ziel ist es, eine Vorzugsvariante eines möglichen Autobahnanschlusses-Süd zu erarbeiten, um diese dann beim Bund zu beantragen. Ob die Stadt dann wirklich einen zweiten Autobahnzugang bekommt, wird beim Bund entschieden.

Der Abstimmung vorausgegangen war eine längere Diskussion. Edwin Mayer von der Ingenieurgesellschaft Habermehl und Follmann erläuterte Details zu einer Verkehrsuntersuchung, die bereits im November im Ausschuss vorgestellt worden war. Der nun vorgestellte, sogenannte Planfall 6 kombiniere zwei andere Varianten und ist aus Sicht des Büros die Variante mit der größten Verkehrsentlastung für die Heppenheimer Innenstadt und dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mit dem Anschluss in Verbindung mit dem Lückenschluss zur Kreisverbindungsstraße (K 4229) in Baden-Württemberg „werden signifikante überregionale Verkehrsverlagerungen erreicht, mit denen die Innenstadt von Heppenheim und die bestehenden Anschlussstellen in Heppenheim sowie in Hemsbach stark entlastet werden“.
5050 Fahrzeuge weniger auf der Lorscher Straße
Die Verkehrsuntersuchung prognostiziert für diese Variante des Autobahnanschlusses eine Entlastung um 5050 Fahrzeuge pro Tag für die B 460/Lorscher Straße und 4600 Fahrzeuge pro Tag weniger für die B 3 (Ludwigstraße). Die B 3 in Laudenbach würde um 1700 Fahrzeuge pro Tag entlastet; die Bürgermeister-Metzendorf-Straße zwischen B 3 und Tiergartenstraße um 3650 bis 4870 Fahrzeuge pro Tag. Entlastet würden auch Bürgermeister-Kunz-Straße im Norden und die nördliche Tiergartenstraße.
Der Ausschussvorsitzende Jean Bernd Neumann (SPD) verlas ein Schreiben des Aeroclubs Bergstraße, der darum bat, die mögliche Verbindungsstraße nach Laudenbach zwischen den Kliniken und dem Segelflugplatz möglichst weit weg vom Segelflugplatz zu planen. Nur die östliche Landebahn des Segelflugplatzes habe den erforderlichen Mindestabstand von 300 Metern zur Autobahn 5, um dort Segelflugzeuge mit der Seilwinde starten zu dürfen. Das Regierungspräsidium Darmstadt habe aber zugesagt, dass der seitliche Abstand der Landebahn zur geplanten Straße nach Laudenbach nicht so groß sein müsse wie zu einer Autobahn.
Sonja Guttmann und Christine Bender (beide SPD) sahen noch erheblichen Diskussionsbedarf und forderten eine Gegenüberstellung dieser Variante mit Kosten und Nutzen eines Autobahnanschlusses in Höhe der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Beide äußerten auch Bedenken, ob bei einer Straße an den Kliniken der nötige Schallschutz mit maximal 49 Dezibel nachts zu erreichen ist. Man dürfe nicht nur die Kosten für eine zusätzlich nötige Brücke an der Landesgrenze sehen, sondern auch die Kosten für den nötigen Lärmschutz bei der anderen Variante, forderte Guttmann.
Laut Jürgen Semmler (CDU), bei Hessen Mobil für Planung und Bau des Riederwaldtunnels bei Frankfurt zuständig, ist der Schallschutz „mit einer normalen Lärmschutzwand in den Griff zu kriegen“. Er gab zu bedenken, dass ein Autobahnschluss an der Landesgrenze das Flugfeld für den Segelflugplatz verkürzt. Das bestätigte Maximilian Rüllmann, Vorsitzender des Aeroclubs, auf Fragen der Stadtverordneten. In diesem Fall müsse der Anschluss möglichst weit südlich der Landesgrenze liegen, um den Flugbetrieb nicht zu beeinträchtigen.
Die Anbindung an der L 3398 sei die bestmöglichste Lösung für Heppenheim und Laudenbach und „der günstigste Fall für den Bund mit den niedrigsten Investitionskosten“, betonte Semmler. Er rief dazu auf, die Region miteinzubeziehen und einen breiten politischen Konsens zu erwirken. Dazu gehöre auch ein möglichst einmütiges Votum in den Gremien.
Der Anschluss an der L 3398 sei nicht nur die finanziell günstigste Variante, sondern auch bezüglich der Umwelt, sagte Ulrike Janßen (LIZ.Linke). Zudem seien die Ärzte des Kreiskrankenhauses sehr an einer guten Anbindung interessiert. Über die überlastete Tiergartenstraße sei es kaum noch möglich, die Zehn-Minuten-Hilfsfrist einzuhalten.
Über die Autobahn sei der Wirkungskreis des Kreiskrankenhauses größer, sagte Bürgermeister Rainer Burelbach (SPD). Stiegen die Kosten, sinke das Projekt im Ranking des Bundes. Derzeit stünden die Chancen bei 50 Prozent, „dass es überhaupt durchkommt“.
HINTERGRUND Brücke an L3398 wird neu gebaut
Die Brücke über die A5, die als Teil der L3398 von Heppenheim nach Hüttenfeld führt, wird dieses Jahr abgerissen und neu gebaut. Sie war schon seit Jahren wegen Schäden nicht mehr mit schweren Lastwagen und nur mit Tempo 60 befahrbar.
Die Bauarbeiten beginnen im Juli und dauern 11 Monate bis Anfang Juni 2015, wie Stadtrat Hubert Vettel (FDP) am Dienstag bekannt gab. Auf der Nordseite der Brücke verläuft künftig ein Radweg. Die Umleitung erfolgt über Lorsch. Wie Jochen Vogel, Sprecher von Hessen Mobil, auch Echo-Anfrage erläuterte, wäre die Breite dieser neuen Bücke ausreichend, um die Autobahn anzuschließen. "Die Brücke könnte so bleiben", so Vogel.

Bergsträßer Anzeiger
13. März 2014
schu


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Verkehr
Bald sind die Blitzer „scharf“
HEPPENHEIM. Fünf fest installierte Blitzer sind in den vergangenen Wochen in Heppenheimer Ortsteilen aufgestellt worden. Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, stehen zwei der Geräte in Wald-Erlenbach in Höhe des Dorfgemeinschaftshauses, weitere zwei in Kirschhausen an der Sparkasse. Diese Blitzer stehen sich jeweils gegenüber, um beide Fahrtrichtungen abzudecken. Der fünfte Blitzer befindet sich am Ortseingang von Kirschhausen nach der Tankstelle. Die Blitzer sind jedoch noch nicht „scharf“.
Laut Erstem Stadtrat Christoph Zahn (CDU) ist der Innenausbau noch nicht fertig. „Sobald die Geräte geeicht sind, werden sie in Betrieb genommen“, sagte er am Dienstag im Sozialausschuss. Kosten entstehen der Stadt nicht, die Geräte wurden von einem Unternehmen aufgestellt und werden von diesem auch gewartet. Die stationären Überwachungsanlagen sollen Autofahrer disziplinieren. Auf der Bundesstraße 460 als Durchgangsstraße fahren viele Autofahrer oft zu schnell.

Bergsträßer Anzeiger
1. März 2014
zg
leicht gekürzte Wiedergabe der Pressemitteilung der IG LIZ
im
Starkenburger Echo  "Initiative sieht keinen Bedarf für Beratung"


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Radwege: Initiative „Leben im Zentrum“ kritisiert Vorgehensweise von Bürgermeister und Koalition
„Probleme werden verschärft“
HEPPENHEIM. Zur Diskussion um die Radwege-Situation in Heppenheim hat sich die Initiative "Leben im Zentrum" (LIZ) zu Wort gemeldet.
Zu dem an der Koalition gescheiterten SPD-Antrag zur Verbesserung der Radewegesituation gebe Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) an, kein Radverkehrskonzept zu benötigen, da Verbesserungen ohnehin von der Verwaltung betrieben würden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Semmler verweise hingegen auf den angeblich in Arbeit befindlichen Verkehrsentwicklungsplan.
Festzustellen bleibe, so die LIZ, "dass trotz Tatsachenschaffung über Vermarktung neuer Gewerbe- und Wohngebiete und trotz mehrfacher Nachfrage von Ulrike Janßen (LIZ.Linke-Fraktion) immer noch kein Verkehrsentwicklungsplan in der Stadtverordnetenversammlung oder im Magistrat behandelt wird und große Lücken im Radwegenetz bestehen".
Im Gegensatz zum ADFC habe die LIZ Lösungsvorstellungen, unter anderem zu den Problemen von Rad-, Fußgänger- und Kfz-Verkehr sowie zum Stadtbus. Diese stünden "in Verbindung mit einer geordneten Stadtentwicklung." Das Problem sei nicht, dass niemand aus den Reihen der Stadtverordneten in der Lage sei, "Lösungen zu sehen", sondern dass die Koalitionsmehrheit diese Lösungen, die auch auf allgemein anerkannten Grundsätzen aufbauten, "aus ideologischen Gründen ablehnt".

Es bedürfe keiner auswärtigen Fachberater, so die LIZ weiter, sondern "anderer politischer Mehrheiten, die für sachgemäße Verwaltungsarbeit sorgen und das örtlich vorhandene Fachwissen bündeln". Hieraus könnten für Heppenheim spezifische Lösungen erarbeitet werden. Dies gelinge jedoch nur, wenn man nicht wie Bürgermeister Burelbach versuche, die verschiedenen Akteure durch weltfremde Vergleiche, wie aktuell mit dem ADAC, gegeneinander auszuspielen oder Flickwerk zu betreiben.
Das Ziel der Koalition, Haushaltskonsolidierung allein durch Steuererhöhungen und Schaffung neuer Baugebiete zu betreiben, werde Heppenheim noch teuer zu stehen kommen. Denn die alten Probleme würden hierdurch nur noch weiter verschärft, insbesondere auch an Heppenheims zentralem Platz zwischen Postgebäude, Sankt Katharina und Fußgängerzone. Wer, wie die Koalitionäre, heute immer noch keinen "Handlungsdruck" erkenne, "ignoriert seine Pflichten als politisch gewählter Vertreter".
Der Magistrat habe aktuell die Möglichkeit, die auf den Weg gebrachten Umgehungsstraßen mit neuem Autobahnanschluss voranzutreiben. Hierdurch entstünden Verkehrsverlagerungen, die städtebauliche Lösungen zum Wohle aller, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, erlaubten.
Selbstverständlich, heißt es abschließend in der LIZ-Pressemitteilung, könne der Magistrat auch sofort Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt behandeln und zum Beispiel "richtlinienkonforme Fuß- und Radwege bauen, die in Heppenheim auch bei Straßenneubauten Seltenheitswert haben, oder auch Strafzettel für Gehsteig- und Radwegparken verteilen. Letzteres wäre aber allein Aufgabe des Bürgermeisters".

Starkenburger Echo
05. Februar 2014
e
leicht gekürzte Wiedergabe der Pressemitteilung der IG LIZ

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Stadtentwicklung – Initiative „Leben im Zentrum“ fordert Burelbach zum Handeln auf
„Inzwischen über zwei Jahre Zeit gehabt“
Zum Bericht über eine Veranstaltung der Wirtschaftsvereinigung Heppenheim mit dem Magistrat und Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) am 31. Januar erreichte uns eine Stellungnahme der Interessengemeinschaft „Leben im Zentrum“, LIZ.
HEPPENHEIM. Im Mai 2010 bereits hätte die LIZ in einem offenen Brief auf die umfangreichen Mängel des Stadtumbaus und die daraus folgenden Belastungen für Heppenheim hingewiesen und alle Verantwortlichen „erfolglos aufgefordert, eine innenstadtfördernde und wirtschaftliche Planung zu erarbeiten.“
Über zwei Jahre, so die LIZ, habe Bürgermeister Burelbach inzwischen Zeit gehabt, die Möglichkeiten des Stadtumbauprogrammes zu nutzen und die Fehlentwicklungen in geordnete Bahnen zu lenken. Stattdessen habe er „zur Finanzierung dieser Fehlplanungen starke Steuererhöhungen durchgesetzt.“ Und auf dem Graben stehe nun wieder das Auto im Vordergrund, heißt es weiter, anstatt des angedachten Stadtparks.
Am Stadtumbauprogramm lasse er „kein gutes Haar und schiebt vor der Wirtschaftsvereinigung der Nassauischen Heimstätte die Schuld für den Grabenumbau und die unbefriedigenden Ergebnisse des Förderprogrammes zu.“ Burelbach ignoriere „seine Bauherrenaufgaben und Verantwortung und spielt die verschiedenen Akteure gegeneinander aus.“
Vor gleicher Versammlung behaupte Burelbach, dass eine Ost-West-Umgehung und die Entwirrung des Postknotens „kaum realisierbar“ seien und dass das von Altbürgermeister Metzendorf entworfene Straßennetz „noch heute eine vernünftige Grundlage bilde.“ Burelbach rede hier „60 Jahre alten Planungen mit vierspurigen Durchgangsstraßen und einem autobahnähnlichen Kreuzungsbauwerk in der Stadtmitte unter weitgehendem Abriss der Altstadt das Wort.“
Burelbach heißt es weiter, ignoriere damit nicht nur die Stadtverordnetenbeschlüsse zu Ortsumfahrungen und Verzicht auf die Durchbruchslösung am Postknoten, sondern auch die Anmeldung eines Tunnels zum Bundesverkehrswegeplan durch die Landesregierung in 2013.
„Er hätte sich längst engagieren müssen für die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, auch am zentralen Platz vor der Fußgängerzone und dem neu gebauten Altenheim. Ebenso hätte er den sich bewegenden Immobilienmarkt am Parkhof für städtebaulich sinnvolle Maßnahmen nutzen können, was er versäumte.“
Bei der Anschlussstelle-Süd ignoriere er nicht nur die Handlungsempfehlungen seines Parteikollegen Michael Meister, sondern unterlasse auch „zielführende Gespräche und die zeitnahe Erarbeitung einer Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung.“
Bei allen neuen Baugebieten, heißt es abschließend, interessiere ihn „die städtebauliche Einbindung und die Schaffung notwendiger Infrastruktur in keiner Weise. Von einer Bauleitplanung im Bereich der alten Psychiatrie ist bis heute nichts zu sehen. Heppenheim braucht mehr denn je tragfähige Konzepte und eine Person, die leitet, statt nur schlecht zu verwalten.

Bergsträsser Anziger
14. Juni 2013
mam

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Straßenverkehr: Einstimmiger Beschluss des Bauausschusses
Stadt will Radarfallen installieren
HEPPENHEIM. So viel Einmütigkeit ist selten in den Heppenheimer Gremien: Einstimmig befürwortete der Bauausschuss am Dienstag, dass der Magistrat Pläne zur Installation „stationärer Geschwindigkeitsmessanlagen“ (Radarfallen) weiter verfolgen soll.
Es werde zwar in Heppenheim recht gesittet gefahren, sagte Jürgen Semmler (CDU). Doch sei es nach Erfahrungen der Nachbarkommunen erforderlich, an Problempunkten solche Anlagen aufzustellen. Die Zählungen belegten die unerträgliche Verkehrsbelastung, sagte Ulrike Janßen (LIZ.Linke). Es würden bis zu 90 Kilometer pro Stunde gefahren an Stellen, wo nur Tempo 50 erlaubt ist. Gemessen wurde dieser Wert auf der Lorscher Straße (B 460) in Höhe Kochstraße. Gefahrenstellen sieht die Stadt auf den Bundesstraßen 3 und 460. Weiter geprüft werden sollen laut Vorlage folgende Standorte:
 Siegfriedstraße (B 460) in Höhe Friedhofstraße in Wald-Erlenbach;
 Siegfriedstraße (B 460) in Höhe Wald-, Brentano- und Kirchstraße in Kirschhausen;
 Lorscher Straße (B 460) in Höhe Kochstraße in Heppenheim;
Darmstädter Straße (B 3) in Höhe „Am Landberg“ in Heppenheim sowie  Ludwigstraße (B 3), Höhe Vitos-Klinik in Heppenheim.

Starkenburger Echo
14. Juni 2013
mam

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Pläne für Ortsumgehung vorgestellt
Bauausschuss – Mehrheit stimmt für 5,5 Kilometer lange Variante von Laudenbach bis zur Guldenklinger Höhe
Ortsumgehungsplan HP 14.6.2013Ein Bündel von Varianten für eine Heppenheimer Ortsumgehung wurde im Bauausschuss vorgestellt. Die Mehrheit plädierte für Variante C. Die grobe Skizzierung sieht eine 5,5 Kilometer lange Trasse vom Kreisel bei Laudenbach bis zur B 460 in der Nähe der Guldenklinger Höhe vor.
HEPPENHEIM. Beim Thema Ortsumgehung für Heppenheim kommen Emotionen ins Spiel. Insbesondere die Bundesstraße 460, die in Heppenheim mitten durch enge, historische Bebauung führt, ist stark belastet mit dem Verkehr in den Odenwald. Den Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 3 und 460 am Postknoten passieren täglich 28 000 Fahrzeuge. Auf der Siegfriedstraße (B 460) sind 12 100 Fahrzeuge pro Tag unterwegs, auf der Lorscher Straße (B 460) 18 000 Fahrzeuge. Dementsprechend lebhaft waren die Diskussionen im Bauausschuss. Weil sie ihn ständig unterbrach, entzog der Ausschussvorsitzende Jean-Bernd Neumann (SPD) schließlich Ulrike Janßen (LIZ.Linke) das Wort.
Ziel der Stadtverordneten ist es, eine Ortsumgehung für Heppenheim im Bundesverkehrswegeplan 2015 zu verankern. Dazu muss die Stadtverordnetenversammlung laut Hessen Mobil bis Ende Juni eine Umgehungsvariante beschließen, „die aus technischer und ökologischer Sicht realisierbar ist“. Hessen Mobil teilte weiter mit, dass für die B 3 keine Umgehung für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet werden könne. Diese sei als Parallelstraße zur Autobahn nicht mehr für den Fernverkehr relevant, wenn die A 67 ausgebaut sei. Danach werde die B 3 abgestuft. Der A 67-Ausbau liegt allerdings seit Jahren wegen der möglichen parallelen ICE-Trasse Mannheim-Frankfurt auf Eis.
Für eine Umgehung der B 460 legte die Verwaltung drei Varianten vor. Noch sind diese nur grobe Striche in der Landschaft. Die Ausführungsplanung in einem Raumordnungsverfahren, dann in einem Linienfindungsverfahren, solle man den Fachbehörden überlassen, sagte Jürgen Semmler (CDU).
Ausgangspunkt bei Kreisel Laudenbach
Westlicher Ausgangspunkt aller drei Varianten ist der Kreisel mit Verbindung von B 3 und K 4229 zwischen Heppenheim und Laudenbach. Damit halte man den Verkehr, der über die künftige Kreisverbindungsstraße zwischen Weinheim und Laudenbach nach Norden geleitet wird, komplett aus der Heppenheimer Innenstadt heraus, schreibt die Stadt. Von diesem Kreisel führt eine 3,0 (Variante A) bis 5,5 Kilometer (Variante C) lange Trasse, die überwiegend als Tunnel ausgeführt werden soll, diagonal nach Nordosten zur B 460. Die Varianten A und B führen zwischen Fischweiher und Kirschhausen auf die B 460; die Variante C soll dort zwischen Kirschhausen und Wald-Erlenbach herauskommen.
Ulrike Janßen (LIZ.Linke) legte einen Änderungsantrag mit einer eigenen, sehr detaillierten Variante eines Maibergtunnels vor. Sie beginnt mit einem neuen Autobahnanschluss Heppenheim-Süd in Höhe der L 3398 nach Hüttenfeld, quert die Tiergartenstraße und führt über Bürgermeister-Metzendorf-Straße (L 3398), Erbacher Tal (L 3120) und Ortsstraße (K 59) in Erbach in einen 750 Meter langen Maibergtunnel. Dieser endet dann kurz nach Fischweiher auf der B 460. Parallel zur L 3120 ist ein weiterer 550 Meter langer Tunnel vorgesehen
sowie ein überdeckelter Trog für die Bürgermeister-Metzendorf-Straße.
Janßen kritisierte die städtischen Varianten, die jegliche topographische Realitäten ignorierten. Die Südanbindung an die Kreisverbindungsstraße in Laudenbach bringe zudem für die Hauptrichtung des Verkehrs aus Westen keine Entlastung. Sie bezweifelte auch, dass der Bund einen 5,5 Kilometer langen Tunnel finanzieren werde.
Ein Änderungsantrag in dieser „Detailschärfe“ komme noch nicht zum Tragen, weil man derzeit nicht im Stadium einer dezidierten Planung sei, entgegnete Semmler. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU). Es gehe darum, eine politische Entscheidung zu treffen. Es sei nicht Aufgabe der Stadt, die Bodenbeschaffenheit zu ermitteln und festzulegen, wo exakt die Trasse verlaufen solle. Die Pläne stünden zudem in Zusammenhang mit dem Antrag, einen weiteren Autobahnanschluss zwischen Heppenheim und Laudenbach zu bekommen.
Mehrere Redner kritisierten die Verlagerung des Verkehrs nach Kirschhausen in der LIZ.Linke-Variante. Semmler sprach von „einem gewissen Kirchturmdenken“. Neumann kritisierte zudem die Mehrbelastung von Erbacher Tal und den Hochhäusern an der Bürgermeister-Metzendorf-Straße.
GLH: Zerschneidung von Landschaft
Jede Umgehung bedeute eine Zerschneidung von Landschaft, Bodenversiegelung und erhöhtes Verkehrsaufkommen, sagte Christina Graubner-Reinhardt (GLH). Ein schnellerer Autobahnzugang verleite die Menschen dazu, noch weiter in den Odenwald zu ziehen. Angesichts des Rückgangs an Einwohnern im Odenwald werde das Verkehrsproblem in Zukunft nicht mehr so unterträglich sein, sagte Martin Greif (FWHPINI).
Die LIZ.Linke-Variante wurde schließlich mit 10:1 Stimmen abgelehnt. Der Vorzugsvariante C stimmten neun Vertreter von CDU, SPD, FWHPINI zu; Graubner-Reinhardt stimmte mit Nein; Janßen enthielt sich.

Bergsträßer Anzeiger
18. Februar 2013
jr

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Alle wollen Tempo 30
HEPPENHEIM. Alle Fraktionen stehen hinter dem Versuch des Magistrats, bei den zuständigen Behörden Tempo 30 für die B 460 (Lorscher Straße, Lehrstraße, Siegfriedstraße) in Heppenheim durchzusetzen. Gabriele Kurz-Ensinger (SPD) forderte, mehr Druck zu machen, Jürgen Semmler (CDU) sprach von einem Zeichen, „dass wir dahinter stehen“, und Peter Müller (Grüne) regte an, bei Bedarf auch zu „Mitteln zivilen Ungehorsams“ zu greifen.

Bergsträßer Anzeiger
22. November 2012


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Die Kreuzung von Bundesstraße 460 und Uhlandstraße soll zu einem Kreisel umgebaut werden
Uhlandstr. 22.11.12 KreiselHEPPENHEIM. Die Kreuzung B 460/Uhlandstraße soll in einen Kreisel umgebaut werden. Im Doppelhaushalt 2013/2014 werden dafür insgesamt 460 000 Euro beantragt. Dieses Geld wird zunächst als Verpflichtungsermächtigung für 2015 eingestellt - das heißt, die Aufträge können schon im Vorjahr vergeben werden, jedoch schlägt das Geld erst im nächsten Haushalt zu Buche. Nach Angaben von Bürgermeister Rainer Burelbach hat es bereits einen Ortstermin gegeben, an dem auch Vertreter von Hessen Mobil teilgenommen hätten. Entgegen früheren Aussagen habe die Behörde bestätigt, dass ein Kreisel an dieser Stelle für eine Verbesserung des Verkehrsflusses sorgen würde. BILD: Köppner


Starkenburger Echo
28. September 2012
Kerstin Schumacher

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Sechs Varianten für zweiten Anschluss
Verkehr  Ingenieurbüro präsentiert Voruntersuchung für A 5 im Bauausschuss – Viele Fragen noch offen
Bahnunterführung K4229 in LaudenbachDie Kreisverbindungsstraße 4229 in Laudenbach müsste bei einigen Varianten für einen neuen Anschluss an die A 5 verlängert werden. Foto: Lutz Igiel
HEPPENHEIM. Im Bau-, Umwelt und Stadtentwicklungsausschuss hat ein Ingenieurbüro Pläne für einen weiteren Anschluß an dei Autobahn 5 vorgestellt.
Die Stadt Heppenheim hat im Mai dieses Jahres für 130 000 Euro eine regionale Verkehrsuntersuchung als Vorbereitung für einen zweiten Autobahnanschluss Heppenheim-Süd in Auftrag gegeben. Am Dienstag präsentierten Vertreter des Ingenieurbüros Habermehl und Follmann (Rodgau) im Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss Ergebnisse einer Voruntersuchung. Weiter stellten sie dem Gremium sechs Planfälle vor, denen zufolge ein Autobahnanschluss entweder auf Heppenheimer Gemarkung, auf der Landesgrenze zu Baden-Württemberg oder weiter südlich liegen könnte.
Länderübergreifende Optimierung als Ziel
Dieser könne jedoch nicht ausschließlich auf Heppenheim bezogen geplant werden, sagte Geschäftsführer Edwin Mayer. „Wir müssen auch Nordbaden einbeziehen.“ Ziel sei eine länderübergreifende und zukunftsfähige Optimierung der regionalen Straßeninfrastruktur sowie der Abbau von Schwachstellen im Grundnetz der Bundesstraßen 3 und 460 sowie der Landesstraßen 3398 und 3310.
    Grundlage der sogenannten Planfälle sind Daten zur Entwicklung der Region im Hinblick auf Bevölkerungswachstum und Ansiedlung von Gewerbe in Heppenheim, Laudenbach und Hemsbach. Schon 2004 waren Daten ermittelt worden. Neben Verkehrszählungen gab es Befragungen von Einwohnern der drei Kommunen. 2006 und 2010 sowie im Juni 2012 wurde erneut gezählt. Diese Daten müssten nun aufbereitet, analysiert und aktualisiert werden. Auch eine Prognose zur Siedlungsentwicklung in den kommenden Jahren muss in die Überlegungen einbezogen werden. „Der Sinn nach der neuen Anschlussstelle stellt sich nicht für heute, sondern für 2025“, sagte Mayer.
     Relevant sei der Ausbau von Gewerbe- und Wohngebieten. „Diese Veränderungen müssen wir verkehrlich interpretieren“, so Mayer. In Heppenheim sei etwa die Entstehung des Gewerbegebietes Süd oder das neue Wohngebiet Nordstadt II zu berücksichtigen, in Laudenbach und Hemsbach gebe es ähnliche Projekte.
    Untersucht werden sechs Planfälle sowie die Auswirkungen einer unveränderten Situation im Jahr 2025, wenn also die Infrastruktur abgesehen von der bei Hemsbach bestehenden Kreisverbindungsstraße 4229 und der „Südspange“ in Laudenbach nicht erweitert wird.
Planfall 1 sieht eine neue Anschlussstelle Süd an der Überführung der Bürgermeister-Metzendorf-Straße (L 3398) vor. Im zweiten Fall würde die neue Anschlussstelle ebendort gebaut und die K 4229 von Laudenbach aus als Zubringer verlängert und so eine Verbindung von der Kreis- bis zur Landesstraße geschaffen, die zwischen der Autobahn 5 und dem Heppenheimer Flugplatz verlaufen könnte.
Alle Möglichkeiten in Betracht gezogen
Fall 3 sieht eine neue Anschlussstelle auf der Landesgrenze vor. Vor dort aus würde eine Anbindung an die L 3398 nötig, in nördliche Richtung würde ebenfalls die K 4229 ausgebaut und das Gewerbegebiet Laudenbach an die Querspange angeschlossen. In einer weiteren Variante würde die Anschlussstelle Hemsbach geschlossen. Diese Möglichkeit stieß auf Unverständnis, einige Ausschussmitglieder bezweifelten den Sinn. „Diese Möglichkeit haben wir bewusst in Betracht gezogen“, erklärte Mayer, „weil die Stadt dem Bund als Baulastträger darlegen muss, dass alle Varianten geprüft wurden.“
     Im vierten Fall entfiele der Bau einer neuen Anschlussstelle komplett. Stattdessen würde westlich der A 5 eine neue Straße gebaut, die parallel zur Tiergartenstraße auf die Metzendorf-Straße führt. Im Planfall 5 käme zusätzlich eine Verlängerung der K 4229 hinzu, die an die Bürgermeister-Metzendorf-Straße anschließt. Auch diese Variante sah das Gremium mehrheitlich kritisch, unter anderem, weil die Straße auf einer möglichen Trasse für eine neue ICE-Strecke liegt. Mayer: „Prüfbar ist alles, jede noch so utopische Variante.“
    Im März 2013 sollen die Untersuchungsergebnisse den städtischen Gremien vorgestellt und eine Vorzugsvariante festgelegt werden. Im April soll der Fragenkatalog des Bundes beantwortet werden, der sich unter anderem mit der Verkehrssicherheit, dem Nachweis der Wirkung auf den Fernverkehr und der Wirtschaftlichkeit befasst. In diesen Kontext gehört auch die Ermittlung der Kosten.
     Grundsätzlich sind in allen Planfällen wesentliche Punkte ungeklärt. Zwar wäre das neu zu erschließende Gewerbegebiet Süd besser an die Autobahn angeschlossen, und in einigen Planfällen würde die Tiergartenstraße entlastet, jedoch stiege auf der anderen Seite die Lärm- und Emissionsbelastung für die Anwohner östlich der Tiergartenstraße. Zudem spielten bei der Präsentation weder die Auswirkung auf das Naherholungs- und Naturschutzgebiet am Bruchsee – auch im Hinblick auf die Patienten von Kreiskrankenhaus und Vitosklinik – eine Rolle, noch die Folgen für den Flugplatz, sofern er von einer neuen Anschlussstelle betroffen wäre.

Starkenburger Echo
8. September 2012
jr

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„Durchbruch“ ist endgültig vom Tisch
STADTPARLAMENT   Mandatsträger entscheiden über „Postknoten“
HEPPENHEIM.  In der Sitzung am Donnerstagabend haben die Parlamentarier einer ganzen Reihe von Anträgen zugestimmt.
So wird es auf Antrag der Grünen Liste künftig keine Platzüberlassungsverträge mehr mit Zirkusunternehmen geben, die Wildtiere mit sich führen. Eine Mehrheit gab es auch für einen Antrag der Koalition von CDU, FDP und FWHPINI zur „Optimierung der Kindertagespflege“: Organisation wie auch Werbung für die Kindertagespflege sollen in Zusammenarbeit mit dem Kreis verbessert werden.
Von den Stadtverordneten beschlossen wurde der endgültige „Abschied“ von der seit 1983 geplanten Durchbruchslösung für den Postknoten, mit der ursprünglich einmal der Verkehrsfluss auf der B 460 (Lorscher Straße, Lehrstraße, Siegfriedstraße) durch die Innenstadt erleichtert werden sollte. Eine kurze Diskussion gab es um einen Antrag der SPD, die sich für die Entschärfung des Übergangs von der Lorscher Straße zur Darmstädter Straße (B 460 und B 3) einsetzte.
Ulrike Janßen (LIZ.Linke) unterstellte der SPD deshalb, die Senioren des Zentrums Sankt Katharina bewusst zu gefährden. Das wies Jean-BerndNeumann (SPD) zurück. Er plädierte dafür, einen kleinen Teil des Bürgersteigs im Bereich der Ampel der Fahrbahn zuzuschlagen, damit auch große Lkw problemlos um die Kurve kämen. Jürgen Semmler (CDU) sprach von einem „passablen Vorschlag der SPD“, bestand aber auf einem Ende für den „Durchbruch“, damit die Anlieger endlich Rechtssicherheit hätten. Peter Müller (GLH) erinnerte daran, dass die Grünen die Durchbruchslösung schon 1985 abgelehnt hätten, und dankte den Kollegen deshalb ironisch „für die, wenn auch späte, Zustimmung“.
Zugestimmt wurde einem Antrag der SPD für die Einführung stationärer Verkehrsüberwachung, die vor allem entlang der B 460 dafür sorgen soll, dass Raser abgeschreckt werden. Verabschiedet wurde in der Sitzung im „Halben Mond“ eine Resolution, die von allen Fraktionen getragen wird. Hierin spricht sich das Parlament dafür aus, das Kreiskrankenhaus in Kommunaler Trägerschaft zu belassen. Derzeit wird – wie berichtet – das Uniklinikum Heidelberg als Träger favorisiert.
Beschlossen ist auch die frühzeitige Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit im Bebauungsplanverfahren für das Kirschhäuser Baugebiet „Auf der Bein“. Hier hatte die SPD in den Ausschüssen Bedenken geäußert wegen der Größe der angedachten Areale, die aus ihrer Sicht wenig geeignet wären für finanzschwache junge Familien. Allerdings war seitens der Verwaltung signalisiert worden, dass über die Grundstücksgrößen ohnehin erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden werde. Problemlos ging der Aufstellungs- und Entwurfsbeschluss zum geplanten Neubaugebiet Nibelungenpark II über die Bühne, der ebenfalls im beschleunigten Verfahren abgewickelt werden soll. Damit können auch hier schon bald die Bagger anrollen.
Eine Reihe anderer Anträge wurde dagegen abgelehnt: So auch einer von LIZ.Linke, mit dem die Verwaltung beauftragt werden sollte, sich in die Planung der sogenannten „Stromautobahn“ einzubringen – LIZ.Linke befürchtet, dass die neuen Starkstromleitungen auch über Heppenheimer Gemarkung führen, eine Einschätzung, die von den anderen Fraktionen jedoch nicht geteilt wurde.
Abgelehnt wurde mit den Stimmen der Koalition ein Antrag der Grünen für eine „Baumfällliste“, mit der die Stadtverordneten frühzeitig über geplante Fällungen hätten informiert werden sollen, und (ebenfalls mit den Stimmen der Koalition) ein Antrag von LIZ.Linke, die derzeit laufende Verkehrsuntersuchung für einen zweiten Autobahnanschluss im Bauausschuss vorzustellen. Letzterer Antrag erwies sich als unnötig: Das beauftragte Büro wird die Untersuchung ohnehin im Bauausschuss präsentieren. Ulrike Janßen zog daraufhin auch einen Antrag auf Einrichtung eines weiteren Akteneinsichtsausschusses zurück. Der hätte das bisherige Vorgehen der Verwaltung in Sachen Autobahnanschluss Süd untersuchen sollen.

Starkenburger Echo
8. September 2012
cris

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(Hintergrundbericht zu einem Artikel, der die Verkehrsführung zur grundhaften Erneuerung der B3/Darmstädter Straße zum Inhalt hat.)
HINTERGRUND Heppenheim testet neuen Flüsterasphalt
Heppenheim ist Schauplatz eines Pilotversuchs beim Lärmschutz. Wie Stadtbaurat HubertVettel („Darauf sind wir sehr stolz“) erläutert, wird bei der B-3-Sanierung innerorts „lärmoptimierter Asphalt“ aufgetragen. Der Bund bezahle den Versuch mit einem neuen Belag, der sich erheblich vom sogenannten Flüsterasphalt auf Autobahnen unterscheide. Anders als dieser habe der Belag für Heppenheim keine offenen Poren zur Entwässerung; die geschlossene Variante, die schon in Düsseldorf erprobt wurde, sei weniger empfindlich und wirke bei niedrigem Tempo. Während der Pilotversuch und die Erneuerung der Radwege entlang der B 3 vom Bund bezahlt wird, investiert Heppenheim nach Vettels Angaben 70 000 Euro in die barrierefreie Umgestaltung aller Fußgängerüberwege zwischen Lorscher Straße und Bürgermeister-Kunz-Straße. Außerdem finanziert die Stadt die Sanierung der Gehwege an der B 3. Anliegerbeiträge werden nicht erhoben, wie Hubert Vettel betont.

Starkenburger Echo
29. August 2012
jr

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Aus für den „Durchbruch“
STADTENTWICKLUNG  Pläne für eine Beseitigung des „Postknotens“ werden wohl endgültig zu den Akten gelegt
Lehrstraße Durchbruch 29.08.12Abschied von Variante A 1: Auch weil eine Verlängerung der Lehrstraße über die B 3 und die Friedrich-Ebert-Straße in die Lorscher Straße viel zu teuer würde, werden die Pläne für die sogenannte „Durchbruchslösung“ als Ersatz für den „Postknoten“ wohl in der Versenkung verschwinden. Foto: Lutz Igiel

HEPPENHEIM.  Das Projekt geistert noch aus Zeiten herum, in denen es darum ging, Verkehr möglichst störungsfrei durch Heppenheim rauschen zu lassen: Die sogenannte „Durchbruchslösung“ für den „Postknoten“. Jetzt läuft alles darauf hinaus, dass das Projekt ein für alle Mal beerdigt wird: Im Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss in der vorigen Woche sowie gestern Abend im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, die Bauleitplanung nicht weiter zu verfolgen.
Die Diskussion über den Straßenverlauf im Bereich B 460 und B 3 ist uralt und betrifft vor allem den Ost-West-Verkehr. Müssen Verkehrsteilnehmer, die durch Heppenheim in Richtung Odenwald oder in die umgekehrte Richtung fahren, doch in der Stadtmitte einen Schlenker machen, der den Verkehrsfluss bremst und im Berufsverkehr immer wieder für Staus sorgt. So geht es von der Lorscher Straße, der B 460, mit einem Linksschwenk für einige Meter auf die Ludwigstraße (B 3), und dann nach einem Rechtsschwenk wieder auf die B 460, die hier für einige Meter als Lehrstraße firmiert, bevor sie als Siegfriedstraße weiter in Richtung Osten führt.
Um diesen Schlenker unnötig und den Verkehr flüssiger zu machen, kam deshalb vor mehr als zwei Jahrzehnten die Idee auf, die B 460 von der Lehrstraße geradeaus weiter in Richtung Westen und etwa in Höhe der Bahnunterführung wieder auf die Lorscher Straße zu führen. Diesem Plan, der in der Verwaltung unter der Bezeichnung „Variante A 1“ geführt wurde, hätte unter anderem das Eckhaus Darmstädter Straße 8 geopfert werden müssen, darüber hinaus wäre man um eine Lärmschutzwand entlang der Neubaustrecke nicht herumgekommen. Im Gegenzug wäre das östliche Ende der Lorscher Straße der Fußgängerzone zugeschlagen worden und hätte zusammen mit Daumschem Areal, Post und Posthof sowie den Geschäften an der Ernst-Schneider-Straße einen eigenen, kleinen Einkaufsbereich gebildet.
Aus den schönen, aber teuren Plänen, die im Juni 2000 vom Stadtparlament abgesegnet wurden, ist, für Jedermann deutlich sichtbar, nie etwas geworden. Eigentlich nur logisch, dass man sich nun endgültig hiervon verabschiedet. Zumal von einer Mehrheit der Stadtverordneten inzwischen ein anderes, ebenfalls nicht billiges Projekt verfolgt wird: Ein zweiter Autobahnanschluss. In der Begründung des Magistrates heißt es deshalb: „Aus heutiger Sicht ist daher festzustellen, dass die große Durchbruchslösung (Beseitigung des Knotenversatzes) sowohl aus gesellschaftspolitischer als auch aus finanzieller Sicht nicht mehrheitsfähig und damit nicht realisierbar erscheint.“
Auch im Bauausschuss wurde deutlich, dass an den Durchbruch keiner mehr ernsthaft glaubt. Bei der Diskussion dieses Tagesordnungspunktes ging es denn auch nicht mehr um große bauliche Maßnahmen, sondern nur noch um kleine: Während Christine Bender (SPD) anregte, über eine „Entschärfung“ des Knotenversatzes nachzudenken, damit auch Lastkraftwagen problemlos um die Kurven kommen, erinnerte Ulrike Janßen (LIZ.Linke) daran, dass die Kurve speziell am Seniorenzentrum Sankt Katharina (das 2008 auf dem lange als „Schandfleck“ bezeichneten Daumschen Areal eröffnet wurde) schon 2006 angepasst worden war. Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) begründete den Antrag des Magistrats auch mit der Notwendigkeit, den Anliegern Planungssicherheit zu bieten. Solange der „Durchbruch“ noch in den Kopfen herumspuke, werde es kaum jemanden geben, der in die Substanz der Häuser investiere.

Starkenburger Echo
26. Juni 2012
mam

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Neuer Anlauf zum zweiten Anschluss
Brücke L3398Eine Variante, für Heppenheim einen zweiten Anschluss zur A5 (links) zu bauen, sieht eine Verbindung zur L3398 zwischen der Kreisstadt und Hüttenfeld vor. Die im Bild gezeigte Brücke wird im nächsten Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Lutz Igiel


HEPPENHEIM. Der Magistrat der Stadt Heppenheim hat für 129 710 Euro eine regionale Verkehrsuntersuchung als Vorbereitung für einen zweiten Autobahnanschluss Heppenheim- Süd in Auftrag gegeben. Das gab Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung bekannt. Im Wahlkampf um das Amt des Heppenheimer Bürgermeisters tauchte ein zweiter Autobahnanschluss als Wunschziel in vielen Wahlprogrammen auf. Nun hat Burelbach mit dem Auftrag für eine regionale Verkehrsuntersuchung an ein Ingenieurbüro den ersten Schritt zu einer Verwirklichung gemacht. Burelbach beruft sich auf einen Auftrag der Stadtverordnetenversammlung vom Dezember und einen Magistratsbeschluss vom Mai, wie er auf eine Anfrage der Grünen Liste Heppenheim (GLH) mitteilte. Auch die Fraktion LIZ.Linke hatte sich in einem Antrag mit dem Thema beschäftigt. Zunächst müsse ein Fragenkatalog des Bundes beantwortet werden, sagte der Bürgermeister. Dazu diene eine Modellsimulation der regionalen Verkehrssituation. Hessen Mobil und das hessische Wirtschaftsministerium hätten Unterstützung zugesagt. Während Laudenbach 10 000 Euro zu dem Autobahnanschluss beitragen will, wolle sich Hemsbach nicht beteiligen. Über die untersuchten Planungsvarianten wollte Burelbach zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben. Mit dieser Antwort war die GLH nicht zufrieden: „Wir wollen wissen, welche Alternativen VERKEHR Heppenheim lässt die Verkehrsströme untersuchen, um die zweite Autobahnabfahrt auf den Weg zu bringen untersucht werden und wo diese liegen: auf Heppenheimer Gemarkung oder in Baden-Württemberg“, betonte Peter Müller. Wenn sich herausstelle, dass die beste Lösung in Baden-Württemberg liege, „haben wir 130 000 Euro ausgegeben“, damit dort ein Autobahnanschluss gebaut werde. In diesem Fall erwarte man, dass Baden-Württemberg die Hälfte der Kosten übernehme. Die GLH könne bei Bedarf auch einen Akteneinsichtsausschuss verlangen, „dann erfahren wir es ja“, sagte Müller. Zudem kritisierte er, dass die Antwort nicht schriftlich vorliege. Burelbach sprach von einem personellen Engpass in der Verkehrsbehörde, versprach aber, die Planung im nächsten Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss vorzustellen. Die Verkehrsuntersuchung werde wegen der derzeitigen Baustellen schwierig werden. In Hessen oder Baden-Württemberg? In Hemsbach und Laudenbach hätten die Gemeinderäte das Thema bereits öffentlich diskutiert – samt den Planungsalternativen, sagte Ulrike Janßen (LIZ.Linke). Der Bürgermeister könne Fragen zu den Varianten noch gar nicht beantworten, denn es sei „eine ergebnisoffene Untersuchung“, sagte Jürgen Semmler (CDU). Die Verkehrszählung solle erst einmal zeigen, ob der Anschluss auf Heppenheimer Gemarkung, auf der Landesgrenze oder weiter südlich liegen solle. In jedem Fall profitiere die gesamte Region davon. „Die Vorgaben hätten wir gerne gesehen und besprochen“, widersprach Janßen. Ein Planfall sehe die Schließung des derzeitigen Autobahnanschlusses Hemsbach vor, was für Heppenheim nicht sinnvoll sei. Jeder Planfall koste extra. Nach den in Hemsbach vorgelegten Unterlagen werden sechs sogenannte Planfälle sowie die Auswirkungen einer unveränderten Situation im Jahr 2025 untersucht. In zwei Fällen liegt die Abfahrt Süd am Knotenpunkt mit der L3398  (Bürgermeister-Metzendorf-Straße) zwischen Heppenheim und Hüttenfeld, mal mit, mal ohne Anschluss zur Kreisverbindungsstraße in Laudenbach. In den Fällen 3a und b liegt der neue Autobahnanschluss auf der Landesgrenze, schließt primär das Gewerbegebiet Laudenbach an und führt westlich der A5 zur L3398. Im Fall 3b wird dafür die Ausfahrt Hemsbach geschlossen. In zwei weiteren Fällen wird nur mit Umgehungsstraßen, ohne neue Autobahnzufahrt geplant. Teilweise führen die Straßen durch Ausgleichsflächen oder liegen auf einer ICE-Trassenvariante.

Starkenburger Echo
26. April 2012
schu

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Es wird saniert und gebaut und saniert
Verkehr – Auf die Autofahrer kommt einiges zu – Pläne zu Straßenerneuerungen werden im Ausschuss vorgestellt

Brücke Kalterer Str.-B460 26.04.12Abgerissen und neu gemacht werden soll die Fußgängerunterführung mit Radweg an der Lorscher Straße. Auch die Fußgängerbrücke, die von der Westseite des Bahnhofs aus auf den Parkplatz des dortigen Einkaufsmarktes führt, wird saniert. Foto: Lutz Igiel

HEPPENHEIM. Für die Anwohner der Siegfriedstraße hatte Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses (BUS) am Dienstagabend im Rathaus gute Nachrichten zu vermelden: Mit Datum des gestrigen Mittwochs hat der Magistrat der Stadt Heppenheim brieflich beim Regierungspräsidium in Darmstadt für die Bundesstraße 460 Tempo 30 sowie ein Nachtfahrverbot für Lastwagen von 22 bis 6 Uhr beantragt. Grund dafür sei, so Burelbach, die Minderung von Emissionen auf der Bundesstraße 460. Davon betroffen ist die Ortsdurchfahrt von Heppenheim, also die Lorscher-, Lehr- und Siegfriedstraße.
Ruhig zugehen wird es auf der B 460 jedoch noch eine Weile nicht. Nach dem Neubau der Brücke Kalterer Straße über die Bundesstraße soll in diesem Bereich nun die Grundwasserwanne erneuert werden. Die Pläne sind in ihren Grundzügen am Dienstag im BUS vorgestellt worden. Demnach sollen die Arbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen. Wie lange sie dauern, stehe zwar noch nicht fest, jedoch lassen die Umfänge der geplanten Maßnahmen auf die Dauer von mindestens einem Jahr schließen. In dieser Zeit wird die Lorscher Straße nur einspurig befahrbar sein.
Geplant ist neben der Instandsetzung von Wänden und Fahrbahn auch die Sanierung der Fußgängerbrücke, die von der Westseite des Bahnhofs aus über die Lorscher Straße auf den Parkplatz des dortigen Einkaufsmarktes führt. Die Fußgängerunterführung mit zugehörigem Radweg soll zudem abgerissen und neu gebaut werden. Desweiteren sollen alle Geländer im Bereich der Grundwasserwanne erneuert werden.
Eine „aussagekräftige Entwurfsplanung“ liegt bislang nicht vor, heißt es in der Mitteilungsvorlage, soll dann aber alsbald den politischen Gremien vorgelegt werden.
Abgesegnet bei einer Enthaltung hat das Gremium am Dienstag eine „erhebliche außerplanmäßige Ausgabe“, die bei der Erneuerung der Fahrbahn durch Hessen Mobil auf der Lehrstraße zwischen Bundesstraße 3 und der Einmündung zum Graben notwendig wird. Um die Fußgängerüberwege und die Überwege an Ampeln ebenerdig und die Bushaltestelle an der Lehrstraße barrierefrei zu bauen, muss die Stadt weitere 57 000 Euro investieren. Die Arbeiten werden im Zuge der Erneuerung der Fahrbahndecke von Hessen Mobil erledigt.
Das Geld muss die Verwaltung jedoch nicht zusätzlich aufwenden, erklärte der zuständige Dezernent, Stadtrat Hubert Vettel (FDP), sondern lediglich umschichten, denn die Lösung für die Erneuerung des Gehwegs an der Brücke Erbachwiesenweg wird günstiger als geplant. „Hier konnten wir 90 000 Euro freischaufeln“, sagte Vettel. Geld kommt außerdem aus dem Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“.
Die Bauarbeiten sollen im September beginnen. Zuvor kümmern sich die Stadtwerke um die Erneuerung der Schieberkappen vor der Einfahrt Köhler / Vock. Dabei wird auch untersucht, ob im Bereich der Einfahrt der Gehweg abgesenkt werden kann. Alle Maßnahmen sind laut Vettel mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt abgesprochen. Einen Fahrradschutzstreifen soll es nicht geben, antwortete Vettel auf die entsprechende Frage von Ulrike Janßen (LIZ.Linke). „Das kann man dort nicht machen, dafür ist kein Platz“, sagte Vettel, weil die Parkplätze von der Kneipe Hexenkessel bis zur Metzgerei Rettig bleiben sollen. „Und auf der anderen Seite bietet sich das auch nicht an.“ Die Straße sei doch breit genug, konterte Janßen, in dem Bereich sogar vierspurig. „Die Schutzstreifen sollen doch in der Siegfriedstraße auch gemacht werden“, sagte sie, „die können doch nicht einfach weiter unten aufhören“.
Eine weitere „außerplanmäßige Ausgabe“ kommt auf die Stadt im Zuge der Deckenerneuerung auf der Bundesstraße 3 zwischen Lehrstraße und nördlichem Ortsausgang Heppenheim zu. Der städtische Kostenanteil beträgt 65 000 Euro. Auch hier stammen die Mittel aus den Einsparungen am Erbachwiesenweg. Los geht es laut Plan am 19. August. Neben der Fahrbahn werden die vorhandenen Radwege erneuert. Außerdem wird unter anderem auf Höhe des Getränkemarkts Weißer ein neuer Gehweg geschaffen, der Vorhandene soll als Radweg genutzt werden.
Ulrike Janßen (LIZ.Linke) regte eine Versammlung an, um den Anliegern die Pläne zu erläutern. Die sei bereits geplant, sagte Vettel. Janßen kritisierte, dass es kein komplettes Planfeststellungsverfahren gegeben hat, sondern die Bauarbeiten in einzelne Abschnitte geteilt wurden. Mit der „unzulässigen Abschnittsbildung“ werde den Anwohnern die Möglichkeit genommen, sich einzubringen.

Starkenburger Echo
13. Dezember 2011
mam

sowie eingereichter Leserbrief der LIZ vom 11.12.11
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Bei Einsprüchen ist „jeder jeder“
Siegfriedstrasse: Begründete Einwände können bis Mittwoch (14.) abgegeben werden
HEPPENHEIM. Die LIZ.Linke macht darauf aufmerksam, dass entgegen einem Artikel vom Samstag noch bis Mittwoch (14.) jeder Heppenheimer Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 460 einlegen kann. Die Verwaltung bestätigte nun diese Interpretation.
Jeder, der seine Belange beeinträchtigt sieht, könne eine Einwendung einlegen, präzisiert die Stadtverwaltung. Diese muss jedoch unbedingt mit Namen und Anschrift, den geltend gemachten Belangen und dem Maß der Beeinträchtigung versehen sein. Dies sei für den Fortgang des Verfahrens von Belang.
Für eine Einwendung reiche es, vom veränderten Verkehrsfluss, wegfallenden Parkplätzen oder dergleichen betroffen zu sein. Prinzipiell könne also auch ein Fürther, der die Straße nutze,  Einwand erhaben. „Jeder ist jeder“, bestätigt der Verwaltungsmitarbeiter
einen entsprechenden Passus in der Bekanntmachung.
Nach Interpretation der LIZ.Linke sind von dem Straßenausbau zumindest alle Kernstadtbewohner durch Erhöhung von Lärmimmissionen, eine höhere Luftbelastung und den Wegfall von 130 Stellplätzen an der Siegfriedstraße betroffen. Zudem sei nach Auffassung der LIZ.Linke im Hinblick auf den anstehenden überdimensionierten Kreiselbau mit Bypässen an der Kreuzung B 460/Uhlandstraße „eine unzulässige Abschnittsbildung für das Planfeststellungsverfahren vorgenommen worden“, da der Baulastträger die ganze Ortsdurchfahrt der B 460 für den Schwerlastverkehr ausbaue.
Einwendungen könnten auf der Homepage www.liz-hp.de abgerufen werden.


Zum Bericht vom 10.12.2011:  'Berichtigung' 'Nur Berechtigte'

Die LIZ weist darauf hin, daß die städtische Meldung 'Berichtigung Nur Berechtigte' vom Samstag den 10.12.11 S.17, in der zu lesen war, daß "nur Betroffene ... Eigentümer, Mieter und Pächter von Immobilien oder von Parkplätzen"  einspruchsberechtigt seien, nicht jeder Heppenheimer Einspruch einlegen könne, falsch ist. Richtig ist, wie in der Bekanntmachung zu lesen ist:
 Jeder kann ... bis zum 14. Dezember 2011 ... Einwendungen (wie es korrekt heißt) gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Aus §73 (4) VwVfG Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann ... Einwendungen gegen den Plan erheben. Betroffen und berührt sind von der Ausbaumaßnahme alle Kernstadtbewohner, durch Erhöhung der Lärmimmissionen, Luft-Abgasbelastung und z.B. aus der Stellplatzverlagerung aufgrund des ersatzlosen Wegfalls von ca. 130 Stellplätzen in der Siegfriedstraße. Zudem wurde nach Auffassung der LIZ u.a. in Hinblick auf den anstehenden überdimensionierten Kreiselbau mit Bypässen auf der Kreuzung B460/Uhlandstraße eine unzulässige Abschnittsbildung für das Planfeststellungsverfahren vorgenommen, da der Baulastträger die ganze Ortsdurchfahrt ausbaut und die gesamte B460 für den Schwerlastverkehr ertüchtigt. Wir fordern daher nochmals alle Bürger auf, insbesondere im Bereich der B460, B3 und Altstadt, Einwendungen bis zum 14.12.11 zu erheben, auch wenn nicht aus allen Einwendungen Rechtsansprüche abgeleitet werden können. Einwendungen können u.a. dem Internetauftritt der LIZ www.liz-hp.de entnommen werden.
Da uns bekannt wurde, daß Betroffene aus dem Raum mit den ausgelegten Plänen im Rathaus herauskomplimentiert wurden, weil darin Besprechungen stattfinden sollten, bittet die LIZ daß Personen, denen es ähnlich erging sich melden sollen, da nach PlafeR07 20. (1) Die Planunterlagen während der Dienststunden ... jederzeit vollständig eingesehen werden können müssen.
Da sich die mit 3 Redakteuren vertretene Presse nur auf drei von 27 LIZ.LINKE-Sachbeiträgen zu den verschiedensten Themen und LIZ.LINKE-Anträgen bezieht, wollen wir auf diesem Wege auf die mit 31 Stimmen verabschiedete Grundsatzentscheidung zu Ortsumfahrungen und einer AS-Süd aufmerksam machen und auf die beiden einstimmig verabschiedeten 2 zusätzlichen Querungshilfen für Fußgänger über die B3. Zur Autobahnanschlußstelle ist zu erwähnen, daß der Stellungnahme der Stadt zu einer Anschlußstelle "zwischen Heppenheim und Hemsbach" im Regionalplan nicht gefolgt wurde, während der LIZ-Vorschlag als AS-Heppenheim A5/L3398 im Regionalplan unter G 5.2-10 umgesetzt ist. Die LIZ wird die Umsetzung dieser und anderer Beschlüsse durch die Koalition weiter verfolgen, damit es nicht, wie so oft, bei Schaubeschlüssen bleibt. Und wenn stellvertr. Redaktionsleiter Knatz kommentiert, "die Achtzehn wiederum sind sowieso dagegen", sind ihm wohl wesentliche Teile der Debatte entgangen.
i.V.d.IG und WG LIZ Peter Janßen, Tel. 913440


Starkenburger Echo
24. November 2011
jr


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CDU und LIZ.Linke einig
Verkehr: Magistrat soll sich für Ortsumgehung und zweiten Autobahnanschluss einsetzen
HEPPENHEIM. Es dürfte dauern, bis das Projekt auch nur in die Gänge kommt, aber ein erster Schritt ist getan: Der Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss Heppenheims hat am Dienstagabend einstimmig einen Antrag gebilligt, der den Magistrat auffordert, sich für einen weiteren Autobahnanschluss an der A 5 zwischen Heppenheim und Laudenbach und gleichzeitig für eine Ortsumfahrung für die Kreisstadt einzusetzen. Der Antrag ist ein Gemeinschaftswerk von CDU und LIZ.Linke, deren zuvor getrennte Anträge zusammengeführt wurden.
Die CDU-Forderung nach einem zweiten Autobahnanschluss gibt es seit vielen Jahren. Angesichts der Finanzlage von Bund und Land ist dies aber ein nur schwer realisierbarer Wunsch. Auch eine wie auch immer geartete Ortsumgehung für Heppenheim dürfte auf finanzielle Vorbehalte stoßen und ist wohl eher eine Vision denn greifbares Projekt.
Wenn jetzt der Magistrat beauftragt wird, sich für eine Umsetzung beider Ziele und die Aufnahme in den übergeordneten Verkehrswegeplan einzusetzen, könnte es den Heppenheimern auf lange Sicht trotzdem Erleichterung von der mitunter kaum noch erträglichen Verkehrsbelastung bescheren.

Starkenburger Echo
24. November 2011
jr


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150 Parkplätze sollen bleiben
Siegfriedstraße: Weitere Diskussionen um die Sanierung von B 460 und Stadtbach – Nachbesserungen im Konzept
Lehrstr. November 2011 Dicke Luft: Die Luftmessstation an der Lehrstraße misst die Belastung durch Feinstaub auf diesem Teil der B 460 durch Heppenheim. Nach dem geplanten Ausbau der sich anschließenden Siegfriedstraße befürchten die Kritiker noch mehr Schmutz und Lärm durch die Hauptverkehrsachse. In diesem Jahr wurden bereits 27 Überschreitungen gezählt, zulässig sind höchstens 35. Foto: Lutz Igiel

HEPPENHEIM.
An der geplanten Sanierung von Siegfriedstraße (B 460) und Stadtbach scheiden sich nach wie vor die Geister. Während die Koalition aus CDU, FDP und FWHPINI das Projekt für ausdiskutiert hält, sieht die Opposition aus SPD, GLH und LIZ.Linke weiter Klärungsbedarf. Jean-Bernd Neumann (SPD), Vorsitzender des Bau-, Umwelt- und Stadtent-wicklungsausschusses (BUS) hatte das Thema deshalb auf die Tagesordnung der Sitzung am Dienstagabend genommen – und musste sich von CDU-Fraktionschef Jürgen Semmler prompt vorwerfen lassen, hier als „Robin Hood der Anlieger“ aufzutreten, obwohl er den Plänen früher zugestimmt hätte. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Thema nach wie vor emotional besetzt ist.
Für Neumann sind es mehrere Punkte, die klärungsbedürftig sind: So sollten eine Reihe von Anliegern Grundstücke für den Ausbau der Straße abgeben; der schon lange geforderte Lärmschutz sei bislang nicht umgesetzt; die Frage, ob es ein neues Parkhaus gibt, sei ungeklärt – und auch die Feinstaubbelastung auf der Durchgangsstraße ist bedenklich. Bislang wurden 27 Überschreitungen der Höchstgrenzen in diesem Jahr gezählt, so Neumann, zulässig sind 35, danach muss insbesondere der Schwerlastverkehr eingeschränkt werden.
Auch für die Neuverdolung des Stadtbaches gibt es aus Sicht der Opposition offene Fragen. Ulrike Janßen (LIZ.Linke) erinnerte daran, dass es Wasseradern an den Hängen entlang der Straße gibt, die Häuser und Grundstücke queren und im Stadtbach enden. Werde der Stadtbach wie geplant betoniert, befürchtet sie Schäden an den Gebäuden. Außerdem, so Janßen, sehe eine europäische Richtlinie die naturnahe Gestaltung von Gewässern wie dem Stadtbach vor, was an Teilen des Baches auch durchaus umsetzbar sei.

Sowohl Semmler als auch Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) vertraten dagegen den Standpunkt, dass das Projekt hinlänglich diskutiert wurde und die Betroffenen ausführliche Informationen erhalten haben. Im Übrigen verwiesen sie wie die Opposition auf die Möglichkeit, individuelle Bedenken geltend zu machen. Noch bis Mitte Dezember können Einwände erhoben werden, auch bei der Stadtverwaltung, die die Sanierungspläne im Stadthaus an der Gräffstraße (zweites Obergeschoss, Informationsraum) auslegt. Soll Einspruch erhoben werden, kann dies auch vor Ort von Verwaltungsmitarbeitern protokolliert werden. Hier werden auch Ansprechpartner beim Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) und beim zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt genannt.
Anfang dieses Monats war die Sanierung Thema in der Bürgerversammlung im Hotel „Halber Mond“. Anschließend hatte sich in der Verwaltung eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des neuen Baudezernenten Hubert Vettel (FDP) mit den Beschwerden und Anregungen beschäftigt. Vettel stellte im Ausschuss fest, dass man die vorliegende Planung nicht grundsätzlich in Frage stellt, allerdings sollen einige Verbesserungen kommen. So bleibt es zwar beim angekündigten „geordneten Parken“ an der Siegfriedstraße (wo häufig auch dort geparkt wird, wo dies nicht erlaubt ist), es sollen aber doch wesentlich mehr Parkplätze übrig bleiben, als bislang befürchtet. Rund 150 werden es, wenn, wie jetzt angedacht, der Spielplatz in Richtung Ost verlegt und an seiner Stelle etwa 50 Stellplätze geschaffen werden. Was jedoch davon abhängt, ob das geplante Parkhaus entsteht: Bis März, so Burelbach, hat der Investor noch Zeit, über den Bau zu entscheiden.
Außerdem soll es auch in Zukunft vor den Geschäften Parkmöglichkeiten geben, und es sollen Fußgängerüberwege in Höhe der Metzgerei Römer, des Gasthauses Zur Post und auch zum künftigen Spielplatz geschaffen werden. Und auch die in der Bürgerversammlung geäußerte Kritik an den geplanten hohen Bordsteinen (die Falschparkern das Leben schwer machen sollten, aber auch die Einfahrt in manches Grundstück erschwert hätten) ist offensichtlich angekommen: Die sollen abgesenkt werden – und zwar auch an den Parkbuchten.

Bergsträßer Anzeiger
2. September 2011
jr

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Siegfriedstraße: Straßenbauamt reicht die Pläne für eine Neuverdolung beim Regierungspräsidenten ein
Nächster Schritt für Stadtbach-Sanierung
HEPPENHEIM. Für Pendler in den und aus dem Odenwald und damit natürlich auch für die Bewohner der betroffenen Stadtteile Kirschhausen, Sonderbach, Mittershausen-Scheuerberg und Wald-Erlenbach, steht eine harte Prüfung bevor: Voraussichtlich ab 2012 soll Heppenheims Stadtbach neu verdolt und parallel hierzu die Siegfriedstraße (B 460) saniert werden. Bei der Vorstellung des Projektes im vergangenen Jahr war von dreieinhalb Jahren die Rede, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. In dieser Zeit wird der Verkehr an den jeweiligen Bauabschnitten halbseitig und per Ampel gesteuert vorbeigeführt.
Auf der Siegfriedstraße werden an jedem Tag 15 000 Fahrzeuge gezählt, wobei 3,6 Prozent hiervon Schwerverkehr sind. Fahrräder sind knapp 300 pro Tag unterwegs. Die bestehende Verdolung des Stadtbachs unter der B 460 in Heppenheim ist stark geschädigt und muss erneuert werden.
Die Planungen des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) sehen vor, das bestehende Bauwerk durch ein neues Bauwerk mit einem einheitlichen Rechteckquerschnitt zu ersetzen, das eine Höhe von 1,80 Meter und eine Breite von 2,15 Meter aufweist. 4,5 Millionen Euro sind dafür vorgesehen, dem Gewässer ein neues Bett zu verschaffen.
Streifen für Radfahrer geplant
In Abstimmung mit der Stadt Heppenheim, heißt es seitens des ASV, soll im Zuge der Erneuerung des Bauwerks, das von der Einmündung der Straße Am Graben bis etwa zur Siegfriedstraße 149 reicht, auch die Aufteilung des Straßenquerschnitts der B 460 geändert werden. Danach erhält die Fahrbahn der B 460 pro Fahrtrichtung eine Breite von einheitlich vier Metern, von denen jeweils ein 1,50 Meter breiter Streifen für den Radverkehr abmarkiert werden soll. Wie das Ganze aussehen soll, ist in Bensheim zu besichtigen, auf der Heidelberger Straße, die vom südlichen Stadteingang in die Innenstadt führt.
Auf beiden Seiten breite Gehwege
Bei den beidseitig anzulegenden Gehwegen, so das ASV weiter, wird auch in den engsten Bereichen noch eine Mindestbreite von 1,50 Meter eingehalten; in weiten Bereichen ist die Gehwegbreite deutlich größer. Dort, wo dies die Platzverhältnisse erlauben, würden darüber hinaus Längsparkplätze geplant.
Für die Erneuerung der Bundesstraße, sind - so jedenfalls die Zahlen, die im vergangenen Jahr genannt wurden - 1,39 Millionen Euro veranschlagt, von denen die Stadt 556 000 Euro tragen muss, ausschließlich für die Bürgersteige. Diese Kosten werden zum Teil an die Anlieger weitergegeben - sie sind mit 50 Prozent beteiligt.
Am Mittwoch (31.) hat das ASV die Planunterlagen dem Regierungspräsidium Darmstadt (RP) vorgelegt, verbunden mit dem Antrag auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens. 

Starkenburger Echo 26. August 2011
jr

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Anzeigetafeln gegen Raser
HEPPENHEIM.  Die Fraktion von LIZ.LINKE will eine Lücke schließen lassen, die sie im Heppenheimer Kraftfahrzeugverkehr sieht: Raser sollen künftig über Anzeigetafeln in den Haupteinfallstraßen zu langsameren Fahren erzogen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Fraktion einen Antrag eingebracht, nach dem der Bürgermeister (als Ortspolizeibehörde) "gebeten wird, die Kosten für fest installierte Geschwindigkeitsanzeigetafeln und sationäre Geschwindigkeitsmessanlagen zu ermitteln, sowie die Vor- und Nachteile im Vergleich darzulegen." Als Installationsorte werden Stellen an der B460 wie auch der B3 vorgeschlagen. Der Antrag fand im Hauptausschuß eine Mehrheit.  

Starkenburger Echo
11. Juni 2011
fk

Bergsträßer Anzeiger
7. Juli 2011


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ECHO-SERIE Heppenheimer Straßennamen (5)
Siegfriedstraße 07.07.11
Die Siegfriedstraße gehört bereits seit Jahrhunderten zu Heppenheims wichtigsten Verkehrsstraßen.  BILD: KÖPPNER


Die Kreisstadt und die Nibelungen
LokalgeschichteDie Siegfriedstraße blickt auf eine lange Geschichte zurück – Vom Ochsengespann zur Blechlawine
HEPPENHEIM.  Ins Bewusstsein rückt die Siegfriedstraße immer nur dann, wenn Anlieger über Lärmbelästigungen klagen. Peter Janßen, ein streitbarer Architekt, nahm die Beschwerden auf und gab ihnen mit der Initiative „Leben im Zentrum“ (LIZ) eine Stimme. Dass LIZ ein Sammelbecken für schon lange vorher unter der Oberfläche brodelnde Proteste ist, wurde im März 2010 deutlich, als zu einer Info-Veranstaltung in der Seniorenresidenz Haus Katharinen mehr als 120 Besucher erschienen.
Angeprangert werden die Missstände auch durch Plakatanschläge entlang der Siegfriedstraße. Die Verkehrsbelästigungen spielten in der Kommunal- und Bürgermeisterwahl eine wichtige Rolle. Der von LIZ ins Rennen geschickte Peter Janßen fuhr mit einem Stimmenanteil von 4,7 Prozent allerdings nur ein bescheidenes Ergebnis ein. Verantwortlich dafür gemacht wird vor allem die Maximalforderung nach dem Bau eines Maibergtunnels, die von der Öffentlichkeit als überzogen wahrgenommen wurde.
Die Siegfriedstraße zählt schon seit Jahrhunderten zu Heppenheims wichtigsten Verkehrsadern, galt in grauer Vorzeit sogar als Fernverbindung zwischen Lorsch und Amorbach. Wo früher Kutschen, Pferde- und Ochsengespanne ihre Bahnen zogen, erzeugt jetzt eine Blechlawine einen alle zulässigen Grenzen überschreitenden Wert.
Bis 1955 Fürther Straße
Dem Moloch Verkehr erstmals Herr werden wollten die Stadtväter, als sie 1954 den zwischen dem Geißenbrunnen und dem Lokal „Zur Post“ verlaufenden Engpass durch den Abriss mehrerer Häuser beseitigen ließen. Die Siegfriedstraße hieß damals noch Fürther Straße. Ihrer Umbenennung 1955 lag laut Wilhelm Metzendorfs „Lexikon“ die Absicht zugrunde, Heppenheims regionale Verbundenheit mit dem Nibelungenlied zu dokumentieren.
Bis dahin hatte lediglich die am Stadion gelegene Hagenstraße (seit 1926) einen Fingerzeig auf die Sage gegeben. Hagen von Tronje war bekanntlich die Person, die dem Leben des blondgelockten Recken Siegfried von Xanten meuchlings ein Ende bereitete.
Indiziensuche für Lokalpatrioten
Für Heppenheimer Lokalpatrioten ist klar, dass sich die schändliche Tat nur am Lindenbrunnen vor dem Langnesewerk ereignet haben kann, und berufen sich dabei auf eine schon vor 85 Jahren erstellte Expertise des Darmstädter Archivdirektors J. R. Dietrich.
Der Schreiber des Nibelungenliedes, so dessen Einschätzung, könne nur Heppenheim als Tatort gemeint haben – denn: „Die Brunnen im Odenwald scheiden schon deshalb aus, weil sie mehr als 50 Kilometer von Worms entfernt sind, so dass es nicht möglich gewesen wäre, Siegfrieds Leichnam zwischen Anbruch der Dunkelheit und der Frühmesse nach Worms zurückzubringen.“
Ob der Drachentöter nun Odenwälder oder „Hepprumer“ Wasser getrunken hat, wird für ewig eine offene Frage bleiben. Ihren Anspruch darauf, ein wichtiger Bestandteil des Nibelungenlieds zu sein, untermauerte die Stadt insbesondere in den Jahren 1955 und 1956, als sie mehrere Heppenheimer Straßen wichtigen Figuren des Heldenepos widmete. Der parteilose Altbürgermeister Wilhelm Metzendorf war dafür die treibende Kraft.
Auf die Siegfriedstraße folgten die Nibelungen-, Kriemhild- und Brunhildstraße; alle übrigens in räumlicher Zuordnung zur schon bestehenden Hagenstraße. Auf eine Gunterstraße haben die Stadtväter verzichtet. Der Burgunderkönig, Gemahl des „Mannweibs“ Brunhilde, kommt in der Erzählung als Schwächling denkbar schlecht weg.
Hinweise auf die Sage liefern außerdem die 1953 errichtete Nibelungenschule sowie die der Martin-Buber-Schule zugeordnete Siegfriedschule (1972). Als zu Heppenheims 1200-Jahrfeier 1955 die Freilichtbühne eingeweiht wurde, stand als eine der ersten Vorstellungen „Siegfrieds Tod“ auf dem Spielplan.
Ältere Heppenheimer sprechen von "Vorstadt"
Inzwischen hat Landrat Matthias Wilkes (CDU) Metzendorfs Rolle übernommen. Für den Verwaltungschef ist sogar der gesamte Kreis „Nibelungenland“.
An eine Touristikmarke haben die früheren Anwohner der Siegfriedstraße natürlich noch keinen Gedanken verschwendet. Gelegentlich werden sie, zumal von älteren Heppenheimern, noch heute als „Vorstädter“ bezeichnet. Der Straßenzug ist bereits 1480 erwähnt und beschreibt – nomen est omen – das vor dem ummauerten Stadtring besiedelte Gebiet, das sich in die untere Vorstadt (Bachgass’ und Lehrstraße) sowie in die obere Vorstadt (Siegfriedstraße) gliedert.
Laut Willy Lizalek, dem ehemaligen Vorsitzenden des Geschichtsvereins, stellten alle Vorstädter zusammengenommen um 1830, als in Heppenheim 3600 Bürger registriert waren, mit einem Anteil von drei Fünfteln die Bevölkerungsmehrheit. „Ihre Häuser waren meist geräumiger als die in der beengten Altstadt“, so der Heimatforscher.
Für die jetzigen Vorstädter ist das natürlich kein Trost. Paradiesisch sind die Zustände in der Siegfriedstraße schon lange nicht mehr.

Region-Bergstraße
(Suchwort z.B.:Siegfriedstr.)
Pressemitteilung

18. Januar 2011
(Ergänzung 19.01.11)
WG LIZ
(Gekürzt erschienen im Starkenburger Echo unter "Kfz-Ampeln kommen schneller" am 20.01.11)

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zum Artikel der GLH „Grüne sehen Sankt-Florians-Prinzip“ vom 15.01.11.
Die LIZ und Bürgermeisterkandidat Peter Janßen wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, daß die Innenstadt wieder lebenswert und anziehend für Wohnen, Arbeiten und Einkaufen wird. Durch Verkehrsentlastung sollen Fuß- und Radwege wieder an Attraktivität gewinnen, wodurch der Individualverkehr mit Kfz verringert werden kann. Herrn Beiwinkels (GLH) Forderung nach Ausbau des ÖPNV ist lobenswert. Leider wird dieser aber seit Jahren immer weiter abgebaut, was die Anwohner der beiden Bundesstraßen jeden Tag durch vermehrten Kfz-Verkehr leidvoll erfahren müssen. Auch läßt sich durch ÖPNV die seit Jahren unzumutbare Verkehrsbelastung durch Schwerlast-Lkw nicht verringern. Lkw-Verkehr der auch über die Sonderbacher Entlastungs- und Erbacher Umgehungsstraße zum Vorteil zweier Stadtteile, unvermindert über den in Stadtmitte liegenden Postplatz zum einzigen Autobahnanschluß für den ganzen Odenwaldkreis donnert. Beides Umgehungsstraßen die niemand mehr missen will, auch diejenigen nicht, die damals dagegen waren und es sich nicht vorstellen konnten. Umgehungen die im Gegensatz zu den Vorschlägen der LIZ mit erheblichen Natureingriffen verbunden waren.
An der in den 70er Jahren als 4-spurige Entlastungsstraße geplanten Bürgermeister-Metzendorf-Straße und der Bürgermeister-Kunz-Straße gibt es keine direkten Anwohner. Aktive Lärmschutzmaßnahmen sind hier leicht möglich, die die derzeitige Situation für die angrenzenden Wohngebiete noch verbessern können. B3 und B460 sind Schulwege und führen direkt mitten durch Wohn- und Altstadtgebiete. Was spricht eigentlich gegen eine Troglage mit begrünter Überdeckelung zur Verbindung der Stadtteile, wie von der LIZ vorgeschlagen und der GLH angesprochen und andernorts zur Stadtreparatur üblich?
Sämtliche Fraktionen, darunter die GLH, stimmten aktuell in der Stadtverordnetenversammlung u.a. gegen Tempo 30 und Tonnagebeschränkung und für den Ausbau der Siegfriedstraße zu einer Lkw-Rennstrecke. Wenn sich das Meinungsbild hierzu nun verändert, freut sich die LIZ darauf, nach den Wahlen Änderungen gemeinsam zu beschließen, um die Anwohner zu entlasten. Es kann schließlich nicht sein, daß die Bürger der Innenstadt mit ihrer Gesundheit und Wertverfall ihrer Häuser allein gelassen werden, zudem der Verfall der Stadt damit einhergeht.
Die Grundeinstellung der Stadtverantwortlichen muß sich ändern, wenn der Magistrat 5 Monate nach Antragstellung am 04.01.11 schreibt, daß er die Anwohner-/LIZ-Forderung nach zusätzlichen Fußgängerampeln in der Siegfriedstraße irgendwann im Frühjahr 2011 mit neuer Verkehrszählung prüfen lassen will, „da aufgrund der Jahreszeit und damit verbundener Witterung der Spielplatz kaum genutzt werden kann und eine jetzt durchgeführte Verkehrszählung nicht zielführend wäre“. Als ob es keine Anwohner gäbe, die die Straße auch im Winter überqueren und keine aktuellen Zahlen vorliegen, die ohnehin für eine Ampelinstallation unnötig sind. Das ist Hinhaltetaktik: dies obwohl seit Jahrzehnten alle Parteien die Erfordernis einer Überquerungshilfe anerkannt haben und ASV, Stadt und Kreis diese bei einem Gespräch im November einräumten. Einzig die amtsin-terne Kostenverteilung ist strittig, die sich ohnehin an der Nutzung einer installierten Ampel besser messen läßt, als auf theoretischen Zählungen. Ampeln, wenn sie für den Kfz-Verkehr bestimmt sind, z.B. am Altstadthotel, an der Einmündung Nordstadt oder Weiherhausstraße waren da schneller von den gleichen Beamten gestellt, auch wenn diese seit Jahren gar nicht benötigt werden und abgeklemmt sind.
Man kann die AS-Süd natürlich weiter verschlafen, bis Laudenbach und Hemsbach sich geeinigt haben, dort aber zu erheblichen Lasten der Natur. Baden-Württemberg scheint ein anderer uns nichts anzugehender Kontinent zu sein – das Sankt-Florians-Prinzip der GLH? Oder lieber westlich der Autobahn durch Ackerflächen und Naturschutzräume mit 2 Autobahnbrücken und Anschlußstelle auf dem Segelflugplatz oder in den Ausgleichsflächen der Stadt, allein auf Kosten der Stadt, wie die wenig realistischen Vorschläge der SPD, die genau das eröffnen was CDU und Herr Burelbach fordern: die Besiedlung des Weschnitzgebietes?
Die LIZ hat auf Grundlage der geringst möglichen Eingriffe in den Naturraum, zu Gunsten aller Betroffenen, auch der Transportwege der ESM von Mitlechtern ins Heppenheimer Gewerbegebiet, Vorschläge im bebauten Gebiet unterbreitet, die sie nochmals zusammen mit ihren Kandidaten für die Kommunalwahl am Donnerstag, den 20.01.2011 um 19:00 Uhr im Vereinshaus Kupferkessel vorstellen wird. Auch die Vertreter der GLH sind herzlich eingeladen sich zu informieren.

Region-Bergstraße
(Suchwort z.B.:Siegfriedstr.)
 Pressemitteilung

11. Januar 2011
WG LIZ

gekürzt erschienen im Starkenburger Echo Bergsträßer Anzeiger
"Lieber Tempo 30 als Flüsterasphalt"

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Die LIZ sagt die Wahrheit!
Die Forderung nach lärmmindernden Maßnahmen ist eine alte Forderung der Anwohner, insoweit wird selbstverständlich das Beharren von Herrn Vettel (FDP) auf LOA begrüßt. Die LIZ macht sich nicht die Argumentation des ASV zu eigen, akzeptiert aber die rechtlichen Vorgaben für die Behörde, nämlich der Nachweis der Lärmminderung und Anerkennung als Standartbauweise, dieses unter Verwendung von u.a. Altreifen hergestellten Straßenbelages. Es kann jedoch sein, daß die Stadt Heppenheim für die Mehrkosten aufkommen muß. Im Beschluß der Stadtverordnetenversammlung fehlt aber diese Zusage der Kostenübernahme, wie auch der ausdrückliche Wunsch nach LOA, den die LIZ als Einzelmaßnahme nicht für ausreichend hält. Im Stadtverordnetenbeschluß, nach Vettel „konkretes Maßnahmenbündel“, ist ausschließlich die Rede davon, „daß sämtliche Möglichkeiten zur Lärmminderung ausgeschöpft werden“ sollen. Die LIZ fragt sich nur, warum die Fraktionen dann u.a. Tempo 30 ablehnten, wenn sie es denn ehrlich meinen. Schließlich ist diese Maßnahme, wie andere von der LIZ geforderte auch, sofort umsetzbar, rechtlich möglich, kostet weniger und hat einen sofortigen nachgewiesen Lärmminderungseffekt. Eine Bauzeitverkürzung von 40% kann auch nicht allein aufgrund eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung realisiert werden. Ebenso fragt sich die LIZ warum die Entscheidung über den Antrag auf Ortsumfahrungen zurückgestellt wurde bis der Verkehrsentwicklungsplan vorliegt, obwohl für diesen gar kein Untersuchungsauftrag für Ortsumfahrungen vorliegt, die Fraktionen aber gleichzeitig dem Ausbau der Siegfriedstraße zur Rennstrecke zustimmten. Das, obwohl der Entwurf grob mangelhaft ist, u.a. weil nicht einmal die Grundlagenermittlung erbracht, keine Kostenberechnung vorgelegt wurde und die genannte Stellplatzanzahl mehr Wunschdenken des ASV als konkrete Planung ist. Auffällig war auch, daß die Anwohner auf der allein auf öffentlichen Druck zustande gekommenen Informationsveranstaltung mehr und kritischere Fragen stellten als die Stadtverordneten. Diese stimmten aber bereits vor der Information der Anwohner und Bürger dem Ausbau zu. Das Hessische Ministerium für Verkehr (HSVV) ist für 13 bestehende Tunnel zuständig und betreut 20 im Bau befindliche. Der für seine Sicherheit ausgezeichnete Lohbergtunnel in Ober-Ramstadt (1.080 m Tunnel, 2,1 km Umgehungsstr. etc., 51 Mio.€, 14.000 Kfz, 100% Kostenübernahme Bund, 3,5 Jahre Bauzeit) von Herrn Semmler (CDU) als Netzmanager des ASV mitbetreut, wurde von der LIZ bei der Ermittlung der Kosten herangezogen, ebenso wie die Ortsumfahrung Schriesheim mit Branichtunnel (1.800 m Tunnel, 3,3 km Straße, 3 Brücken, 2 Unterführungen, etc., 63. Mio.€, 12.200 Kfz) für eine weniger belastete Landstraße und weitere. Diese weisen selbstverständlich alle Sicherheitseinrichtungen auf, auch Fluchtstollen. Auch sind Ortsumfahrungen Stand der Technik und Tunnel werden nicht mehr mit Spitzhacke und Schippe gebaut. Insoweit sind die Vorschläge keine „Traumpläne“, „Tauben auf dem Dach“ oder „Visionen“ sondern Alltagsgeschäft. Auch sagt die LIZ die Wahrheit, wenn sie von Entlastung für alle Bürger spricht. Den Vorschlägen liegen umfassende städtebauliche Konzepte zu Grunde die Heppenheim eine Perspektive für die Zukunft eröffnen. Wenn der politische Wille da ist, werden Ortsumfahrungen gebaut. Die LIZ sieht den von den Fraktionen (CDU, SPD, FDP, FWH) geforderten 9 Mio.€ teuren „Durchbruch“, den allein die Stadt Heppenheim zu bezahlen hat, und auf den bereits die Gebäudeform des St.Katharina zum Schaden eines vernünftigen Städtebaus abgestellt wurde, als innenstadtschädlich an. Woher das Geld für diese die Verkehrsproblematik verschärfende Maßnahme kommen soll, ebenso wie für den im Lärmminderungsplan 2003 festgestellten Bedarf an Lärmschutzwänden entlang der Bgm.-Metzendorf-Straße, den seit langem geplanten 4-spurigen Ausbau der Tiergartenstraße oder für die über das Gewerbegebiet-Süd begründeten Bedarf nach der Anschlußstelle-Süd bleiben die Stadtverordneten schuldig. Die Pläne der LIZ erlauben eben eine erhebliche finanzielle Beteiligung des Bundes auch an der AS-Süd und Tiergartenstraße zum Vorteil für die Stadt Heppenheim und Lärmschutz für alle Anwohner. Keine Lösung für die innerstädtische Verkehrsproblematik anzubieten ist der LIZ zu wenig. Deswegen hat die LIZ sich entschlossen zur Kommunalwahl anzutreten, Peter Janßen sich um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben. Wer sich u.a. hierüber informieren möchte oder auch realisierbare Alternativvorschläge diskutieren möchte ist herzlich eingeladen zur Informationsveranstaltung der LIZ am 20.01.2011 um 19:00 Uhr im Vereinshaus Kupferkessel. Der ursprünglich angesetzte Termin am 13.01.11 wurde aus organisatorischen Gründen um eine Woche verschoben.

Starkenburger Echo
04. Januar 2011
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Starkenburger Echo
16. Dezember 2010
jr

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Vorstädter haben die Nase voll
Siegfriedstraße: Anwohner befürchten noch schlimmere Verkehrsbelastung, wenn die Sanierung beginnt
14.12.10 Kurfürstensaal Info-Veranstaltung
Reges Interesse bestand an der Informationsveranstaltung der Stadt, in der es am Dienstagabend im Kurfürstensaal um die Erneuerung der Siegfriedstraße und der Stadtbachverdolung im Bereich der Heppenheimer Vorstadt ging. Foto: Karl-Heinz Köppner

HEPPENHEIM.  Hochschlagende Emotionen, schlechte Akustik, mangelhafte Regie: Es war nicht ganz leicht, der Informationsveranstaltung der Stadt zur Erneuerung der Siegfriedstraße und Stadtbachverdolung in Heppenheims Vorstadt zu folgen. Dabei waren gut 70 Anlieger der vielbefahrenen Hauptverkehrsachse am Dienstagabend in den Kurfürstensaal gekommen, um Klarheit über eine ganze Reihe von Problemen zu erhalten, die sie auf sich zukommen sehen: Welche Kosten entstehen für sie, wie wird der Verkehr während der Sanierungsarbeiten bewältigt, wie sieht es nach der Sanierung mit Parkplätzen aus, sind die denkmalgeschützten Häuser durch die Bauarbeiten gefährdet? Antworten gab es viele, Klarheit am Ende aber nicht unbedingt und sicher nicht in allen Fragen.

Knapp 6 Millionen Euro sollen insgesamt in Straßen- und Stadtbachsanierung gesteckt werden, wobei die Stadt mit 30 Prozent an den Kosten beteiligt ist. Auf die Anwohner kommen Beiträge zu - dies im Großen und Ganzen allerdings nur im Zusammenhang mit der Erneuerung der Bürgersteige. Baubeginn wird wohl nicht vor 2013 sein, in der zurückliegenden Bauausschusssitzung war noch von einem früheren Beginn die Rede. Auch die Bauzeit wird jetzt mit drei Jahren angegeben, nachdem zunächst von dreieinhalb Jahren gesprochen wurde. Sicher aber nach wie vor: Auf die Anlieger der von täglich 15 000 Fahrzeugen genutzten Straße kommen große Belastungen zu.
Insofern wird auch der Versicherung von Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) und Arno Krämer vom Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) Skepsis entgegen gebracht, dass der Schwerlastverkehr für die Dauer der Arbeiten umgeleitet wird - der Verweis auf den immer wieder gesperrten Saukopftunnel löste schlicht Heiterkeit im Publikum aus. Hier geht man vielmehr davon aus, dass der Verkehr während der Sanierungsarbeiten immer wieder zusammenbrechen wird - schon jetzt gibt es immer wieder lange Staus auf der Pendlerstrecke.
Ein großes Problem, und dies nicht zuletzt für die Geschäftsleute, sehen die »Hutzelschweizer« auch in der Ankündigung, nur noch rund 100 Parkplätze entlang der Siegfriedstraße auszuweisen. Derzeit ist von rund 160 Kraftfahrzeugen die Rede, die täglich entlang der Straße geparkt werden - viele hiervon allerdings illegal und gegen bestehende Parkverbote. Das Parkdeck, das laut Herbert auf der Nordseite der Siegfriedstraße in der Nähe des Gasthauses Zum Hirsch mit Hilfe eines Investors entstehen soll, könnte mit seinen 120 Stellplätzen Abhilfe schaffen - aus Sicht eines Anliegers aber auch an der Bodenbeschaffenheit scheitern: Ton und gewachsener Fels würden das Projekt mindestens erschweren.

Angesichts der Verkehrsbelastung wurde im Kurfürstensaal die Forderung nach einer zweiten Fußgängerampel in Richtung Kirschhausen laut, über die nun auch nachgedacht werden soll. Bezweifelt wurde, dass Radfahrer künftig sicherer unterwegs sein werden, wenn ihnen wie angekündigt ein Schutzstreifen auf der B 460 spendiert wird - das Modell, das auf der Heidelberger Straße in Bensheim erfolgreich ist, sei auf die gut fünfmal stärker belastete Bundesstraße nicht übertragbar, die B 460 außerdem zu schmal für das Nebeneinander von Lastern und Radlern.
Skepsis herrscht aber auch mit Blick auf die eigentlichen Bauarbeiten, vor allem die an der Stadtbachverdolung, die nach Aussage der beteiligten Planungsingenieure so schonend wie irgend möglich ablaufen sollen. So wurde die Frage laut, wie stark die zum Teil jahrhundertealten Häuser in Mitleidenschaft gezogen werden und wie weit Schäden ersetzt werden. Versichert wurde den Betroffenen, dass ein sogenanntes Beweissicherungsverfahren für alle Gebäude durchgeführt wird, das den Zustand vor Beginn der Arbeiten dokumentiert. Der im Publikum erhobene Vorwurf, den Sanierungsentwurf ohne die notwendige Mitwirkung der Denkmalschutzbehörde erarbeitet zu haben, wurde wenig überzeugend zurückgewiesen.
Deutlich wurde, dass die sonst eher ruhigen und die Verkehrsbelastung stoisch hinnehmenden Vorstadtbewohner am Ende ihrer Geduld sind. So wurde die Forderung nach einem Nachtfahrverbot für Lkw laut, und der eine oder andere genervte Anlieger würde die B 460 lieber heute als morgen zur verkehrsberuhigten Straße machen. Die Aussicht auf drei Jahre Bauarbeiten vor der Haustür - wobei, wie noch einmal versichert wurde, es sich um »Wanderbaustellen« handeln und die Straße immer halbseitig befahrbar sein wird - lässt die Anlieger noch Schlimmeres als gewohnt befürchten. Vermeiden, machten Bürgermeister wie ASV deutlich, lässt sich das Ganze jedoch nicht. Wenn im nächsten Jahr das Planfeststellungsverfahren beginnt, sollten die Betroffenen deshalb die Möglichkeit nutzen, Einblick in die dann konkreten Pläne zu nehmen und ihre Interessen einzubringen.

Starkenburger Echo
17. November 2010
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Kein Platz für ordentliche Radwege
Innenstadt: Interessengemeinschaft LIZ kritisiert Pläne für Sanierung der Siegfriedstraße in Heppenheim - »Durchgangsverkehr wird verstetigt und beschleunigt«
HEPPENHEIM. Die Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ) hat das Ziel, die Anwohner der Bundesstraßen in Heppenheim vom starken Durchgangs- und Schwerlastverkehrs zu befreien und damit von Lärm und Abgasen - heißt es in einer Presseerklärung der Initiative. Hierdurch würde aus Sicht der IG gleichzeitig Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erreicht, aber auch Platz für ausreichend Parkplätze könne entstehen. Das Stadtbild könne endlich aufgewertet und Lebensqualität für die vielen Anwohner an den beiden Bundesstraßen hergestellt werden - so die Initiative in einer Presseerklärung.
Behörden und Stadtparlament dagegen wollten »weiterhin den Verkehr ungehindert bei Tempo 50 mitten durch die Stadt fließen lassen«. Sie nähmen in Kauf, »dass Anwohner gesundheitlich geschädigt, Gebäude an Wert verlieren, die Innenstadt verödet, Schul-, Spazier- und Einkaufswege gefährlich sind«. Erst im Oktober seien durch das Stadtparlament erneut jegliche verkehrsbeschränkende Maßnahmen oder Ortsumfahrungen abgelehnt worden.Aber: »Der von der Stadt zu bezahlende ca. 9 Millionen teure Durchbruch ist nicht zu den Akten gelegt«.
Dieser soll die Lorscher mit der Lehrstraße verbinden, um noch mehr Verkehr mitten durch Heppenheim zu leiten. Dass dieser Plan weiterverfolgt werde, belege die städtische Beantragung für den Regionalplan im vergangenen Herbst und die Aufnahme in das aktuelle Integrierte Handlungskonzept (IHK).
Das städtebauliche Ergebnis werde eine Katastrophe sein und höhere Durchfahrtsgeschwindigkeiten zur Folge haben. Anwohner, Fuß- und Radfahrer würden wie immer Leidtragende sein.
Der Streit in Kirschhausen, »wo Sicherheit vorgaukelnde Schutzstreifen für Radfahrer gegen Parkplätze von Anwohnern, Besuchern und Geschäftskunden ausgespielt werden«, heißt es weiter, könne nicht darüber hinwegtäuschen, »dass ASV, Kreis und Stadt gemeinsam längst bauliche Tatsachen durch ein 8,5 Meter breites Asphaltband geschaffen und so den Status quo für den Schwerlast- und Durchgangsverkehr gesichert haben«. Viel Geld werde ausgegeben, ohne den Anwohnerschutz oder die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Gleiches stehe nun in der Siegfriedstraße in Heppenheim an, wo der Stadtbach nach Erkenntnissen der IG neu verdolt und die Straße für 5 Millionen Euro neu hergestellt werden solle.
Am Donnerstag (18.) um 18 Uhr befasse sich der Bauausschuss im Rathaus mit dem Entwurf. Auch hier, heißt es weiter, sollen Schutzstreifen für Radfahrer aufgemalt werden, weil angesichts der vorhandenen und prognostizierten Verkehrszunahmen für ordentliche und sichere Radwege kein Platz ist. »Es sollen über 120 Parkmöglichkeiten entfallen und unter Missachtung der Richtlinien ein durchgängiges mindestens acht Meter breites Asphaltband entstehen«.
Der Querschnitt des Stadtbaches betrage derzeit an der engsten Stelle ca. 1,2 Quadratmeter. Dieser solle umgelegt und einfach wieder für den Durchgangs- und Schwerlastverkehr neu überdeckelt werden, ohne dass eine Öffnung auch nur stellenweise geprüft worden sei.
Dass nun auf den etwa drei Kilometer zwischen Würzburger Tor und Kirschhausen ein Überweg für Fußgänger eventuell mit Ampel vorgesehen werde, dürfe angesichts der städtischen Stellungnahme zum Lärmaktionsplan angezweifelt werden. Denn da werde unter anderem sogar gefordert, zur Verstetigung des Verkehrs bestehende Fußgängerampeln zu beseitigen.

Dafür, »dass Parkmöglichkeiten entfallen, Radfahrer allein durch eine aufgemalte Strichlinie getrennt vom Kfz-Verkehr (der den Schutzstreifen mitbenutzten darf) auf die Straße gezwungen werden, der Durchgangsverkehr verstetigt und beschleunigt wird, sollen die Anwohner über Anlieger- und anschließenden Parkplatzgebühren auch noch zahlen«.
So ließen sich dann dort auch noch mehr als die derzeit schon unzumutbaren über 16 000 Fahrzeuge täglich durchschleusen. Die Aussage von Polizei und Kreisverkehrsbehörde, es sei unverantwortlich, Kinder allein zum an die Siegfriedstraße (B460) direkt angrenzenden Spielplatz an der KLN gehen zu lassen, »spricht für sich«: »Ist dies die in jedem Wahlkampf versprochene familienfreundliche Stadt Heppenheim?«
Nicht nachvollziehbar sei auch, heißt es abschließend in der Erklärung, »warum die in den letzten Jahren laufend verfallenden Straßenbaufördergelder für Hessen nicht abberufen werden, um für Heppenheim, wie andernorts, Ortsumfahrungen zu bauen. Noch nicht einmal angefragt hat die Stadt Heppenheim in Wiesbaden!«

region bergstrasse
November 2010
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Presseerklärung der IG und WG LIZ
Heppenheim zum Thema Schutzstreifen für Radfahrer
Zum Artikel keine Schutzstreifen für Radfahrer vom 30.10.10 und folgende.
Die IGLIZ hat das Ziel die Anwohner der Bundesstraßen in Heppenheim vom starken Durchgangs- und Schwerlastverkehrs zu befreien und damit von Lärm und Abgasen. Gleichzeitig wird Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erreicht, und Platz für ausreichend Parkplätze kann entstehen. Das Stadtbild kann endlich aufgewertet und Lebensqualität für die vielen Anwohner an den beiden Bundesstraßen hergestellt werden. Behörden und Stadtparlament wollen dagegen weiterhin den Verkehr ungehindert bei Tempo 50 mitten durch die Stadt fließen lassen. Sie nehmen in Kauf, daß Anwohner gesundheitlich geschädigt, Gebäude an Wert verlieren, die Innenstadt verödet, Schul-, Spazier- und Einkaufswege gefährlich sind. Erst im Oktober wurden durch das Stadtparlament (CDU,SPD,FDP,GLH,FWH) erneut jegliche verkehrsbeschränkende Maßnahmen oder Ortsumfahrungen abgelehnt. Jedoch der von der Stadt zu bezahlende ca. 9 Mio.€ teure Durchbruch ist nicht zu den Akten gelegt. Dieser soll hinter dem neuen Altenheim unter Abriss des ehemaligen Odeon-Kinos, eines Wohnhauses und des Tedi-Marktes, die Lorscher mit der Lehrstraße verbinden, um noch mehr Verkehr mitten durch Heppenheim zu leiten. Daß dieser Plan weiterverfolgt wird, belegt die städtische Beantragung für den Regionalplan im letzten Herbst und die Aufnahme in das aktuelle Integrierte Handlungskonzept (IHK). Für diesen Durchbruch instrumentalisiert der Magistrat nun sogar das Lärmschutzbedürfnis der Anwohner durch Geltendmachung als ‚grundsätzliche Forderung‘ im Rahmen der Lärmaktionsplanung. Zu bezweifeln ist, daß die Altenheimbewohner auf den derzeit noch relativ ruhigen Nord- und Westseiten den gleichen unzumutbaren Lärm wie auf Süd- und Ostseite haben wollen (mehr als 80 dB(A)). Die Anwohner der Niedermühl-, Friedrich-Ebert-, und Pestalozzistraße dürften hierüber ebensowenig erfreut sein. Denn es würde zu einer massiven Lärm- und Abgasbelästigung mit einhergehendem Grundwertverlust kommen, die auch das Umfeld treffen. Das städtebauliche Ergebnis wird ohnehin eine Katastrophe und höhere Durchfahrtsgeschwindigkeiten zur Folge haben. Anwohner, Fuß- und Radfahrer werden wie immer Leidtragende sein.
Der Streit in Kirschhausen, wo Sicherheit vorgaukelnde Schutzstreifen für Radfahrer gegen Parkplätze von Anwohnern, Besuchern und Geschäftskunden ausgespielt werden, kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß ASV, Kreis und Stadt gemeinsam längst bauliche Tatsachen durch ein 8,5 m breites Asphaltband geschaffen und so den Status quo für den Schwerlast- und Durchgangsverkehr gesichert haben. Viel Geld wird ausgegeben, ohne den Anwohnerschutz oder die Verkehrssicherheit zu verbessern. Jeder sollte sich darüber im klaren sein, daß bloße Markierungen, ob für Schutzstreifen oder Parkplätze genauso schnell wieder beseitigt werden können, wie sie aufgemalt sind. Kirschhausen ist nur eine Teilmaßnahme einer seit Jahren im Ausbau befindlichen Fernstraße. Es steht eigentlich nur noch das Fachwerkhaus am östlichen Ortseingang im Weg ... .
Gleiches steht nun in der Siegfriedstraße in Heppenheim an, wo der Stadtbach neu verdolt und die Straße für 5 Mio.€ neu hergestellt werden soll. Am Dienstag 18:00 Uhr befasst sich der Bauausschuß im Rathaus mit dem Entwurf, weswegen alle Interessierten und Anwohner sich dort informieren sollten. Auch hier sollen Schutzstreifen für Radfahrer aufgemalt werden, weil angesichts der vorhandenen und prognostizierten Verkehrszunahmen für ordentliche und sichere Radwege kein Platz ist. Es sollen über 120 Parkmöglichkeiten entfallen und unter Mißachtung der Richtlinien ein durchgängiges mindestens 8 m breites Asphaltband entstehen. Der Querschnitt des Stadtbaches beträgt derzeit an der engsten Stelle ca. 1,2 m². Dieser soll umgelegt und einfach wieder für den Durchgangs- und Schwerlastverkehr neu überdeckelt werden, ohne daß eine Öffnung evtl. auch nur stellenweise geprüft wurde. Daß nun auf den ca. 3 km zwischen Würzburger Tor und Kirschhausen ein Überweg für Fußgänger evtl. mit Ampel vorgesehen wird, darf angesichts der städtischen Stellungnahme zum Lärmaktionsplan angezweifelt werden. Denn da wird u.a. sogar gefordert zur Verstetigung des Verkehrs bestehende Fußgängerampeln zu beseitigen. Dafür, daß Parkmöglichkeiten entfallen, Radfahrer allein durch eine aufgemalte Strichlinie getrennt vom Kfz-Verkehr (der den Schutzstreifen mitbenutzten darf) auf die Straße gezwungen werden, der Durchgangsverkehr verstetigt und beschleunigt wird, sollen die Anwohner über Anlieger- und anschließenden Parkplatzgebühren auch noch zahlen. So lassen sich dann dort auch noch mehr als die derzeit schon unzumutbaren über 16.000 Kfz/täglich durchschleusen. Die Aussage der Herren Bitsch (Polizei) und Hetjens (Kreisverkehrs-behörde), es sei unverantwortlich, Kinder allein zum an die Siegfriedstraße (B460) direkt angrenzenden Spielplatz an der KLN gehen zu lassen, spricht für sich, zumal es sich um einen Schulweg handelt und die Herren seit über 20 Jahren zuständig für die Sicherheit an dieser Straße sind. Ist dies die in jedem Wahlkampf versprochene familienfreundliche Stadt Heppenheim?
Nicht nachvollziehbar ist auch, warum die in den letzten Jahren laufend verfallenden Straßenbau-fördergelder für Hessen nicht abberufen werden, um für Heppenheim, wie andernorts, Ortsumfahrun-gen zu bauen. Noch nicht einmal angefragt hat die Stadt Heppenheim in Wiesbaden!
i.V.d.IG und WG LIZ Peter Janßen
kontakt@liz-hp.de

Bergsträßer Anzeiger 16. November 2010
zg

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Innenstadt-Initiative
Was wird aus der Siegfriedstraße?
HEPPENHEIM. In einer Presseerklärung übt die Bürgerinitiative Leben im Zentrum (LIZ) Kritik an den Plänen für die Sanierung der Siegfriedstraße. Die Entwurfplanung für die Siegfriedstraße sehe unter anderem ein durchgängiges acht Meter breites Asphaltband vor. Um die Einengung der Straße durch Anwohnerparken zu vermeiden, würden etwa 100 Stellplätze baulich angelegt. Im Bereich zwischen Kleinem Markt und Würzburger Tor sei hierbei Parkraumbewirtschaftung (Parkscheinautomaten oder ähnliches) vorgesehen. Nach Ansicht der Initiative verstößt die Planung gegen geltendes Recht und Richtlinien. Die LIZ habe mit allen im Stadtparlament vertretenen Gruppierungen gesprochen; alle Fraktionen hätten sich für einen Ausbau als Fernstraße zugunsten des Durchgangsverkehrs und zu Lasten der Anwohner ausgesprochen - nach dem Motto: selbst Schuld, wer dort wohnt bzw. hinzieht. Auch wenn eventuell im Dezember noch eine öffentliche Vorstellung erfolge, "sollte sich jeder Bürger sein eigenes Bild über seine politischen Vertreter im Bauausschuss am Dienstag machen". zg

Starkenburger Echo
18. September 2010
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Innenstadtinitiative LIZ will Politik als Wählergemeinschaft beeinflussen
HEPPENHEIM. »Da Stadtverwaltung und Kommunalpolitik fortgesetzt das Anliegen der Anwohner der beiden Heppenheim zerschneidenden Bundesstraßen auf Minderung der Verkehrsimmissionen und Verbesserung der Verkehrssituation ignorieren, ist in der Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (LIZ) der Entschluss gefasst worden, sich zusätzlich kommunalpolitisch zu engagieren. Hierfür wurde durch die Gründer der IG LIZ u.a. am 21.08.2010 der Verein ,Wählergemeinschaft Leben im Zentrum - WG LIZ' ins Leben gerufen«: Da die etablierten Parteien vor den Wahlen Bürgernähe und -beteiligung zeigten, um anschließend wie bisher fortzufahren, heißt es in einer Erklärung, wolle die neue Wählergemeinschaft künftig »Bürgerinteressen parteiunabhängig nun selbst vertreten«. Das außerparlamentarische Engagement der IG LIZ bleibe hierbei wie bisher bestehen.
Durch veränderte Verkehrsführungen des Durchgangsverkehrs sollen Freiräume entstehen, heißt es weiter, die in der Kernstadt wie in den Stadtteilen eine gedeihliche Entwicklung erlauben. Dies zu ermöglichen, »erfordert unser fortgesetztes Engagement in allen Bereichen der Kommunalpolitik. Wir werden uns für eine Modernisierung der Verwaltung hin zu einem Dienstleister einsetzen, der in seinen Entscheidungen transparent ist, der Beiräte und Bürgervereinigungen und den einzelnen Bürger mit seinen Anliegen ernst nimmt, ihm hilft und unterstützt«.
 
Ein ausführliches Wahlprogramm, heißt es abschließend, werde gesondert veröffentlicht. Die regelmäßigen Treffen der WG LIZ sind jeweils am zweiten Montag im Monat im »Haus der Begegnung«.

Starkenburger Echo
22. Juli 2010
jr

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Gekappter Protest
Verkehr: Bürgermeister lässt Transparent gegen Verkehrsbelastung in der Innenstadt entfernen - ,,Sicherheit gefährdet"

unangekündigte Protestbannerkappung durch die Stadtverwaltung
Protest mit Konfliktpotenzial: Das Transparent, mit dem Anwohner der B 460 in Heppenheim gegen die Verkehrsbelastung in der Innenstadt protestierten, vor seiner Demontage durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Foto: Karl-Heinz Köppner

HEPPENHEIM. ,,Täglich 34 400 Kfz + Lkw durchs Zentrum. Lebensqualität? Tempo 30. Lkw raus. A5 Süd u. Maibergtunnel jetzt!": Vier Tage lang hing das Protestbanner über der B 460, der Lorscher Straße in Heppenheim, und machte auf Forderungen der Innenstadtinitiative LiZ (Leben im Zentrum) aufmerksam, die seit geraumer Zeit für weniger Verkehr auf den Hauptdurchgangsstraßen der Kreisstadt kämpft. Auch beim Auftritt des Formel 1-Piloten Sebastian Vettel in seiner Heimatstadt am vergangenen Sonntag hing das Transparent hoch über der Lorscher, und etliche Tausend Besucher des ,,Homerun" dürften die klare Botschaft bemerkt haben.
Am Mittwoch war Schluss mit dem Protest: Mitarbeiter des städtischen Bauhofes kappten auf Anweisung von Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) und in Abstimmung mit der zuständigen Behörde des Kreises die Drahtseile, mit denen das Transparent über der vielbefahrenen Straße befestigt war, und Peter Janßen, Sprecher der Initiative und Initiator der Aktion, musste den Protest erst einmal zusammenfalten und - möglicherweise bis zu einer nächsten Aktion - zwischenlagern.
Leicht gemacht hatte Janßen (der der Verwaltung das Leben auch bei anderen Gelegenheiten - wie bei der von ihm heftig kritisierten Flurbereinigung am Schlossberg beispielsweise - schwer macht) den beiden Mitarbeitern des Bauhofes sowie zwei weiteren der Ordnungsbehörde (,,Hipos") das Entfernen des Transparentes nicht. Aussagen des Bürgermeisters gegenüber dem ECHO, dass es zu einem ,,Handgemenge" zwischen Janßen und den städtischen Angestellten gekommen sei, weist der derart Beschuldigte aber scharf zurück: Das sei absoluter Quatsch, es sei zwar laut, aber völlig ohne körperlichen Einsatz abgegangen. Beharre Herbert auf dem ,,Handgemenge", werde er Strafanzeige wegen übler Nachrede stellen. Allerdings habe er wiederholt die Frage nach einer Rechtsgrundlage für das Entfernen des Transparentes gestellt und seitens der Verwaltung zu hören bekommen, dass es diese Rechtsgrundlage nicht gebe.
Das Argument, das Transparent habe die Verkehrssicherheit gefährdet, lässt Janßen nicht gelten. Das Banner sei in einer Höhe von über 4,50 Metern gut abgesichert angebracht und sei für Lkw problemlos zu unterqueren gewesen. Und auch die Polizei habe bis zur Alarmierung durch die Stadtverwaltung am Mittwoch offensichtlich nichts einzuwenden gehabt gegen das Banner - schließlich war der Protest in der Nacht zum Sonntag installiert worden, als die Polizei zwecks Vorbereitung des Vettel-Events genau diesen Teil der Lorscher Straße abgesperrt hatte. Die Hundertschaft, die während der Großveranstaltung für Ordnung sorgen sollte, habe direkt unter dem Banner ihre Fahrzeuge abgestellt, und auch die Beamten vom Mittwoch, laut Bürgermeister ,,zum Schutz" der städtischen Hilfspolizisten herbeigerufen, seien ausschließlich auf Wunsch aus dem Rathaus herbeigeeilt.
Da er angeboten habe, das Transparent abzuhängen, falls eine stichhaltige schriftliche Anordnung vorliege, dieses Angebot aber nicht akzeptiert worden sei, werde er sich gegen das Vorgehen Gerhard Herberts wehren. Peter Janßen hat Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gegen den Bürgermeister und dessen Mitarbeiter gestellt.


Starkenburger Echo
18. August 2010
jr

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Herbert sieht ,,Foulspiel"
Verkehr: Bürgermeister droht mit juristischen Schritten gegen ,,Interessengemeinschaft Leben im Zentrum" wegen Aussagen in Flugblatt
 
unangekündigte Protestbannerkappung durch die Stadtverwaltung
Soll wieder über die Straße: Das Protest-Banner der IG Leben im Zentrum, das beim „Vettel-Homerun“ Mitte Juli über der B 460 hing und von der Verwaltung entfernt wurde. Archivfoto: Karl-Heinz Köppner

HEPPENHEIM. Dass sich die ,,Interessengemeinschaft Leben im Zentrum" (IG LIZ) und die Verwaltung nicht sonderlich grün sind, ist schon bei früheren Gelegenheiten deutlich geworden. So wirft die IG seit ihrer Gründung der Rathausspitze vor, sich nicht wirklich um die Belange der vom Verkehrslärm- und aufkommen gestressten Anwohner der Innenstadt rund um B 3 und B 460 zu kümmern. Auf der anderen Seite hatte Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD), der einige der Forderungen der IG für wenig realistisch beziehungsweise nicht umsetzbar hält, erst vor kurzem gegen den Widerstand der Initiatoren ein Banner über der B 460 (Lorscher Straße) entfernen lassen, auf dem die IG gegen die als unzumutbar empfundene Belastung durch den Straßenverkehr protestierte. Für die Verwaltung ging mit dem Banner eine Gefährdung des fließenden Verkehrs einher, die Haltedrähte wurden von Mitarbeitern der Verwaltung kurzerhand gekappt.
Jetzt gibt es offensichtlich ein weiteres Ärgernis für die Verwaltung, wie einer Presseerklärung aus dem Rathaus zu entnehmen ist. Auf der Suche nach Mitstreitern und Unterstützern verbreite die ,,Interessengemeinschaft Leben im Zentrum" (IG LIZ) derzeit auf Flugblättern ihre Forderungen, ,,nicht ohne dem erwählten Gegner (Bürgermeister Gerhard Herbert) diverse Vorhaltungen zu machen". Nun müsse man, heißt es weiter, ,,im politischen Meinungsstreit nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, und ob es angemessen ist, einem Bürgermeister wegen Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (betreffend Verkehr auf einer Bundesstraße) Vorhaltungen zu machen, ist vielleicht eine Geschmacksfrage". Aussagen zu unterstellen, die nicht gemacht wurden, ,,sollte allerdings auch in Wahlkampfzeiten als Foulspiel gewertet werden". Die ,,Aussage des Bürgermeisters: man solle halt wegziehen, wenn man sich vom Verkehr gestört fühlt", sei jedenfalls eine Erfindung der Flugblattschreiber. Sollte sie wiederholt verbreitet werden, werde Bürgermeister Gerhard Herbert juristische Schritte einleiten müssen.
In der IG sieht man die Drohung gelassen und verweist auf Zeugen, die diese Aussage belegen könnten. Und führt den Protest unbeeindruckt mit einem Antrag zur Wiederaufhängung des Banners fort. Peter Janßen, Sprecher der IG, hat als ,,rechtstreuer, unbescholtener und braver Bürger" nun ,,untertänigst" darum gebeten zu prüfen, ,,ob ein Genehmigungsantrag, auf welcher Gesetzesgrundlage auch immer, notwendig ist und soweit dies der Fall sein sollte, dieses Schreiben als Antrag auf Genehmigung des Bürgerprotestes gegen die Körperverletzung durch grenzwertüberschreitende Immissionen mittels der Aufhängung eines Banners zu behandeln und rechtskonform zu bescheiden, verbunden mit dem Antrag auf Gebührenerlass."
Um zu vermeiden, so der Wortlaut des Schreibens an die Verwaltung, ,,dass Sie, eventuell als Genehmigungsbehörde für die Ausübung bürgerlicher Grundrechte, die Beantwortung dieses Schreibens/Antrags auf den Sanktnimmerleinstag verschieben, bitte ich um Bescheidung bis zum 20. August 10." Das wäre am kommenden Freitag, und man darf gespannt sein, welche Reaktion aus dem Rathaus kommt.

Starkenburger Echo
21. April 2010
jr

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,,Unsinnige Umwege"
Innenstadt: Anwohner im Viertel rund um die Lorscher Straße verärgert über geänderte Verkehrsführung
Leitbarriere Lorscher Str. (B460)
Steine des Anstoßes: Sowohl die Barriere auf der Lorscher Straße als auch die Einbahnstraßen-Regelung für die Pestalozzistraße (rechts) sorgen für Ärger bei dem einen oder anderen Anwohner. Foto: Lutz Igiel

HEPPENHEIM. Eine seit einigen Monaten geltende Neuregelung des Verkehrs auf der Lorscher Straße (B 460) in Heppenheim sorgt für zusätzlichen Ärger bei den Anliegern, von denen sich einige bereits in der Interessengemeinschaft ,,Leben im Zentrum" (LiZ) für weniger Lärm und Luftverschmutzung auf der vielbefahrenen Ost-West-Achse einsetzen. Anfang Dezember 2009 nämlich wurde die Pestalozzistraße von Heppenheims Ordnungsbehörde zur Einbahnstraße erklärt und für die gegenüberliegende Straße In der Krone ein Rechtsabbiegegebot erlassen (das Starkenburger Echo berichtete). Vor Ostern ließ die Stadt eine Kunststoff-Barriere auf dem Mittelstreifen montieren, die als Querungshindernis die Einhaltung der neuen Verkehrsführung gewährleisten sollte. Das Hindernis wurde - von wem auch immer - so stark beschädigt, dass es vor wenigen Tagen erst erneuert und durch eine massivere Barriere ersetzt wurde.
Die Anwohner um die Friedrich-Ebert-Straße werden, wie der Neckarstraßenanwohner Olaf Stjerna schreibt, ,,von dieser Kanalisation des Verkehrsweges zu unsinnigen Umwegen über den ohnehin überlasteten Postplatz oder über die Kreuzung in Höhe der Neckarstraße gezwungen". Über diese Kreuzung quäle sich auch der Verkehr aus Mozart-/Ernst-Schneider und aus der Kalterer Straße. Dies führe dort jetzt zu Rückstaus und gefährde die Nutzer des Fußgängerüberweges. Wer mit dem Auto zur Post fahren wolle, müsse ebenso Umwege in Kauf nehmen. Zusätzlich würden die Anwohner belastet, die sich ,,inzwischen wie Versuchskaninchen vorkommen".
Als ,,neueste Beschäftigungsaktion wurde eine durchgehende Mittellinie aufgemalt", so Stjerna weiter. Geblieben sei die ,,unhaltbare Verkehrssituation auf der Lorscher Straße, noch verstärkt durch einen neuerlichen Gefahrenpunkt an der Lorscher-/Neckarstraße". Dort ist das Abbiegen nach links erlaubt, allerdings ,,mit den gleichfalls bestehenden Gefährdungsmomenten wie an der korrigierten Kreuzung Pestalozzi-/Lorscher Straße und In der Krone". Das ,,Spiel der Verlagerung und Verschiebung der Verkehrsprobleme mit Basteleien auf der Lorscher Straße durch die Behörden in der Kreisstadt ist allbekannt", so Stjerna, ,,nur gebracht hat es bisher nichts!" An den Schutz der Anwohner vor Abgasen, Lärm und Erschütterungen und der Verkehrsteilnehmer vor unsinnigen Umwegen und unnötigen Staus denke bei diesem Durcheinander offenbar keiner der Behördenvertreter.
Man frage sich, weshalb an einer seit Jahren bekannten Situation dauernd ,,herumgedoktert" und Geld ,,verbraten" werde, auch für die ständigen Zusammenkünfte der Behördenvertreter und Amtsleiter an den neuralgischen Stellen, statt mit einer ,,Totaloperation" den Krampf zu lösen: Bau einer Ortsumfahrung, wie sie überall gang und gäbe sei.
Behörden und Lobbyisten, so Stjerna, ,,scheinen sich hier gegenseitig zu stützen, denn in Heppenheim werden bestehende Zustände nur verwaltet. Ein Gemeinwesen ist nur mit Fingerspitzengefühl und mit einem offenen Ohr für die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung zu führen, ansonsten ist ,Bruch' nur eine Frage der Zeit. Das gilt nicht nur für die große Politik, sondern auch für die ,kleine' in Stadt und Land".

Bergsträßer Anzeiger
27. März 2010
fk

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Ein Maibergtunnel soll es richten
Leben im Zentrum: Interessengemeinschaft macht mobil - Gut 120 Anlieger beim Informationsabend im Haus ,,Katharina"
St.Katharina, öffentliche Anwohnerversammlung, 25.03.10
Die Luftaufnahmen über einen ungefähren Tunnelverlauf kommentierte Herbert Schönauer. Foto: Karl-Heinz Köppner
HEPPENHEIM. Würde es nach den Vorstellungen der Interessengemeinschaft ,,Leben im Zentrum" gehen, kurz LiZ genannt, dann wäre ein durch den Maiberg gebohrter Tunnel die im Vergleich zu anderen Varianten wirkungsvollste Maßnahme, um den entlang der Bundesstraßen 3 und 460 wohnenden Bevölkerungsteil vor gesundheitlichen Schäden zu schützen. Die unterirdisch angelegte Trasse soll östlich etwa in Fischweiher beginnen und von dort aus in Heppenheims südliche Westgemarkung führen - oder umgekehrt.
Bei einem von gut 120 Anliegern besuchten Informationsabend, zu dem ,,LiZ" am Donnerstag in die Seniorenresidenz Sankt Katharina eingeladen hatte, verdeutlichten Luftaufnahmen den ungefähren Tunnelverlauf. Kommentiert wurden die Bilder von Herbert Schönauer. Weitere Aufnahmen führten vor Augen, dass viele Verkehrsströme nach Heppenheim gelenkt werden, ohne dass die Stadt daraus planerische Konsequenzen ziehe. Tenor: Es fehle an einem Konzept, um dem absehbaren Chaos entgegentreten zu können. Leidtragende seien die Anwohner. Das Leben zwischen Lorscher Straße und Vorstadt (B 460) sowie Darmstädter und Ludwigstraße (B 3) werde immer unerträglicher für sie.
Die Interessengemeinschaft sähe es am liebsten, wenn schon morgen die Bohrmaschinen am Maiberg anrücken würden. Sprecher der Initiative erwarten zwar keine Wunder, mahnten ungeachtet dessen aber Handlungsbedarf an. Peter Janßen, der Hauptredner des Abends, forderte vor allem die Stadt sowie das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) und andere Instanzen dazu auf, entweder Alternativen vorzulegen oder betroffene Bürger an den Planungen für den bevorstehenden Ausbau der Siegfriedstraße zu beteiligen.

Der Wunsch nach mehr Transparenz war übrigens auch am Mittwoch aus Reihen des Ortsbeirats Kirschhausen laut geworden. Im Stadtteil wird befürchtet, dass im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt bisherige Parkmöglichkeiten entfallen (ECHO vom Freitag). In der Heppenheimer Siegfriedstraße ist offenbar ähnliches geplant. Anlieger Hans Rhein versteht die Welt nicht mehr. Auf drastische Art schilderte er den Besuchern die jetzt schon herrschenden Zustände: Wer sein Auto auf einem frei gewordenen Platz abstellen wolle, solle für die Durchsetzung seines Anspruchs am besten einen Revolver mitnehmen.
Die sich anbahnende Parkraumnot ist freilich nur ein Teil der Gesamtproblematik. Wenn jetzt nichts geschehe, so Peter Janßen, dann werde die Politik für die nächsten 20 bis 30 Jahre unumkehrbare Tatsachen mit fatalen Folgen schaffen.
Der Schwerlastverkehr, unter dem die Anwohner besonders zu leiden haben, werde laut Expertenmeinung weiter zunehmen. Janßen bedauerte die Haltung der Stadt, hier im Besonderen die Reaktion von Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD). Der Verwaltungschef habe ihm zu verstehen gegeben, dass er die von der IG formulierten Einwände für ,,Quatsch" halte.
Bei Recherchen will Janßen herausgefunden haben, dass erste Proteste bereits aufs Jahr 1965 datieren. Es war die Zeit, in der der damalige Bürgermeister Wilhelm Metzendorf für die Vorstadt gar einen vierspurigen Ausbau der B 460 in Erwägung zog. Dem Scheitern dieser ,,großen Lösung" folgten viele kleinere Schritte, die von den Besuchern mittels Powerpoint-Präsentation nachvollzogen werden konnten. Für Janßen besteht kein Zweifel daran, dass in all diesen Jahren Anliegereinsprüche ignoriert und somit gegen bestehendes Recht verstoßen worden sei, Denkmalschutz inklusive.
Mitstreiter Heinz Nickel, wohnhaft in der ebenfalls von Verkehrslärm betroffenen Ludwigstraße (B 3), warf der Rathausspitze vor, die Probleme schleifen und so die Innenstadt langsam ausbluten zu lassen. ,,Wenn wir Veränderungen wollen, dann müssen wir zusammenstehen", appellierte er an die Besucher, geschlossen ihre Interessen zu vertreten. Jörg Krämer hatte eingangs begrüßt. Das Wort ergriff außerdem Olaf Stjerna. Seit ihrer Gründung im November habe sich die Initiative ständig vergrößert: ,,Das spricht für unser gemeinsames Anliegen." Detaillierte, mit Zahlen und Messdaten unterfütterte Aussagen zu diesem Anliegen sind von ,,LiZ" im ECHO bereits veröffentlicht worden.
Mit regem Interesse verfolgt wurden die Diskussionsbeiträge aus dem Publikum. Dabei trat auch Kurioses zutage, so der Vorschlag, die Tunnelpläne beiseite zu legen und stattdessen ab Höhe der Halbestundenbrücke zwischen Heppenheim und Bensheim eine durch Berge, Wald und Flur führende Entlastungsstraße zu bauen.
Winzer und Naturschützer würden sich bedanken. Den sachlich wohl ausgewogensten Beitrag lieferte Georg Müller, obere Siegfriedstraße.
Nach seinen Beobachtungen trägt der Individualverkehr - Berufspendler einbezogen - entscheidend zur Lärm- und Schmutzbelastung bei.
Die Verantwortung zur Bildung von Fahrgemeinschaften sei noch unterentwickelt, monierte Müller.

Kreisstadt Heppenheim
24. März 2010
Pressemitteilung


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Geplante Baumaßnahmen in der Siegfriedstraße
Eine Bürgerinitiative hat angekündigt, im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 25. März auch über die Planungen zur Umgestaltung der Siegfriedstraße zu sprechen. Der Magistrat der Kreisstadt weist darauf hin, dass eventuell dort getroffene Aussagen zur Planung dieser Straßenbau-Maßnahme nicht autorisiert sind. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) als Bauträger sowie der Magistrat werden nach Abschluss der laufenden Gespräche bis zum Sommer die Anlieger und alle Interessierten im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Details der Planung unterrichten. Erst dann erscheint es sinnvoll, über die vorgesehenen Veränderungen und die sich in der Bauphase notwendig ergebenden Einschränkungen zu diskutieren.
Erforderlich ist das Projekt wegen des sanierungsbedürftigen Zustands des unter der Straße verlaufenden Stadtbach-Gewölbes. Von den Baumaßnahme betroffen sind natürlich auch alle Versorgungs-unternehmen, deren Leitungen (Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation usw.) unter der Straße verlaufen. Durch die so verursachten aufwändigen Tiefbau-Arbeiten wird auch die Erneuerung von Fahrbahnen und Gehwegen nötig. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, ist nicht die Stadt Heppenheim als Bauträger tätig.

Starkenburger Echo
13. März 2010
e


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,,Der Verkehr raubt die Lebensfreude"
Innenstadt: Interessengemeinschaft Leben im Zentrum lädt zu Informationsabend - ,,Behörden ignorieren Denkmalschutz"
Termin
HEPPENHEIM. Info-Abend zum Ausbau der B 460 in Heppenheim, Donnerstag (25.), 19 Uhr, Saal der Seniorenresidenz Sankt Katharina, Lorscher Straße. Veranstalter: Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ).
Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) plant als Baulastträger den Um- und Ausbau der Siegfriedstraße (B 460) in Heppenheim. Anlass, so die Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ) in einer Pressemitteilung, ist die vom ständigen Schwerlastverkehr zermürbte Stadtbachverdolung. In der Vergangenheit wurde die Leistungsfähigkeit der B 3 und B 460 in Bezug auf den Verkehrsfluss durch etliche Um- und Ausbauten erhöht, ,,ohne dass Anwohner rechtskonform beteiligt wurden". Beim Ausbau der Siegfriedstraße in 2011 sei ,,wiederum geplant, die Anwohner vor vollendete Tatsachen zu stellen und diese ausschließlich zu informieren ohne sie zu beteiligen".
Die Planungen, so die IG, laufen seit über zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Heppenheimer Magistrat und der Stadtverwaltung. Es werde weiter darauf bestanden, den Schwerlastverkehr durch Alt- und Innenstadt zu leiten, ,,obwohl die nicht mehr zumutbaren Zustände seit langem bekannt sind". Grenzwertüberschreitungen bei Lärm, Abgasen und Erschütterungen sollten ignoriert werden, genauso wie Erfordernisse für Schulwege und Stellplätze.
Die Denkmalschutzbehörde, so die IG, sei bisher nicht eingebunden, obwohl die Siegfriedstraße als Teil der Altstadt unter Denkmalschutz stehe und eine Reihe von Einzeldenkmalen aufweise. ,,Wieso ignorieren Behörden bei ihren eigenen Bauvorhaben den Denkmalschutz?", fragt die IG und ,,Sind in Heppenheim die Denkmalschutzbehörden nur für den privaten Bauherren zuständig?"
In Wattenheim, einem Ort von 1150 Einwohnern werde von Landrat Matthias Wilkes (CDU) feierlich ein Lkw-Durchfahrts-verbot für 150 Laster verkündet. Aber auch, wenn man sich mit den Wattenheimer Bürgern freie: Durch die denkmalgeschützte Siegfriedstraße in der Heppenheimer Altstadt fahren täglich 456 Schwerlaster (östlicher Ortsausgang 2005), das dreifache also. An den beiden innerstädtischen Bundesstraßen ,,leben über 1500 Bürger, allein in der Siegfriedstrasse über 400 Familien, viele mit Kindern. Diesen, wie auch den vielen Senioren, raubt der Verkehr die Nachtruhe und die Lebensfreude. Ebenso sind sie beim Gang zur Schule und zum Einkaufen der ständigen Gefahr des rücksichtslosen Verkehrs ausgesetzt".
Die Verantwortlichen weigerten sich, auch nur irgendetwas für die etwa 1500 direkt an den Bundesstraßen wohnenden Bürger zu tun, ,,alle 24 Vorschläge vom einfachen Verkehrsschild bis zur Ortsumfahrung wurden abgelehnt". Nach und nach werde die B 460 ausgebaut. Die Kreuzung Tiergartenstraße solle auf sieben Spuren erweitert werden, in der Siegfriedstrasse die Stellplätze weitgehend wegfallen, die Leistungsfähigkeit und die Durchflussgeschwindigkeiten auf der B 460 erhöht werden. Über die fertige Planung würden die Bürger von den Behörden, wenn überhaupt, nur informiert, auf Planfeststellungsverfahren werde ,,verzichtet", die Bürgerbeteiligung ausgeschlossen.
Dass Ortsumfahrungen möglich sind, wisse die Stadt über selbst bezahlte Gutachten seit Jahrzehnten. Zuletzt sei die Wirksamkeit im Verkehrsentwicklungsplan 1996, der allen Stadtverordneten vorliege, detailliert nachgewiesen worden. Anstatt die dortigen Berechnungen zu berücksichtigen, wolle die Stadt den mit 28 000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden ohnehin überlasteten Postplatz mit zusätzlichen 1600 Kraftfahrzeugen durch den Umbau des Grabens noch weiter belasten. Im Wissen, dass das dort gebaute Altenheim eigentlich gar nicht hätte genehmigt werden dürfen.
Die IG LIZ lädt alle innerstädtisch wohnenden Anwohner der B 460 und B 3 zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag (25.) um 19 Uhr in die Seniorenresidenz Sankt Katharina ein, auch um über die laufende Lärmaktionsplanung zu informieren, die ab Montag (15.) über das Internet und die Kreisverwaltung einsehbar ist. Soweit die verteilten Fragebögen noch nicht zurückgegeben wurden, bittet die IG LIZ diese mitzubringen und abzugeben.

Starkenburger Echo
26. Februar 2010
jr

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Anlieger sollen mobilisiert werden
Verkehrsbelastung: Initiative ,,Leben im Zentrum" verteilt Fragebögen zu B 3 und B 460 - Forderung nach Ortsumgehungen
Unzumutbare Zustände: Staus wie dieser sind auf der B 460 (Lorscher Straße), aber auch auf der B 3 in Heppenheim keine Seltenheit. Anwohner der beiden Hauptverkehrsachsen haben sich zur „Interessengemeinschaft Leben im Zentrum“ zusammengeschlossen und wollen gegen die Situation ankämpfen. Archivfoto: Lutz Igiel


HEPPENHEIM. Mit einem Fragebogen versucht die Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (IG LIZ), ein Zusammenschluss von Bürgern Heppenheims, die die zunehmende Belastung durch den Fahrzeugverkehr nicht mehr hinnehmen wollen, in Erfahrung zu bringen, wie hoch diese Belastung ist, wie sie empfunden wird und wieviele Bürger sich ihrer Initiative anschließen würden. Rund 700 Fragebögen wurden jetzt an Haushalte entlang der B 3 und der B 460 (Ludwigstraße/Darmstädter Straße sowie Lorscher Straße und Siegfriedstraße) verteilt und sollen möglichst bis zum 7. März an die Initiatoren zurückwandern.
Die eingehenden Bögen sollen dann erst einmal ausgewertet werden und die Bürger voraussichtlich Ende März zu einem Informationsabend eingeladen werden. Der IG LIZ liegen Messwerte über Verkehrsbelastung, Abgas- und Lärmimmissionen vor, weshalb es, wie es im Fragebogen heißt, ,,nicht auf eine wissenschaftlich fundierte Erhebung" ankomme, sondern ,,auf die jeweilige persönliche Einschätzung der Anwohner."
Hintergrund der Aktion sind, so die Initiative in einer Presseerklärung, die ,,chaotischen Zustände" auf den beiden Hauptverkehrsachsen der Kreisstadt: ,,Der sich regelmäßig stadteinwärts wie stadtauswärts stauende Verkehr im Zentrum ist ein Ärgernis nicht nur für die An- und Bewohner, sondern auch für das ortsansässige Gewerbe, Pendler und das überregionale Transportgewerbe. Zudem wird der frühere Luftkurort von den breiten Fahrbahnen regelrecht gevierteilt.
Die stark frequentierten Fernstraßen unterbinden das Zusammensein der Bevölkerung in einem gewachsenen Gebiet. Die Schneisen sorgen für die Zerschneidung des historischen Stadtbildes und verhindern eine zusammenhängende Nutzung durch die Bevölkerung und Touristen". Darüber hinaus würden alle Wege, auch Schul- und Einkaufswege durch Ampeln mit unnötig langen Wartezeiten unterbrochen, und nicht zuletzt sieht die IG LIZ die Gesundheit durch ein hohes Maß an Schmutz, Abgasen und Lärm bedroht.
Aus der Politik ist nach Meinung der Initiative keine Hilfe zu erwarten, weshalb man zur Selbsthilfe greifen will: ,,Die zuständigen Behörden, denen die Gesundheit der Bürger ein Anliegen sein sollte, verschanzen sich hinter der überholten Zielvorstellung, den Verkehr mitten durch die Stadt leiten zu wollen, obwohl die baulichen Voraussetzungen nicht gegeben sind."

Neue medizinische Erkenntnisse, wirtschaftliche Erfordernisse und die Verschärfung der Gesetze würden nicht beachtet. Das Scheitern der bisherigen Verkehrsplanungen sei durch die ständigen Staus offensichtlich. Der Stadt vorliegende Lösungsansätze mit nachgewiesenen Erfolgsaussichten in Hinsicht auf die Entlastung der Anwohner und der Verkehrsprobleme würden ,,aus kommunalpolitischem Gerangel der Einfachheit halber bisher liegen gelassen".
Zum Wohl der Bevölkerung und aus Interesse an der Erhaltung historischer Bausubstanz und stadträumlicher Zusammenhänge müsse nun eine grundlegende und zukunftsorientierte Lösung herbeigeführt werden. ,,Die Herausnahme des Durchgangs- und Schwerlastverkehrs aus dem Zentrum der Stadt ist durch den Bau von Ortsumfahrten zu realisieren" fordert die Initiative deshalb in ihrer Erklärung. Und will den Druck weiter verschärfen. Unterstützung erhofft sie sich von anderen Betroffenen.
Die haben, so die IG LIZ, voraussichtlich ab dem 15. März Gelegenheit, ihre Interessen einzubringen. Ab diesem Zeitpunkt soll nach Erkenntnissen der Initiative die ,,2. Öffentlichkeitsbeteiligung für den Lärmaktionsplan Südhessen" erfolgen. Da Heppenheims Magistrat aus Sicht der IG bei der ersten Offenlegung 2008 ,,auf die Wahrung der Interessen der Anwohner verzichtete", appelliert man nun an die Anwohner, ,,sich hieran unbedingt zu beteiligen".

Von der 2. Öffentlichkeitsbeteiligung ist der Abschnitt der B 460 (Lorscher Straße/Lehrstraße) vom Autobahnanschluss bis zum Kleinen Markt betroffen. Informationen zu diesem Verwaltungsakt soll es auch in der Informationsveranstaltung Ende März geben. Und dann will die Initiative auch Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die Situation in Heppenheim entschärft werden könnte.

Kontakt Interessengemeinschaft Leben im Zentrum (LIZ), Peter Janßen, Telefon 06252 913440, Heinz Nickel, Telefon 06252 2936, Peter Rossa, Telefon 06252 4560.

Starkenburger Echo
23. Januar 2010
jr

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Für ein ruhigeres ,,Leben im Zentrum"
Verkehr: Bürgerinitiative fordert Entlastung von Lärm und Abgasen entlang der B 3 und der B 460 

Nadelöhr Siegfriedstraße: Die Heppenheimer Bürgerinitiative „Leben im Zentrum“ fordert Schutz vor Lärm und Abgasen auch für Anwohner der B 460. Foto: Lutz Igiel

HEPPENHEIM. Die hohe Verkehrsbelastung der Heppenheimer Innenstadt hat 20 Anwohner der beiden Bundesstraßen - B 460 (Lorscher Straße/Siegfriedstraße) und B 3 (Ludwigstraße/Darmstädter Straße) - dazu bewogen, die Initiative ,,Leben im Zentrum" (LIZ) zu gründen. ,,Die Lebensqualität", heißt es hierzu in einer Presseerklärung, ,,leidet erheblich unter dem starken Fahrzeugverkehr. Die Innenstadt verwahrlost mangels Verkehrs- und Städtebaukonzept zunehmend. Die Gesundheit der Bürger und der Wert der Gebäude wird durch die starke Lärm- und Abgasbelastung gemindert".
Trotz der starken Verkehrsbelastung am Tag von 20 000 Kraftfahrzeugen pro Tag auf der B 460 und 15 000 Kraftfahrzeugen auf der B 3 erwäge die Stadtverwaltung keinerlei Verbesserungen der Situation. ,,Im Gegenteil, sie versucht, die Straßen für den zukünftig noch weiter zunehmenden Schwerlastverkehr auszubauen".
In 2011 werde nach der Initiative vorliegenden Informationen in der Siegfriedstraße die Kanalisierung (Verdolung) des Stadtbaches erneuert. Hierbei solle ein weiterer Ausbau der Straße erfolgen und dafür würden absehbar Anlieger an den Kosten beteiligt, ,,um danach noch mehr und schneller fließenden Verkehr vor ihrer Haustür zu haben".

Die Initiative sei der Meinung, dass ein ,,Immer Mehr" an Verkehr durch die Innenstadt nicht mehr hinzunehmen sei. Dies auch angesichts der derzeitigen außerörtlichen Straßenausbauten an B 3 und B 460/B 47, die zusätzlichen Pendler- und Transit- besonders aber Schwerlastverkehr durch das Nadelöhr Heppenheim bedeuteten.
Verschiedene Anwohnergruppen der Hauptstraßen B 460 und B 3 führten in den vergangenen Jahren Gespräche mit der Stadt Heppenheim, heißt es weiter, um eine Verbesserung der Verkehrssituation zu erreichen: ,,Es konnte kein Erfolg verzeichnet werden". Ein Verkehrskonzept sei nicht vorgelegt worden.


Staustelle Postknoten: Auch der Verkehr auf der B 3 trägt zu den erheblichen Belastungen der Innenstädter bei. Foto: Lutz Igiel
Stattdessen, so die Initiative, werde die Planung für die Siegfriedstraße verheimlicht, obwohl längst alle Gespräche mit Fachbehörden und Magistrat geführt worden seien. Bei Gesprächen mit der Stadt- und Kreisverwaltung sowie dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) hätten die Behördenvertreter sich dahingehend geäußert, dass man an der bestehenden Situation nichts ändern könnte und auch nicht wolle, da die besagten Straßen nun mal Bundesstraßen seien, auf denen der Verkehr hinzunehmen sei. Auch wenn dieser zukünftig, wie prognostiziert, noch erheblich steige. Um guten Willen zu zeigen, würden inzwischen gelegentlich Radarverkehrskontrollen durchgeführt und Tempoanzeigetafeln gehängt, was aus Sicht der Initiative jedoch ,,am Grundproblem nichts ändert".
,,Das Scheitern des als Zukunftsprojekt gepriesenen Lehrstraßenumbaus, für den wertvolle Altbausubstanz geopfert wurde, sollte abschreckend genug sein". Das dort installierte Luftmessgerät dokumentiert die Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub und Abgas.
"Besser lebensgerechte Lösung anstreben"
Die Initiative ist der Meinung, dass die erheblichen Kosten für Stadtbachsanierung und Straßenausbau in eine umfassendere Alt- und Innenstadtgerechte sowie lebensgerechte Lösung besser und zukunftsweisender angelegt wären. Die Gelder, die derzeit in ,,hilflose Einzelmaßnahmen aus Förderprogrammen wie Stadtumbau-West, Aktive Kernbereiche, Städtebaulicher Denkmalschutz, Ab in die Mitte etc. verpuffen, können besser investiert werden".
Mahnung sollten die 9 Millionen Euro sein, die für die Kreisverbindungsstraße in Laudenbach allein für den nördlichen Abschnitt ausgegeben worden seien, der nur dazu diene, den Verkehr wieder auf die alte B 3 zu führen und damit mitten durch Heppenheim zu leiten.
Eine Verbesserung der Lebensqualität in der Innenstadt sei dringend erforderlich, auch um weitere Abwanderungen insbesondere junger Familien und Gutverdiener zu verhindern.
Das ASV, zuständig für Bundesstraßen, sowie die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Gerhard Herbert seien in diesem Fall ,,gefordert, die anstehenden Probleme anzugehen, statt sich gegenseitig die Zuständigkeiten zuzuschieben".
Das hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr wurde von der Initiative am 1. Dezember 2009 mit einer detaillierten Aufführung der Probleme zur Stellungnahme aufgefordert, aber ,,bis jetzt steht eine Antwort noch aus". Auch vorausgegangene Konversation mit dem hessischen Verkehrsministerium seien nur unzufriedenstellend beantwortet worden.
Deshalb hofft die Initiative auf breite Unterstützung durch die Bevölkerung in der Forderung nach Lösungen an den Brennpunkten, ,,um das Leben im Zentrum von Heppenheim lebenswert zu gestalten". Ende Februar soll an die vom Verkehr besonders betroffenen Haushalte ein Fragebogen verteilt werden.

Kontakt: Peter Janßen, Telefon 06252 913440, Heinz Nickel, 06252 2936, Peter Rossa, 06252 4560.

Ein Fahrradstreifen für die Siegfriedstraße?

HEPPENHEIM.
Im Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) in Bensheim teilt man die Sorgen der Initiative vor einer zusätzlichen Belastung der Kreisstädter nicht. Selbst ein Ausbau der Heppenheimer Siegfriedstraße werde nicht mehr Verkehr als den, der ohnehin und gezwungenermaßen durch die Stadt rolle, anlocken. Aber um einen Ausbau gehe es auch garnicht, so ASV-Sprecher Arno Krämer gestern auf Nachfrage, und auch nicht um breitere Fahrbahnen. Vielmehr sei angedacht, im Rahmen der geplanten Neuverdolung des Stadtbaches die Straße umzugestalten und eventuell auch einen Fahrradstreifen anzulegen.
Hintergrund für die Überlegungen ist die Baufälligkeit der Verdolung, die für eine Erneuerung geöffnet werden muss. Und wenn man den Stadtbach also ohnehin öffnen müsse und Behinderungen auf der B 460 unumgänglich seien, dann wolle man auch gleich an die Straße heran. Das Projekt, so Krämer, werde seit zwei Jahren geplant, und inzwischen seien auch notwendige Gutachten erstellt. Bis das notwendige Baurecht hergestellt sei, werde aber noch einige Zeit vergehen.
Krämer hofft darauf, dass man das Projekt - wie von der Initiative angekündigt - tatsächlich im nächsten Jahr angehen kann, nennt einen solchen Termin aber auch ,,optimistisch". Ebenso gut kann es passieren, dass die Bagger erst 2012 anrollen. Durchaus ungeklärt ist auch noch, ob es am Ende tatsächlich einen Fahrradstreifen (keinen Fahrradweg - hierfür wäre die Siegfriedstraße deutlich zu eng) gibt, oder nicht. Denn der wäre angesichts der räumlichen Verhältnisse mit einer deutlichen Reduzierung der Park- und Halteflächen im Bereich der Vorstadt und entlang der vielbefahrenen Ost-West-Achse verbunden.

Außerdem müssten sich Radler darauf einstellen, dass sie ihren als ,,Suggestivstreifen" (also optisch abgesetzten) Weg mit Lastern teilen müssten, die im Begegnungsverkehr mit anderen Lastern garnicht anders könnten, als auf den Fahrradstreifen auszuweichen.
Zwei heikle Themen, die erst einmal geklärt werden müssen - vielleicht in einem Gespräch, zu dem Ende Februar ASV und Vertreter der Stadt zusammen kommen sollen. Danach wird man klarer sehen, wie es weitergeht.


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